Montag, 26. November 2012

4. Basti's Sicht

Okay, wir hatten uns richtig verfahren, trotz Navi. Ich bin eben nicht perfekt. Kann doch jedem passieren.

Nunja, nachdem ich ihr zuhause gefunden hatte, setzte ich die beiden ab, verabschiedete mich vernünftig, wie ein Gentleman und fragte Stasia ob wir uns mal alleine treffen könnten, sie fand die Idee nicht schlecht und gab mir ihre Nummer. Yes. Ich hatte es eben drauf.
Nach einer langen Heimreise, kroch ich müde nach Hause und wollte nur noch in mein Zimmer.

Doch daraus wurde nix, denn meine Mutter kam mir entgegen und begrüßte mich 'sehr freundlich' ...

"Sebastian, wo warst du denn schon wieder und wie sieht es denn hier aus? Anstatt mir mal zu helfen, machst du..."
"Hi, Mama. Okay, Gute Nacht!" Unterbrach ich sie und rannte ins Zimmer.

Ich war zu müde um mit ihr noch über den Haushalt zu reden. Also zog ich mich schnell um und fiel wie ein Stein ins Bett. Diese Ruhe.... meine Augen fielen langsam zu...

Denkt ihr ich bin eingeschlafen? Nö. Mein Handy klingelte. Es war einer meiner Kumpels, die mich gerne um Mitternacht noch anriefen und ganz spontan fragten, was ich wohl so machen würde. Da man um diese Uhrzeit schon längst schlafen sollte und ich auch kurz davor war, brachte ich ihm bei ich sei am schlafen.

"Hast du Bock zu feiern? Ich schmeiß eine Hausparty. Also komm nach Remscheid. Tschö, bis gleich!" waren die letzten Sätze meines nachtaktiven Kumpels.

So musste ich mich wohl aus dem Bett schleppen und mir die Haare machen, um einigermaßen gut auf der Party auszusehen.

"Mama ich bin weg. Party und so!" verabschiedete ich mich von meiner Mama, die es meiner Meinung nach, nicht mitbekommen hatte, packte meine Schlüssel und stieg ins Auto.

Nach einer kurzen Zeit erreichte ich die Hausparty und hielt Ausschau nach meinen Freunden, die ich nach einer kurzen Zeit auf der Couch und dem Boden verteilt fand.

"Peace." ich sah die an, nachdem ich sie begrüßt hatte, einer hatte es sogar noch geschafft die Hand zu heben und mir zu winken. Danke...

Als ich den Veranstalter der Party sah, tippte ich ihn an und wank ihm zu.

"Geile Party oder ? Alle sind begeistert und es ist voll." gab er an.

"Ja kranke Party. Ich merk's. Hast ganz NRW eingeladen? Egal, Bruder ich muss dir was erzählen." Dank der lauten Musik, hat mein Kumpel mich kaum gehört.

"Viel Spaß noch. Ich bin bei den Mädels." Zwinkerte er mir zu und setzte sich in Bewegung.

"Ey, ich ...ich hab jemanden kennengelernt, ein Mädchen." versuchte ich es nochmal in einer lauteren Lautstärke.

Der angesprochene blieb stehen, sah mich schief an und fing über beide Ohren an zu grinsen.

"Du willst ein Mädchen kennenlernen? Gut, komm mit."

"Hä, was?..Nein..." zu spät, er zog mich hinter sich her und brachte mich zu vier Mädchen, die auf der Terasse saßen und sich unterhielten. Alle besoffen. Kein Wunder, es war abgesehen von mir keiner nüchtern.

"Mädels? Darf ich vorstellen? Sebastian Wurth. Er ist auf der Suche nach einer Freundin. Viel Spaß." Und weg war er -toll.

"Hi, Basti. Ich bin Angelina.Freut mich dich kennenzulernen. Willst du was trinken?" Fragte  mich eine von denen und hielt mir ihr Glas hin.

"Ich bin mit dem Auto hier, ich trinke nix, danke. Ich muss dann auch los." Kaum hatte ich mich umgedreht stand sie schon neben mir.

"Kannst du mich auch fahren? Ich will auch nicht mehr hier bleiben" sie sah mich an und versuchte den Dackelblick aufzusetzen, der gehörte mir, nur ich hatte ihn drauf.

"Hmm ...  ja okay." Ich hatte ein großes Herz und konnte nicht nein sagen.

Also fuhr ich jetzt nicht alleine, Unterhaltung hatte ich auf dem Beifahrersitz. Dabei musste ich sofort an meine Bekanntschaft von heute Abend denken - ich lächelte.

"Fahr zu dir. Ich will nicht nach Hause. Hat doch keiner was gegen wenn ich dabei bin oder? Dein Bett muss groß genug sein." grinste sie und sah aus dem Fenster.

Nicht ihr Ernst? Sie stellte sich das Leben wohl zu einfach vor.

"Hör zu, ich kann dich nicht mit zu mir nehmen, das geht nicht !" Versuchte ich es ihr schonend beizubringen.

"Bitte, sonst muss ich auf der Straße schlafen und erfriere." Schmollte sie und ich konnte leider nichts machen.

So fuhr ich sie mit zu mir. Meine Eltern waren schon am schlafen, zum Glück.

Während sie ins Bad ging und sich umzog, zog ich mich schnell im Zimmer um und legte mich ins Bett....

.... ich wachte mit tierischen Kopfschmerzen auf. Als hätte ich gestern getrunken ohne Ende.

Grade als ich aufstehen wollte, bemerkte ich etwas neben mir im Bett.

Oh nein, die von gestern. Sie lag auch noch in meinem Bett, obwohl ich der im Wohnzimmer die Couch gemacht habe.

Ich schnappte mir mein Handy um auf die Uhr zu schauen, doch dazu kam ich nicht, denn ich hatte eine SMS bekommen...

"Hi, schön das du dich noch gemeldet hast gestern, scheinst deine Versprechen auch gut einzuhalten. Tschau."

Oh, ich hab Stasia versprochen mich bei ihr zu melden, wenn ich zuhause bin. Mist, das alles wegen der Party. Jetzt scheint sie auch noch sauer auf mich zu sein. Geeeeil.

Samstag, 24. November 2012

3.Kapitel (Stasia's Sicht)

Wie er einfach in Socken rauskam, sein Brot vollsabberte und nach meiner Schokolade verlangt hatte. Ich kenne ihn nicht anders. So ist er. Trotzdem war es ein schöner Tag, lustig dazu. Wie sein Auto abgeschleppt wurde, das war ein Highlight.

"Der Bus kommt in einer Stunde." stellte Vanessa fest, als sie auf den Fahrplan sah.

"Dann müssen wir eben warten. Wie die Zeit doch vergeht, wir haben schon 17Uhr oder so, ne?" ich konnte die Zeit nie richtig einschätzen. Also suchte ich nach meinem Handy.

In meiner Tasche war das reinste Chaos. Mein Handy? Unauffindbar.

"Vanessa? Wo ist mein Handy?" fragte ich sie panisch.

"Ehm du hast damit Fotos gemacht und es unterschreiben las...bei Basti!" fiel ihr auf.

"Super. Soll ich da nochmal klingeln?? Ist doch peinlich!" ich war so unaufmerksam, wer weiß was er schon alles damit gemacht hat?

"Lass uns gehen!" Ich stand auf und marschierte los. Vanessa gleich hinter mir her.

Zum Glück war die Bushaltestelle nicht weit weg. Vor der Garage stand nur noch sein Bruder und regte sich auf. Als wir versucht haben uns unauffällig vorbeizuschleichen, waren wir der Meinung er hätte uns nicht gesehen...

"Wisst ihr wo Bastis Auto ist?" Fragte er tatsächlich !

"Nö!" Antwortete Vanessa. Was er ihr eh nicht abkaufte.

"Lustige... jetzt echt ?" Hackte er nach.

"Wurde abgeschleppt!" Gab ich als Antwort. "Von wem?" Kam direkt die nächste Frage hinterher.

"Von meinem Opa!" Antwortete ich genervt. Ich kenne hier auch jeden.

"SEBASTIAN!!!!" brüllte er durch die Straße, sodass die Nachbarn, die sich grade am unterhalten waren, erschrocken dem Krawallmacher lauschten.

Dann kam der Kleene auch, der Dieb meines Handys.

"Was gibbet?" Als er uns sah verschwand sein Grinsen ganz plötzlich.

"Du hast mein Handy und ich hätte es gerne zurück" lächelte ich ihn an.

"Nun es ist so .... du hast es wieder mitgenommen!" Babbelte er, was ich ihm kein bisschen glaubte.

"Alter?? Das war also das Handy von ihr, das auf den Boden geklatscht ist?" Mischte sich der Bruder ein.

"Bitte was?!?!" Mein Herz ist fast stehen geblieben.

"Wolltest du nicht weg, Flo?" zischte Basti, sein Bruder schüttelte den Kopf und warf ihm die Schlüssel zu.

"Abgeschleppt, lern parken" kam von einem weisen Herren, Namens Florian.

Hallo? Lenkte er vom Thema ab? Also bitte, ich wollte mein Handy....oder das was davon noch übrig geblieben ist.

"Hör zu, wir gehen mein Auto abholen, vom Abschleppdienst. Wir haben hier nur einen, als Entschädigung für dein Handy, kann ich euch nach Hause fahren." Er sah uns hoffnungsvoll an und war bereit zu gehen, denn er entfernte sich einige Schritte von uns.

"Kann ich mein Handy trotzdem haben?" Alle guten Dinge sind 2, ich frag bestimmt kein drittes mal mehr.

Er holte mein Eigentum raus und reichte es mir rüber mit einem kleinen Klebezettel auf dem 'Sorry' grad noch so lesbar war.

"Mit dem schreiben hast du es nicht so, oder?" Fassungslos sah ich mein Handy an, der ganze Display war hin.

"Tschuldigung.....Los kommt!!!" Ja, er war sehr mitfühlend.

Wir latschten ihm hinterher wie zwei Enten und hofften auf ein Wunder.

"Willst du nicht erstmal zur Polizei?" weil so viel ich wusste, musste man erst dorthin.

"Ich weiß wohin!" Der Chef hat gesprochen.

Wir blieben an einer alten Bruchbude stehen. "Basti? Wir sind bestimmt auf einem Schrottplatz." gab ich von mir und erntete einen wütenden Blick des Besitzers .

"Willkommen beim Abschleppdienst!" Begrüßte uns der bartige Herr, der einem Weihnachtsmann ähnelte.

"Mein Wagen wurde abgeschleppt. Grundlos. Ich verlange es auf der Stelle zurück. Und wenn ich es nicht zurück bekomme, dann müssen sie mit Konsequenzen rechnen, denn soweit ich weiß..."

Er hörte einfach nicht auf zu reden, wenn er weiter so machen würde, müssten wir wohl doch mit dem Bus fahren.

Nach einer satten Stunde war die Diskussion beendet und Mr.Right bekam sein Auto wieder.

"Steigt ein!" Grinste er. Jaja, er war glücklich und ich hatte ein kaputtes Handy.

Als wir drin waren, wies er uns nochmal drauf hin uns anzuschnallen. Was total unnötig war - denn wir waren schon angeschnallt.

Er fuhr los. Er raste los, das traf's besser.

"Wohin mit euch?" Fragte er während er sein Navi rausholte.

"Nach Neuss, bitte." Beantwortete ich seine Frage.

"Wo ist das? Stell mir bitte den Navi an, dann gib die Adresse ein." Er drückte mir seinen oldschool Navi in die Hand und ich musste erstmal die Hieroglyphen entziffern.

'Wenn möglich bitte wenden!' Meldete sich sein schlaues Gerät.

Das konnte noch was werden. Und ich hatte Recht damit. Wir waren 4 Stundem unterwegs !!!! Da wir so oft wenden mussten, da der tolle Herr Wurth nicht wusste wohin, trotz Navigation !

Wir hatten mittlerweile 22 Uhr, Vanessa war am schlafen und ich musste dem Verrückten helfen.

"Wo sind wir???" fragte er mich.

"Tolle Frage! Du sollst auch wenden, wenn sie das sagt !" so langsam regte mich diese Situation auf.

"Wohin denn?? Sie sagt seit drei Stunden wir sollen wenden" er wurde langsam auch nervös.

Er hielt an einem verlassenen Feld an.
Es war super dunkel, man konnte nix erkennen.

"Warum halten wir an?" Wollte ich von ihm wissen.

"Weil ich mal muss! Ich hab auch Bedürfnisse." Er schnallte sich ab und verließ das Auto.

So langsam wurde ich auch müde, ich schloss kurz meine Augen und wollte mich ein wenig entspannen, doch da wurde nix draus. Ein komisches Piepen, riss mich aus meinem Halbschlaf.

"Akku leer, super!" Jetzt war auch noch der Akku vom Navi leer.

"Können wir weiter?" Basti stieg ins Auto und sah mich an.

"Nö, dein Akku ist leer!" Ich zeigte auf seinen Wegweiser.

"Scheiße und jetzt? Hättest du es nicht falsch eingestellt, wären wir längst da." Beschuldigte er mich. Was dachte er sich eigentlich?

"Bitte? Du fährst wie ein Wahnsinniger und hörst nicht drauf was man dir sagt!" sagte ich vorwurfsvoll.

"Ihr Frauen, mit euch kann man nicht fahren !" Beschwerte er sich.

Ich drehte mich von ihm weg und sah aus dem Fenster.

Er fuhr los, immer der Straße entlang. Na das wird noch lustig. Ich konnte einfach nicht einschlafen, als ich einen Blick zu Basti warf, merkte ich das dieser auch ziemlich müde zu sein schien. Da konnte ich doch nicht einschlafen.

"Wenn du müde bist, dann halte lieber irgendwo an, anstatt dich so zu belasten." Gab ich ihm den Tipp, worauf er nur kurz lächelte.

"Nein danke, geht schon. Du kannst ruhig schlafen." Sagte er immernoch lächelnd und hielt an einer Ampel an.

"Ich bleibe mit dir wach." Sagte ich leise und sah ihn an.

Er sah ebenfalls zu mir rüber und lächelte wieder.

"Danke. Keine Sorge ich bringe dich schon nach Hause und wenn ich 3 Tage unterwegs sein sollte." War das einzige was er noch gesagt hatte, bevor er sich komplett auf die Straße konzentrierte.

Er war schon süß....


Bastis Sicht:

Mein Gott, klingeln die sturm. Wo gibt es denn bitte sowas ? Um 13 Uhr Morgens, als ich noch tief und fest geschlafen habe, Mensch. 'Dein Auto wird abgeschleppt.' Sicher doch. Niemals.

Ich ging in die Küche und macht mir erstmal einen fetten Sandwich. Lecker ! Hm, okay ich hatte mir schon Sorgen um mein Auto gemacht. So ging ich schnell in mein Zimmer um aus dem Fenster nach meinem Baby zu sehen. Okay, mein Auto stand echt nicht mehr da. Ruhig, Basti, wo hast du geparkt? Nachdenken ist nicht meine Stärke. Egal, muss wohl in der Garage stehen. So wird es wohl sein. Im Flur legte ich erstmal mein Sandwich zur Seite und zog meine Jacke drüber und packte mir wieder mein Sandwich. I was ready for the Show. Mein gutes Englisch wurde belohnt. Mit einer fetten Jacke, einem Brot In der Hand und ohne Schuhe, machte ich mich auf den Weg runter. Wer brauchte schon Schuhe, wenn man fette, warme Socken trug. Fällt denen eh nicht auf.

"Alles fit ?" Begrüßte ich cool meine zwei Fans.

"Wo sind deine Schuhe?" Fragte mich das Mädchen, das mich geweckt hatte.

Mist. Aufgefallen. Gekonnt ignorierte ich die Frage als ich die Schokolade gesehen hatte, die das andere Mädchen am essen war.

 "Ist die lecker?" Fragte ich während ich mit meinem Finger auf die Schokolade hinwies.

"Nö" sagte die Besitzerin von der Schokolade.

"Ich will ein Stück" ich aß schnell mein Brot zuende und weitete meine Hand aus nach der Schokolade.

"Übrigens steht mein Auto in der Garage" lachte ich mit vollem Mund.

"Deswegen wurde es auch grade abgeschleppt, mhm" nuschelte die Eine.

Panik machte sich in mir breit.Zur selben Zeit verschluckte ich mich an meinem Brot. Wie, was und vorallem warum? Ich ließ mir jedoch nix anmerken. Alles ist gut.

"Wollt ihr Fotos oder so?" Fragte ich die zwei, die mich ansahen als wäre ich nicht von dieser Welt.

 "Ja schon..." antworteten beide. "Okay, klang sehr begeistert." Nach dem dritten Durchlauf, waren wir auch fertig. Mädchen und Fotos 'ich seh doch so doof aus drauf, blabla' Hallo? Ich stand hier in Socken und habe mich nicht beschwert. "Meine Schokolade" erinnerte ich die Eine. "Wie ist denn der Name, bitte?" Wollte ich nur zu gern wissen.

"Vollmilchschkolade" bekam ich als Antwort. "Achso, nett dich kennenzulernen" nickte ich. "Achso, Stasia" antwortete sie. Okay, der Name war mir noch nie bekannt. Ich sollte öfter googlen. "Ich bin Sebastian, Basti reicht auch." Sie sah mich emotionslos an. War sie müde - das muss es sein. Ich hatte Hunger."Sonst noch was, kann ich euch noch irgendwie behilflich sein?" Fragte ich lieb und nett wie ich immer bin. Keine Antwort. Okay, auch eine Antwort. "Ehm, unterschreib mal bitte auf meinem Handy." Stasia reichte mir ihr Handy und ich unterschrieb drauf.


"Okay, Kollegen. Ich geh rein" ein mentales high-five und ich war drin. Auf's Zimmer. Gutgelaunt hüpfte ich die Treppen hoch und kam nach einer Slowmotion Action endlich im Zimmer an. "Nun, Fifa zocken!" Gerade als ich meine Jacke auf's Bett schmeißen wollte, vibrierte mein Handy in der Jacke. Wer war das denn? Ich holte das Handy raus und musste erstaunt feststellen, dass es nicht einmal mein Handy war. Es war von dem Mädchen. Scheiße. Ups. Egal, meins.


Na, okay. Ich musste es ihr wiedergeben. Aber wie? Ich wusste nicht einmal wo die wohnt.Vielleicht merkt die das nicht und ich hab ein neues Handy. "Kannst du mir ein Hemd ausleihen, ich geh feiern, mach schnell" hetzte mein Bruder und verließ mein Zimmer. "Florian, sie mal das Handy...." Tollpatsch lebt, ja ich bin gestolpert und hingeflogen, das Handy 5 Meter weiter und knallte auf den harten Boden. Ich blieb liegen und betete, das diesem Handy nix passiert ist. "Heftig - Schrott. Neues Handy und schon kaputt? Und warum unterschreibst du auf deinem eigenen Handy? Hat dich keiner lieb?" Lachte Florian und zeigte mir das Handy. Den Bildschirm verzierte eine schöner, dicker Riss. Fuck. Na herzlichen Glückwunsch, Basti.


"Neeeeeeein" dachte ich laut, lauter als gewollt. "Vergiss das Hemd, ich muss los. Aber ey, leih mir dein Auto."
Ich warf dem nettesten Bruder des Universums meine Autoschlüssel zu, die er gekonnt auffing und mit seinen Fangkünsten angab. "Tschö. Ist in der Garage." Klärte ich ihn auf und machte die Konsole an, nachdem ich aufstand. Keine 2 Minuten später vibrierte mein Handy. "Jo" beantwortete ich lässig den Anruf.
"Dein Auto ist weg" überbrachte mein Bruder mir die Horrornachricht.
"Nicht dein Ernst???" .......ich wurde blass, sowas spüre ich und ich bekam die Krise meines Lebens....

Kapitel 1. (Stasia's Sicht)

Freitag Abend, die Zeit um feiern zu gehen, Freunde zu treffen oder einfach mal was unternehmen. Richtig? Falsch. Ich sitze auf der Couch und starre die Decke an, ich war ziemlich müde und wollte nix unternehmen. In letzter Zeit geht es mir oft so, die Arbeit ist schon was tolles, macht einen auch oft kraftlos.

Auf einmal vibrierte mein Handy. Ein Anruf von Vanessa
"Bruder, was machst du?" So war sie, ich hätte mir die Begrüßung auch nicht anders vorgestellt.

"Nichts, ich bin k.o., glaub mir." Gab ich gähnend zu.
"Lass uns mal morgen zu Basti fahren, heitert dich bestimmt auf, du warst die ganze Woche schon so, ich merke sowas schnell. Also ist die Idee gut oder gut?" Sie wusste wie sehr ich Sebastian Wurth mochte, keine Frage. Damit heiterte sie mich echt auf.

"Alles klar, klingt gut. Dann treffen wir uns morgen an unserem Standplatz." Versicherte ich ihr und nach einer Zeit legten wir auf .
Gut, dann hab ich morgen wenigstens was vor, auch wenn ich ehrlich gesagt nicht ganz so begeistert war.
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Der nächste Morgen, ich war wie immer müde, hatte eine schlechte Nacht hinter mir. Schnell machte ich mich fertig und verließ das Haus.
An dem abgesprochenen Ort wartete Vanessa schon auf mich. Sie war genauso kaputt wie ich.

Wir hatten noch eine lange Reise vor uns. Nach ungefähr 2 Stunden Fahrt mit Bus und Bahn, kamen wir in Wipperfürth an. Was für ein Wunder.
Nachdem wir die ganzen Berge hochgestiegen sind, waren wir fertig mit den Nerven und auch mit der Welt.  

Vor seiner Tür machte ich mich auf seinen Stufen gemütlich und aß Schokolade. Nervennahrung musste sein.

Meine Freundin lehnte sich nur an die Wand und betrachtete seine Fenster.
"Die haben wohl auch schon lange nicht mehr geputzt ode..."

Sie wurde mitten im Satz unterbrochen, als die Tür plötzlich aufgerissen wurde "Eyyy, was klingelt ihr sturm, So früh am Morgen???" Sebastian schaute uns mit halb geöffneten Augen an und verkniff sich grade noch so ein Gähnen.

Vanessa fiel jetzt erst auf, das sie mit dem Rücken an der Klingel gelehnt war.
"Upsi, egal, komm raus." Sie lächelte ihn an und er schüttelte den Kopf.

"Nö, kalt hier!" Er zitterte gespielt und winkte ab.

"Dein Auto wird abgeschleppt..du musst raus." Sagte ich ruhig, als wäre so etwas völlig normal.

"Jajajaja, Laberkopf. Tschö, ich komm später." Grinste er und verschwand hinter der Haustür.

Hätte er bloß auf mich gehört.....