Samstag, 23. Februar 2013

28. Memories ♥

Draußen war es mal wieder arschkalt. Das war doch unerträglich. Wo blieb der Frühling? Und warte... wo war ich ? Ich war wieder bei mir zu Hause? Warum? Wie war ich so schnell hier?

"Schatz, lass deine Schuhe nicht überall liegen." Meckerte meine Mutter und schmiss mir die Schuhe vor die Füße.

Was? Warum war die nicht sauer? Was ging hier vor sich? Und warum war ich so glücklich grade? Ich verstand nix mehr, freute mich einfach und lebte den Moment.

Momeeeent. Seit wann hatten wir eine große Rampe die direkt zur Haustür führt? Ich stand da und starrte dumm, als würde ein buntes Einhorn vor mir stehen.

Vor lauter Verwirrung merkte ich gar nicht, dass ich schon in meinem Zimmer war und aus dem Fenster starrte.

Wenn das ein Traum war, dann wünschte ich mir viele Sahnetörtchen....

"Basti, Hallooo." Filipe war unten und winkte mir zu.

Er saß auf einem Motorrad und fuhr die Rampe hoch, er landete direkt in meinem Zimmer.

Wie......?

"Wie?..." ich schüttelte meinen Kopf.

Filipe griff nach meinem Arm und zog mich auf sein Motorrad.

"Ich brauche deine Hilfe. Die Marsmenschen haben die Welt erobert und Fabian gefangen genommen." Erklärte Filipe und fuhr los, durch mein ganzes Haus. Super, meine Mama würde mich später umbringen.

"Nicht so schnell....was wenn...wenn die Polizei kommt." Ich schloss meine Augen und konnte nicht mehr hinsehen.

"Es gibt keine Polizisten. Wir sind Superhelden, wir müssen die Welt retten." Grinste er. "Naja. Ich bin ein Superheld, du nicht. Wenn ich Fabi rette, kriege ich die Belohnung, ich kann dir was davon abgeben, so 2 € oder so." Warum wunderte mich das nicht ?

Wir blieben vor einer gewöhnlichen Haustür stehen.

"Jetzt bloß leise sein." Der Chef hatte gesprochen.

Ich nickte und schlich hinter ihm her.
Bis er einfach so das Fenster aufbrach.
"So viel zu.." "Pscht, sei doch leise." Er hielt mir die Hand vor den Mund und ich verdrehte meine Augen.

Er war nicht der Schlauste, manchmal fragte ich mich echt wie er es geschafft hatte  in die 13te zu kommen.

"Fabian!" Er kletterte durch das Fenster ins Wohnzimmer und quatschte mit Fabian, der an eine Stehlampe gefesselt war.

Da ich keine Spaßbremse sein wollte, kletterte ich hinterher, blieb hängen, fiel hin und löste irgendeinen Alarm aus.

Also ehrlich? Wer installierte einen Alarm auf dem Boden? Die Hellsten waren das wohl nicht.

'Feueralarm, bitte raus hier, Selbstzerstörung aktiviert.'

"Na toll,  Basti. Warum bist du so dumm?" Filipe machte Fabi los und die rannten zur Tür, ich ging hinterher.

"Das macht keinen Spaß mehr, Leute." Rief ich ihnen zu.

"Er ist...einer von ihnen !" Filipe hatte zu viele Actionfilme geguckt, ohne Zweifel.

"Soll ich ihn zerstören?" Fragte Fabi und wartete auf Filipes Befehl.

Was ging hier vor sich? Das war alles ein Alptraum. Warum sollte ich zerstört werden?

"Nein, Soldat. Lass ihn 10 Minuten Zeit zum Laufen, dann kannst du ihn eleminieren." War sein letztes Wort und Fabi nickte.

Obwohl ich keine Angst hatte, rannte ich um mein Leben und schrie um Hilfe, bis ich an einem Stand ankam. Der Verkäufer sah Marco verdammt ähnlich. Er kannte sogar meinen Namen....

"Basti?...Hey..."

Marco stand vor mir mit einem leeren Eimer, wieso hatte er einen Eimer in .... die Frage erklärte ich für beantwortet als ich an mir runter sah...

"Du hast die ganze Zeit im Traum 'Hilfe' gerufen." Er lachte "Ich musste dich wecken, aber du wolltest nicht aufwachen. Dann kam ich mit dem Eimer Wasser an."

"Ich hatte einen kranken Traum." Ich versteckte mich unter der Decke, die auch völlig durchnässt war.

"Und danke Marco." Einen letzten wütenden Blick warf ich ihm noch zu.

Marco lachte erneut auf und zog die Decke weg.

"Das war die Rache für damals. Kennst du noch, als du mich bei DSDS aufgeregt hast?"

Ohja, daran konnte ich mich noch sehr gut erinnern...

Flashback:

Das war die Schlimmste Mottoshow überhaupt. Heute passierte ein Fehler, der eigentlich nicht passieren durfte.

Ein Zahlendreher zerstörte grade die Welt von Marco. Ich sah es ihm an,er war am Boden zerstört. Aber auch sauer.

"Basti, setz dich hin."  Kam von meiner Mutter. Ich war mittlerweile von meinem Sessel aufgestanden und suchte nach Marco.

Wie ich es hasste hier unten zu sitzen. Ich konnte bei keinem dabei sein und wurde ausgegrenzt.

"Nö." Kam von mir.

Jetzt musste ich erstmal zu Marco und für ihn da sein.

"Dieser Penner. Das war doch geplant. Die wollen mich nur loswerden."  Beschwerte sich Marco über RTL und seine Eltern schüttelten den Kopf.

"Marco. Du schaffst es schon weiter. Wäre mies wenn nicht."  Ich legte meine Hand auf seine Schulter.

Er schlug meine Hand weg und drehte sich von mir weg zur Seite.

Deswegen war ich ihm nicht sauer, er war voller Sorge, ich konnte ihn verstehen.

Wenn er heute rausfliegen würde, dann würden die mich kennenlernen.

Als ich wieder an meinem Platz ankam, ging die Show wieder los. Marco war wieder oben bei den Anderen und sah alles andere als glücklich aus.

Marco Schreyl laberte mal wieder eine knappe halbe Stunde und dann kam der Satz der Sätze

"...und deswegen haben wir entschieden, dass heute keiner geht."

Jawohl !!! Ich klatschte vor Freude, nicht nur weil ich, sondern weil Marco auch weiter war.

Doch er schien trotzdem sauer zu sein. Er war so schnell schon weg. Da er nur zur Villa fahren konnte, fuhr ich auch hin, nachdem ich mich von meinen Eltern verabschiedet hatte.

In der Villa war es leise und dunkel, so als ob hier niemand wäre. Marco fand ich aber im Endeffekt in dem Zimmer welches wir uns teilten.

"Klopf, Klopf. Bevor du fragst wer das ist, beantworte ich dir die Frage: ICH!"  Ich sprang zu ihm aufs Bett, sodass er zu Boden fiel.

"Upps, Tschuldige." Lachte ich und half ihm hoch.

"Lass mich." Er drehte sich zur Seite und tippte auf seinem Handy rum.

"Weißt du was gute Laune macht? Schokolade. Im Schrank hab ich welche."  Ich stand auf und suchte im Schrank nach Schokolade.

Eine nach der Anderen holte ich raus und warf die in Marcos Richtung, das ich dabei sein Gesicht traf, war mir nicht bewusst.

"Hör doch endlich auf, man."  Lachte er und versuchte mich ernst anzusehen.

"Ich hab Hunger, ciao." Er latschte runter und ich hinterher.

"Warten Sie, alter Mann?" Stolpernd kam ich in die Küche.

"Hallo, gibt mir jemand diese Kellogs- dings? Ich sitze hier und verzweifle, weil ich nicht drankomme." Pietro saß einsam und verlassen da und streckte erfolglos eine Hand nach der Kellogspackung.

"Hier." Marco reichte es ihm rüber und setzte sich hin.

Ich schnappte mir ein Brötchen und aß es, während ich mich auch hinsetzte und Marco ansah.

"Du lässt mich auch gar nicht in Ruhe oder?" Er fragte mich obwohl er die Antwort längst wusste.

Schulterzuckend sah ich ihn an und aß weiter.

"Marco?  Warum haben sich die Zahlen verdreht?"  Fragte Pietro allen Ernstes.

Es hieß ja, dass es eigentlich keine dummen Fragen gäbe, aber das war die dümmste Frage überhaupt.

"Damit du fragst, Pietro." Gab ich genervt von mir und er kaufte es mir tatsächlich ab.

Lachend musste ich auch bemerken, dass Marco auch leicht lächeln musste.

"DU.HAST.GELÄCHELT!!!"  Mit einem Finger zeigte ich auf ihn und sah ihn gschockt an.

"Blödmann."  Bekam ich als Antwort doch das Lachen hielt leider nicht lange an, denn...

Flashback Ende.

"Bist du wieder am träumen?" Fragte er mich und holte mich in die Realität zurück. Zur richtigen Zeit...

"Mhm" ich nickte und blieb noch ein wenig liegen.

Heute würde ein guter Tag werden....

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen