Bastis Sicht:
Diese Kopfschmerzen, ich wachte immer mit denselben Kopfschmerzen auf. Als ich dran denken musste, dass ich ja nicht ich selbst war, vergrub ich mein Gesicht im Kissen.
"Basti, es ist schon halb sechs. Würdest du bitte aufstehen!" sagte meine Mutter genervt.
Ja ja ja. Immer wieder wurde ich am frühen Morgen gestört. Okay, wir hatten bereits Abend...
Lustlos latschte ich runter in die Küche, ich sah bestimmt aus wie der letzte Penner. Aber okay, ich war ja nur zu Hause.
"Das gibt es doch nicht, schon wieder saß einer 22 Jahre unschuldig im Knast. Wo bleibt die Gerechtigkeit?" Mein Vater saß da mit der Zeitung in der Hand und schüttelte fassungslos den Kopf.
Meine Mutter trocknete das Geschirr ab und sah mich lächelnd an. "Willst du was essen?" Fragte sie mich.
Moment !!!!!! Ich war Zuhause. Ich war wieder ich und bemerkte es jetzt erst.
Spätchecker halt.
"Nein. Danke, Mama." Ich stand auf und umarmte sie.
Wie froh ich doch war wieder ich zu sein. Das war so toll.
Meine Eltern sahen mich verwirrt an, als ich zu meinem Bruder rannte der im Wohnzimmer saß.
"Hallooooooooo!!!!!!! Wie geht es dir? Oh, es ist schön dich wieder zu sehen, besuch uns mal öfter." Ich hätte nie gedacht, dass ich ihn mal so sehr vermissen würde.
"Alter. Was willst du jetzt wieder von mir? Geld?" Fragte er mich.
"Eigentlich nicht....aber....kannst du mir was leihen?" Ein Versuch war es wert. Er gab mir auch einen Korb, aber das war mir egal.
Bevor ich zu meinen Freunden ging, ging ich erst duschen, zog mich an und setzte mich in Bewegung.
Ohne was zu sagen verließ ich das Haus und freute mich schon endlich drauf meine Freunde wiederzusehen.
Da ich genau wusste, wo die sich immer um diese Uhrzeit befanden, ging ich an den Platz und wollte sie überraschen.
Es ist immer eine große Überraschung mich zu sehen.
"Buh." Erschreckte ich die, als ich mich an die Drei ranschlich.
"Hi, Bruder." Gut, 1:0 für die, die hatten sich nicht erschrocken. Die hatten mich bestimmt gesehen gehabt.
"Wollen wir heute was trinken gehen? Ich bleibe bestimmt nicht die ganze Zeit hier, ist zu kalt." Beschwerte sich Filipe.
Was trinken wollte ich auch endlich mal wieder. Also dackelte ich Filipe, Fabian und Mike hinterher.
"Sind.. wir gleich da, es ist ....kalt." Ich wunderte mich drüber, das ich diesen Satz ausgesprochen hatte, so am zittern wie ich war.
"Ich würde mal sagen einer geht Alkohol kaufen, wir warten solange hier." Schlug Fabian vor.
Da keiner gehen wollte, musste Fabian gehen. So war es schon immer.
"Hast du eine Zigarette für mich? Kriegst nachher bei mir Zuhause welche." Fragte Filipe Mike.
Mike nickte und gab ihm eine. Ich stand dumm daneben und sah die beiden an.
"Willst du auch?" Fragte Mike mich und bot mir eine an.
Ich wollte erst meinen Kopf schütteln, dann dachte ich an die ganzen coolen Gangster-Kiddies mit dem Motto: YOLO. Das so gut wie: You Only Live Online hieß. Aber ich dachte da eher an: Man lebt nur einmal. Also warum nicht?
"Ach, gib her." Ich nahm eine. Okay, so weit so gut. Und jetzt?
"Wäre gut wenn du die anmachst, ohne Feuer brennt nix." Sehr guter Tipp von Filipe, danke das ich mich dumm fühlen durfte.
Nachdem ich sie mir anmachte und einmal kurz zog, fing ich an zu husten. Das war widerlich. Aber ich wollte kein Weichei sein, also zog ich immer wieder ein paar mal.
"Basti du paffst." Machte mich Mike drauf aufmerksam.
"Ahja." Antwortete ich nur, ich hielt es für richtig.
"Nein, das ist nicht richtig. Du musst auf Lunge rauchen, verstehst du?" Sagte Mike und ich verstand nicht wie er es meinte, sah ihn nur dumm an ujd nickte leicht.
Ich verblieb beim "Paffen" oder wie es auch immer hieß.
"Basti dein Eltern sind hinter dir!" Rief Filipe.
Ich hatte mich so erschrocken, sodass ich alles eingeatmet und mich gleichzeitig erschrocken hatte, bekam dadurch wieder einen Hustenanfall.
"Chill, sorry. Wusste nicht das du so abgehst!" Filipe und Mike lachten sich kaputt, während ich die Zwei wütend musterte.
Es verging eine halbe Ewigkeit, bis Fabian auch endlich antanzte. Wir hatten trotzdem alle Zeit der Welt.
Wir gingen zu Filipe, tranken da ein bisschen viel für meine Verhältnisse und irgendwann ging ich auch nach Hause.
Ich werde nie wieder so viel trinken und rauchen. Mein Kopf war am explodieren, ich war nicht mal mehr sicher ob er überhaupt noch da war.
Irgendwie schaffte ich es den richtigen Bus zu packen und nach Hause zu fahren.
Ich stand bereits vor der Haustür. Also das war der Plan: Ich werde reingehen, schnell nach oben laufen, duschen gehen, Zähne putzen, runter gehen und meine Eltern begrüßen.
Falls sie noch wach waren. Momeeeeeeent Basti, wir hatten bereits halb drei. Meine Eltern waren längst am Pennen.
Ich stand da und grinste vor mich hin. Nie wieder etwas trinken- niemals.
Das waren wahre Selbstgespräche. Besoffene.... Hä? Nein, ich war doch kein Absturz. Also Korrektur: Angetrunkene Menschen lügten nicht.
Nachdem ich 5 mal das Schlüsselloch verfehlte, setzte ich neu auf und schaffte es diesmal. Alle guten Dinge waren also 6 - gut zu wissen.
So gaaaaanz, gaaanz leise sein....
Langsam tastete ich die Wände nach dem Lichtschalter ab.
"Hab's" sagte ich aus Freude über die Entdeckung, doch dabei übersah ich eine Treppe und kullerte runter.
Nein! Genug. 2:45Uhr. Ich blieb liegen.
02:46Uhr. Na gut, ich musste aufstehen. Es war kalt.
Es war ein Kampf wieder aufzustehen, doch ich hatte es geschafft. Ich war in der Wohnung angelangt.
Ich schloss die Tür hinter mir und lehnte mich dran. Diese Entspannung.
"Wo kommst du her?" Die Stimme von meiner Mama war echt überall.
"Mama, wo-wo bist du?" Ich sah mich um.
"Hinter dir, Sebastian!" Ich drehte mich zu ihr um. Sie stand da mit verschränkten Armen und wollte eine Erklärung, für was auch immer.
"Mama, du verschränkst immer deine Arme wenn du sauer bist, sei nicht .... verschränkst...verschränken...Schrank. Hat es einen Zusammenhang? Alles hat einen Sinn." Hi, ich bin Sebastian und mein Leben zog an mir vorbei, in 10,9,8,7,6,....
"Wie viel hast du getrunken?" Fragte sie mich.
"Mama Moment." Unterbrach ich sie, oder so.
Also, in 10,9,8,7,6,5,4,3,2,1...
"Jetzt. Was war die Frage?" Wollte ich es nochmal wissen.
"Geh auf dein Zimmer." Sagte sie möchtegern streng.
"Ja!" Ich ging an ihr vorbei, in den Flur.
"Warte. Was stinkst du so nach Rauch? Rauchst du?"
"Ja!" Erst denken, dann reden! "Neeein!!! Nein, nein. Quatsch nein!! Also nein."
"Sebastian? Sag mir die Wahrheit." Warum konnte sie nicht einfach schlafen gehen, war das so schwer?
"Mamaaa, die rauchen da alle und ich rauche mit...ÄHHH, ich bin dabei, also ich bin da und die rauchen auch da und der Rauch kommt nur auf mich." Ich sollte nicht reden, wenn ich besoffen bin.
"Gib mir die Autoschlüssel, es reicht mir einfach. Das ist die Strafe dafür, das du immer besoffen nach Hause kommst und jetzt noch rauchst!" War das ihr ernst?
"Vergiss es! Du kriegst die nicht!" Doch, denn ich Idiot ließ sie auf dem Schuhschrank liegen und die nahm sie sich einfach.
"Das kannst du nicht bringen!!!!!" Motzte ich sie an.
"Siehst du wohl. Geh auf dein Zimmer. Du hast drei Wochen Hausarrest." Sie konnte mir gar nichts.
"Ich bin 18, Mama!" Ließ ich sie wissen.
"Und ich bin deine Mutter und du wohnst noch bei uns, also können wir über dich bestimmen. Bist du hier weg, kannst du machen was du willst." Klar Ansage.
Das tat ich auch, ich ging auf mein Zimmer, wartete ab bis sie schlafen ging, packte ein paar Sachen in meinen Rucksack, Ladegerät, Schuhe und verließ leise das Haus.
So, die werden jetzt sehen was die davon haben....