Sonntag, 6. Januar 2013

21. Vertauschte Rollen - Das kann nur ein Alptraum sein !

Jeden Tag quälte ich mich mit diesem Armband rum. Konnte es nicht einfach abgehen? Ich müsste morgen zum Verkäufer, ohne wenn und aber. Es musste endlich passieren.

Auch an diesem Abend hatte ich nur Stress mit diesem Ding. Es war unerträglich.

Menschen machten Fehler, ich auch, wie man sah.

Müde und erschöpft ging ich in mein Zimmer, legte mich ins Bett und dachte über meine zu schnell vergangenen Ferien nach, was hatte ich gemacht ? Gechillt ! Super, Basti. Große Klasse.

Heute war Samstag, der vorletzte Ferientag. Warum musste alles so schnell zuende gehen? Ich hatte so eine gute Beziehung zu meinen Ferien und zu meinem Bett. Es war alles wundervoll.

Aber nun gut, irgendwie würde ich es auch schon schaffen. Aber erstmal schlafen.

Doch...es ging irgendwie nicht. Das Armband hatte mich wieder in den Wahnsinn getrieben, es hatte die ganze Nacht über gezogen und gedrückt und sonst alles.

Jedoch machte ich fest meine Augen zu und versuchte einzuschlafen.....






Stasias Sicht:

Okay, dieses Armband musste ab. Egal wie. Ich sollte mich morgen mal mit Basti treffen und darüber reden. Warum kaufte er sowas, wenn er nicht wusste was es darstellen sollte. Nachher war es noch verflucht und ich trug es am Handgelenk.

Ich wusste nicht was bei ihm genau abging, aber bei mir drückte es ununterbrochen, es war langsam einfach nicht mehr lustig.

In der Nacht konnte ich auch kaum schlafen, da ich wegen dem Schmuckstück kein Augen zukriegen konnte.

Früh am Morgen gelang es mir doch noch einzuschlafen.





"Basti, du Spinner. Wach langsam auf, wir haben 11 Uhr Morgens." rief irgendjemand durch das Haus.

Moment? Was? Wer war denn bitte bei uns zuhause?

Nachdem ich meine Augen geöffnet hatte, musste ich panisch feststellen, dass ich mich bei Basti befand.

Und wo war er ? Und warum war ich hier ? War ich so voll, ich hatte doch garnichts getrunken.

Grübelnd begab ich mich ins Bad. Da ich leider nicht in meinem eigenen Haus war, musste ich wohl sein Bad benutzen.

Ohje, ich sah bestimmt furchtbar aus. Langsam drehte ich mich zum Spiegel und ...



"AHHHHHHHHHHHHHHH!"

Gut! Egal wie laut ich war, ich hatte den Schock meines Lebens. Anstatt mich selbst im Spiegel zu sehen, sah ich...


"Basti, ist alles okay bei dir?" Seine Mama oder ... jetzt meine stand im Türrahmen und musterte mich besorgt.

Ich starrte sie nur geschockt an und versuchte langsam zu nicken.

"M-mir ... mir geht's gut... da, da, da war nur ein ... ein Tier..." stotterte ich.

"Jage mir nie wieder so eine Angst ein." Sie schüttelte den Kopf und ging zufrieden wieder zurück.

Was war passiert? Warum war ich in seinem Körper und wie lange würde es dauern? Ich konnte doch nicht singen, ich konnte auch nicht Autofahren oder für ihn zur Schule gehen.

Und er...... Er konnte auch nicht für mich arbeiten gehen. Naja, ich hatte zum Glück eine Woche Urlaub.

Wir hatten also eine Woche Zeit alles rückgängig zu machen.

Als ich immernoch fassungslos in sein Zimmer latschte, klingelte sein Handy, es war ich, also er...


"Ja?" Meldete ich mich..

"WAS IST MIT MIR PASSIERT, WARUM BIN ICH NICHT ICH UND NICHT IN MEINEM ZIMMER???!" Brüllte er. Als ob ich was dafür konnte.

"Denkst du mir geht es besser? Glaub mir, es ist nicht leicht du zu sein, erklär mir bitte wie ich duschen gehen soll?" Antwortete ich nur darauf.
"Hör zu, es muss an den Armbändern liegen! Wir müssen es irgendwie in der nächsten Woche schaffen, sei froh das ich mir Urlaub genommen habe, so musst du nicht für mich arbeiten gehen."

"Cool, ausschlafen. Okay, ich lass mir was einfallen. Benimm dich, ich bin ein toller Junge und will es auch bleiben. Und noch was! Mein Auto ist mein Baby, lass deine Finger davon, du fährst mit der Bahn oder mit dem Bus. Hau rein." Und er legte auf.

Klasse. Schön das er mir auch gleich den Weg zu seiner Schule beschrieben hatte.

Erneut klingelte mein Handy. 'Bro ruft an' Achso. Ja, schön, wusste aber nicht wer gemeint war.

"Ehh jaa?" Ich klang richtig unsicher, top.

"Bruuuuuuuder. Lass uns treffen, ich hab heute was fettes vor." Okay, die Stimme konnte ich keinem den ich kannte zuordnen.

"Eh, von mir aus......Bruder." ich musste mich doch wohl anpassen.

"Alles okay? Du klingst irgendwie verpeilt?" Er lachte und ich tat so als sei es auch lustig.

"Okay, 15:00 Uhr bei mir. Und sei bitte pünktlich."

"Moment ich..." er legte auf.

Nein! Woher sollte ich denn wissen wer das jetzt war und wo er wohnte?

Stress pur und das am frühen Morgen.


"Basti? Fährst du mich nach Hause? Ich bin gestern mit Mamas Auto hergekommen. Muss wieder zurück, also komm." Wie sollte ich denn Florian nach Hause fahren?

"Ehhh nimm den Bus! Der kommt auch gleich, glaub ich" da ich Bastis Auto nicht fahren durfte und konnte, musste ich Florian wohl vom Busfahren überzeugen.

"Boah, wie faul du bist. Dann leih mir dein Auto, okay?" Er verdrehte die Augen, nachdem ich ihm zugesagt hatte und ging weg.

Die Zeit verging schneller als ich dachte und wieder störte mich einer. Der Bro mal wieder, wer auch sonst?

"Alter? Hallo? Wir haben halb vier, wo bleibst du ?" Fragte er mich sauer.

"Kann ich dich mal was fragen?"ich musste es doch einfach wissen.

"Hau raus." Kam von ihm nur.

"Ähhhh...Wer bist du?" Fragte ich vorsichtig nach, es war mir so peinlich.

"War es grad dein Ernst, Sebastian?" War das hier eine Fragerunde?

"Nein, ich wollte es nur nochmal wissen, weißt du ....es ist ein Spiel ich...ich wollte es eben wissen, so ein Spiel, halt ..komm spiel mit, sag wer du bist und ich sag dir dann wer ich bin. Kennst du denn das Spiel nicht?" Nötig und sinnlos. Ich war sehr ideenreich.

Der Tag war der reinste Horror. Ich hatte nur gehofft das Basti nichts anstellte.








Bastis Sicht:

Irgendwie hatte ich es geshafft mich mit ihren Freundinnen zu verabreden. Musste mir erst den Weg beschreiben lassen, da ich nicht wusste wohin.

Da ich nicht wusste wie sie aussahen, lief ich erstmal an ihnen vorbei.

"Hallo? Hier sind wir. Bist du am träumen?" Lachten die hinter mir, ich drehte mich um und setzte ein Lächeln auf

"Hallo, ...Freunde!" Sie sahen mich an als wär ich ein hässlicher kleiner Alien.

"Na los, schlag vor, was wolltest du heute machen?" Sie sahen mich an und erwarteten eine Antwort.

"Oh...mir egal. Wir könnten ein Bier trinken gehen." Verdammt, dumm und dämlich war ich.

"Bier trinken?" Sie sahen nur verwirrt hin und schlugen shoppen vor.

"Oh, nö." Erneut hatte ich alle Blicke auf mir kleben. "....Äh, ich hab ..mein Handy zuhause vergessen. Lasst uns gehen, worauf wartet ihr ."

Erst gingen die in ein Supermarkt und kauften sich Schokolade und Chips, an einem Zeitungsstand blieben sie stehen und sahen sich ein paar an.

"Oh Gott, den gibt's auch noch?" Eine von denen hatte eine Zeitung in der Hand und zeigte auf mich.

"Sebastian Wurth ! Allein der Name ist zum wegschmeißen." Lachte die Andere.

Okay, ich war mehr als sauer, ich könnte ausrasten.

"Ich mag ihn, er kann gut singen." Verteidigte ich mich selbst.

Alle fingen an laut zu lachen. "Der war gut!"

Spinnerinen !!! Ich wollte einfach nur wieder ich selbst sein.

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