Mittwoch, 12. Dezember 2012

11. Ich bin nicht dumm - ich weiß nur nicht alles

"Sie sind zu spät." Blitzmerker die Lehrer.

"Ach was? Echt?" Ich verdrehte meine Augen und nahm neben Filipe platz.

"Pssst. Hast du die Flyer verteilt?" Stupste er mich an und nervte mich wieder mit der Frage.

"Nein. Nein. Nein. Noch Fragen?" Angenervt blickte ich nach vorne und hörte dem Lehrer zu. Naja, ich tat so als ob.

"Wie ihr bereits alle wisst, muss sich jetzt jeder von euch ein Praktikum suchen. Diesmal such ich was für euch aus."

Alter, der Typ hasste mich. Wenn es nach ihm ginge müsste ich wahrscheinlich als Metzger arbeiten, wenn nicht sogar bei der Müllabfuhr.

Dann war er so nett und verteilte uns die Plätze. Filipe beim Arzt, ja ich war neidisch. Joe beim Rechtsanwalt und ich?...

"Kindergarten?! Ihr ernst??" Warum hatten die anderen so einen geilen Platz und ich musste in den Kindergarten !

"Das würde zu dir passen." Nickte er und war aus der Sache raus.

Zuhause erzählte ich alles meiner Mama. Die sah die Sache aber nicht so schlimm wie ich es tat.

"Ist doch schön mit kleinen Kindern zu sein." War ja klar das sie so redet. Die ist auch eine Mutter und ich war auch ein süßes Kind.

"Jetzt geh dahin, stell dich vor und frag ob du ein Praktikum dort machen kannst." Sie schob mich zur Tür, wie schnell sie mich doch loswerden wollte.

Während meine Kumpels bereits alle ein Schönheitsschläfchen hielten, durfte ich den Kindergarten hier besuchen.

Zum Glück wat hier im der Nähe eins. Spontan und ganz ohne Vorbereitung marschierte ich rein und sprach irgendeine Frau dort an.

"Tschuldigung? Ich hab eine Frage. Kann ich hier ein Praktikum machen?"

"Du musst zu der Leiterin. Das Büro von ihr findest du rechts um die Ecke."
Navigierte sie mich, ich bedankte mich bei ihr und lief den Weg entlang.

Ohne anzuklopfen ging ich rein. Warum? Warum tat ich das?
Grade als ich mich umdrehen und wieder gehen wollte, wurde ich von ihr aufgehalten.

"Kann ich Ihnen helfen?" Fragte sie mich freundlich.

"Eh.. ja Hi. Ich wollte fragen ob ich hier ein Praktikum machen kann?" Ich bereitete mich schon auf ein Nein vor.

"Hm... ja. Du kannst erstmal einen Probetag machen. Wir gucken wie du so bist und dann schauen wir weiter." Schlug sie vor. Ich machte mir ihr den Probetag für morgen aus. Also durfte ich morgen hierhin latschen und arbeiten. Okay, kein Problem.

Wie versprochen ging ich am nächsten Tag nich in die Schule sondern in den Kindergarten. In der Schule hatte ich heute Morgen angerufen und von meinem kleinen Erfolg erzählt.

Ich wurde in die Gruppe 'Wolke' gesteckt und musste mich da erstmal mit den Kindern bekannt machen.

Zuerst sah ich mich um, als ich dann zwei spielende Kinder sah, ging ich zu ihnen rüber und quatschte sie an.

"Hi Freunde!" Lächelte ich freundlich.

"Du bist aber ein großes Baby." Zeigte eines der Kinder auf mich und lachte.

"Ich bin nicht zum Spielen hier. Ich arbeite bei euch." Erklärte ich.

"Spielst du auch zuhause Ballerspiele?" Hinter mir stand ein 5-jähriger Junge, so sah er zumindest aus, und fragte mich ob ich Ballerspiele spiele???

"Nein, ich spiele Fifa und Gitarre." Gab ich an.

"Du bist doof." Er beleidigte mich eiskalt. Was ging denn bei dem falsch?

Die drei Jungs liefen rein, weil es was zu essen gab und ich durfte mitessen. Jackpot.

Ich setzte mich an den Tisch, neben mir saßen zwei kleine Mädchen und starrten mich an.

"Können wir gleich deine Haare machen. Wir machen unserer Puppe Emily auch die Haare." Sie schien ganz nett zu sein also stimmte ich ihr zu.

Nach dem Essen ging ich mit den Mädchen mit in die Spielecke. Die zwei zeigten mir dann ihre Puppe Emily. Die sah aus als hätte man ihr die Haare rausgezupft und wieder drangeklebt.

Meine armen Haare !!!!!!!!

"Eh, können wir morgen meine Haare machen? Ich...ich.." ich sah mich um und bemerkte wie sich ein Zimmer weiter zwei Jungs streiteten.

Der Streitschlichterinstinkt machte sich bemerkbar, sofort eilte ich dem Kleinen zur Hilfe.

"Was ist hier los?" Fragte ich den kleinen Schläger.

"Er ist dumm. Er hat gesagt, das Spiderman doof ist !" Nicht sein ernst oder?

"Ist er auch, ist er auch!" Sagte der andere und streckte seinem Feind die Zunge raus.

"Ey hört doch mal auf, ne.." sagte ich in der Hoffnung die hören gleich auf.

"Du bist doof !" Der Junge streckte nun auch mir die Zunge raus und ging weg.

Tja, Streitschlichter läuft. Dafür sollte ich mal einen Preis kriegen.

Als es dann soweit war, verabschiedete ich mich von den Kleinen. Die wollten nicht das ich gehe. Die hatten sich sogar meinen Namen gemerkt.
Auch wenn es nur ein "Bassian" war, war aber nah dran. Die Kinder lernten schnell.

Nach einem anstrengenden Tag kam ich erschöpft nach Hause und wollte schlafen.

"Schatz? Du musst los. Gottfried wartet an der Bushaltestelle auf dich." Informierte mich meine Mutter.

"Ehm, was macht er an der.." fing ich an meine Frage zu stellen, doch meine Mama wollte mich mal wieder loswerden.

Keine freie Minute heute gehabt.

Von weitem erkannte ich schon, das an der Haltestelle eine gewisse Person auf mich wartete.

"Heyo" ich hob meine Hand für ein high-five unter Freunden.

"Also, ich hab heute viel vor" quatschte er drauf los und ignorierte mein high-five gekonnt, also ließ ich meine Hand durch meine Haare gleiten um nicht so ganz dumm auszusehen.

"Und was genau?" Fragte ich nach und warf ihm verwirrende Blicke zu.

"Wir werden erstmal joggen." Umd weg war er. Warum ausgerechnet ich ?

"Lauf, lauf, lauf." Rief er und rannte weiter.

Ich blieb stehen, weil ich null Bock auf sowas hatte. "Was soll das bringen?" Fragte ich ihn sauer.

"Ein bisschen Training. Du sollst doch nicht nur gut singen sondern auch gut aussehen. Und ein bisschen Training kann deinem Bauch nicht schaden."

Danke, Blödmann!

Dienstag, 11. Dezember 2012

10.Bastis Sicht - welcome to my life.

Schule aus, Micky Maus - ich geh nach Haus'. War ich ein Poet oder was ? Ja. Also wenn es mit der Gesangskarriere irgendwann mal nicht klappt, werde ich ein Poet, in der Hoffnung das meine Fans Gedichte von mir lesen.

"Bruder, Tschö. Meld dich mal, wenn du die Flyer verteilt hast." Filipe schlug mir auf den Rücken und ging zu seinem Auto.

Flyer, Flyer, Flyer. Konnten die mich damit nicht einfach in Ruhe lassen?

Nachdem ich mein Auto fand, stieg ich ein, machte meine Musik laut und fuhr durch die Straßen von Wipperfürth.

Als ich zuhause ankam, parkte ich cool mein Auto, schloß die Tür auf und begrüßte meine Mama..

"Was gibt's zu essen?"

Meine Mama schien nicht grade erfreut über meine Begrüßung zu sein. "Mach dir was."

Jetzt durfte ich mir auch noch selbst was zu essen machen. Hallooo? Ich kam von der Schule, ich war vielleicht totmüde ?

Egal, Sandwich läuft. Hungrig lief ich zum Kühlschrank, öffnete diesen, starrte 10 Minuten sinnlos rein und schloß ihn wieder.

Keine Lust, keine Kraft, keine Zeit. Ich hatte ein Date mit meinem Bett.

Jajaja, ich hatte mein Bett so ziemlich vermisst. Kaum lag ich drin, meldete sich mein Bauch. Hunger hatte ich immernoch, konnte mich aber nicht bewegen.

Wofür gab es die schlaue Erfindung namens Handy.

Dieses zog ich schnell raus und schrieb meiner Mama eine SMS.

"Mama, mach mir bitte ein Sandwich mit Käse und Gurken und Salat. Aber keine Tomaten. Die mag ich nicht so. Am besten jetzt sofort. Ok? Danke du bist die Beste ! :-*"

Nach einer dreiviertel Stunde bekam ich endlich ein Lebenszeichen von ihr.

"Florian?" Die Mitteilung musste ich mir erst drei mal durchlesen, bis ich endlich den Durchblick hatte.

"Basti, aber nicht schlimm. Speicher endlich meine Nummer!"

Nach einer Weile stand meine Mama im Zimmer und sah mich mit dem berühmten 'nicht dein ernst'-Blick an... oder vielleicht auch der 'du bist gleich tot'-Blick.

"Hi"

"Sebastian? Werd erwachsen und mach dir dein Brot selbst." Weg war sie. Ich hatte nicht eimal Zeit mich zu verabschieden.

Also manchmal bin ich schon ein lustiger Mensch. Und ein süßer !

Im Schneckentempo bewegte ich mich in die fucking Küche. Oh sorry für den Ausdruck. Naja, war so....

Mein Bruder stand auch in der Küche. Hatte der Alte kein Zuhause? Wir haben schon extra ein Abstellraum aus seinem Zimmer gemacht damit er sich hier nie wieder blicken lässt.

"Mach mir ein Sandwich." andererseits war ich froh das er da war.

"Für 'nen Zehner mach ich dir zwei!" Erpressung!!! Ich fasset nicht !!!

"Drei Euro und ..." ich kramte in meiner Hosentasche "und 'nen Cent" mehr hatte ich leider nicht, ich bin ein armer Schüler.

"Dafür kriegste' 'ne halbe Gurke."

"Und du nix ! "

"Ich will auch nix ."

Mein Bruder war ein .... irgendwas was ziemlich doof ist. So.

Ich musste der Welt beweisen, dass ich es drauf hatte. Also packte ich mir einen Messer, Brot, Käse, Butter und noch ein Brot und gestaltete einen Sandwich. Die Zubereitung dauerte 10 Minuten und auf einmal.... hatte ich keinen Hunger mehr. Was stimmte bloß nicht mit mir?

"Flo? Gibst du mir einen Zehner für das Brot?" Ich hielt ihm mein Sandwich vor die Nase.

"Nicht mal 50 Cent kriegst du von mir. So dahingeklatscht wie das ausschaut." Er dreht sich weg und mampfte seine Chips.

Jetzt hatte ich Hunger auf Chips.

"Gib mir drei Chips!" Mit einer ausgestreckten Hand verlangte ich nach der Chipstüte.

"Träum weiter" er gab mir die leere Tüte in dir Hand und zwang mich dazu sie wegzuwerfen.

Warum musste ich so einen Bruder haben? Es gab so viele tolle Brüder auf der Welt und ich bekam den hier.

Mies gelaunt lief ich in mein Zimmer und setzte mich an meine Hausaufgaben. Schaltete dabei das Radio an. Ein bisschen Unterhaltung durfte sein.

'So, ihr da draußen in 10 Tagen ist es endlich soweit. Der Weltuntergang. Habt ihr euch schon drauf vorbereitet? Alles gepackt und euch einen sicheren Ort gesucht? Denn lange ist es nicht mehr....'

Der Typ im Radio redete weiter aber ich war in meinen Gedanken ganz weit weg.

Weltuntergang?

Am nächsten Morgen schlief ich aus bis ich von meiner Mutter geweckt wurde.

"Sebastian!!! Wir haben acht Uhr. Was machst du im Bett, du hast Schule, Kind!"

"Frohe Weihnachten. Nö, Mama. Ich geh nicht mehr in die Schule." Antwortete ich selbstbewusst.

"Wie du gehst nicht mehr zur Schule? Basti heute ist der zwölfte Dezember." Fragte sie mich fassungslos und erinnerte mich an das Datum, als sei icb doof. Dat wusste ich auch, ich hatte einen Adventskalender. Diese Fragerei am frühen Morgen...grrrrr.

"Mama? Die Welt geht in neun Tagen unter. Wofür lerne ich dann noch? Außerdem feiern wir jetzt Weihnachten. Ich steh gleich auf und geh zum Bungee jumping. Und am 21. fackel ich meine Schule ab." Lachte ich. Das Lachen verging mir aber, als meine Mama mich ernst ansah.

"Und am 22. Dezember hast du keine Zukunft mehr und kriegst eine Anzeige. Jetzt steh auf und mach dich für die Schule fertig !!" Meine Mama konnte einem alles verderben.

Mies gelaunt bewegte ich mich ins Bad. Der Tag war schon so richtig im Arsch.

Montag, 10. Dezember 2012

9. Bastis Sicht - Schule ist toll.

Heute ging es wieder los. Schule. Wie immer spät dran und totmüde, fuhr ich zur Schule. Auf dem Pausenhof war wieder der Krieg ausgebrochen. Die kleinen Fünftklässler liefen durch die Gegend.

Schnell versuchte ich an denen vorbeizurennen, ohne Erfolg. Als ich kurz stehen blieb, wurde ich von einem aus der Fünften und seiner tollen 4YOU umgeworfen.

"ALTER! Kauf dir mal einen Rucksack der nicht so groß ist wie du!" Schnauzte ich ihn an.

Der Angesprochene verzog beleidigt das Gesicht und zeigte mir den Finger, den keiner so gerne sehen würde.

Wie frech die Kleinen heutzutage waren. Ich war nie so! Ein liebes Musterkind.

"Ohhhhhhh was ein schöner Moooorgeen! " begrüßte ich gesanglich meine Freunde.

"Basti, lass et. Wir haben Kopfschmerzen!" Meine Freunde sahen aus wie Zombies.

Lag wohl daran das heute Montag war. Der schlimmste Tag in der Woche neben Dienstag, Mittwoch und Donnerstag.

"Herr Wurth, nehmen sie bitte Platz." Bat mich mein Mathelehrer.

"Okay, okay." Ich setzte mich hin und starrte zur Tafel, mit dem aufgesetzten ich-weiß-alles-Blick

"Ich hoffe doch sehr, das die Hausaufgaben gemacht wurden. Diese brauchen wir auch nicht zu kontrollieren." Der Lehrer drehte sich zur Tafel und ich feierte mich ab.

Joo, weder ich noch meine Jungs hatten die gemacht. Alle waren erleichtert.

Doch um nicht aufzufallen, seufzte ich kurz "Och wie schade."

Mein Mathelehrer drehte sich zu mir und sah mich schief an.

"Gut dann kontrollier ich sie doch." Er fing an eine Runde zu drehen.

Scheiße, scheiße, scheiße. Meine Freunde sahen mich an, als würden die mich gleich aus dem Fenster schmeißen.

"Herr Wurth, Ihre Hausaufgaben, bitte!" Ich erschrack, als ich ihn vor mir stehen sah.

"Eh..eh...eh... eh..." Große Fresse davor gehabt und jetzt fällt dir nix ein? Sebastian du schaffst es immer wieder.

"Nicht gemacht? Schlecht !" Er notierte sich alles und ging weiter. Joe und Filipe rannten zum Mülleimer um "ihre Bleistifte zu spitzen".

"Könntet ihr beiden zurückkommen, ich glaub nicht das eure Kugelschreiber angespitzt werden müssen." Mein Lehrer hatte einfach alle im Blick.

Die beiden gingen langsam an ihren Platz zurück und zeigten ihm ihre ungemachten Hausaufgaben.

Nach diesen zwei Horrorstunden, begaben wir uns runter in die Pausenhalle.

"Danke Basti Wurth." Sagten die Zwei gleichzeitig.

"Danke schöner Basti Wurth hätte gereicht!" Grinste ich die an.

"Ich mach gleich Wurst aus dir!" Sagte Joe sauer und verzog sich aufs Klo.

"Leute, Leute!!" Ein Junge kam angerannt und sprang vor unseren Augen auf und ab.

"Chill. Was gibbet?" Filipe sah ihn wenig begeistert an.

"Was ist mit dem Abi Battle? Habt ihr schon was? Unsere Schule muss gewinnen. Verteilt Flyer, Briefe, Fotos. Alles was geht. 10.000€ ist eine Menge Geld. " er war ganz aus dem Häuschen.
Das war nur ein Wettbewerb. Auf der Schule sind nur Geldgeile.

"50 Liter Freibier. Leute kommt. Wird zu schaffen sein!"

Freibier? Bin dabei.

"Ich hab schon angefangen. Aber ich weiß nicht mehr was ich tun soll." Filipe zuckte mich den Schultern.

"Leute das ist unsere Chance. Wir müssen unsere Schule bekannt machen." Der Junge war sehr von uns überzeugt.

"Soll ich singen? Ich kann meine Fans dazu bringen abzustimmen" schlug ich vor.

"Fans benachrichtigen - gut. Singen? Bitte nicht. Ihr wisst was zu tun ist. Bis dann" Und weg war der unfreundliche Typ.

Filipe verließ die Pausenhalle und ich verlor ihn aus den Augen. Joe kam vom Klo wieder und forderte alle dazu auf für die Schule abzustimmen. Auf dem Klo wurde also schon auch davon berichtet. Die Schule ist schnell.

Es klingelte und alle liefen hoch. Wir hatten jetzt eine Freistunde. Freistunde nutzen die Streber um zu lernen und Hausaufgaben zu erledigen. Ich sah die Stunden eher als gechillt um zu essen oder ein Nickerchen zu machen.

Kaum war ich in der Klasse, wurde das Thema Abi Battle angesprochen.

"Wie wärs mit einem Maskottchen?" Schlug eine schlaue Schülerin vor. "So ein Bär oder etwas."

"Ich wäre für einen Löwen." Sagte einer der selbst einem Löwen ähnelte.

"Ja und woher kriegen wir das Kostüm?" Fragte Filipe, bekam jedoch keine Antwort. "Flyer verteilen, ist das einzige was wir machen können. Jeder macht davon ein Foto und wir erstellen eine Collage. Das müssen wir doch eh bei Facebook posten. Dann wird abgestimmt."

Klang alles schön und gut. Aber ich war jetzt schon angenervt von dieser ganzen Aktion. Wettbewerb ist Wettbewerb, man muss es nicht so übertreiben.

"Hier Homeboy" Joe drückte mir Flyer in die Hand. "Bring das an die Leute, die Woche mal."

"Keine Lust." Kaum hatte ich das gesagt, wurde ich von jedem angestarrt als hätte ich eine ansteckende Krankheit.

Ich fand immer die passendsten Worte....

8. Bastis Sicht - dicke Party...

Wir chillten nun in Filipes Zimmer. Irgendwie wollte er uns beweisen das es Geister gibt, doch als er schon allein dran dachte, hatte er zu große Angst vor. Spinner.

"Was machen wir jetzt sonst so?" Fragte ich gelangweilt, während ich ein Eis am essen war, das ich einfach so bei Filipe im Gefrierfach gefunden hatte.

"Wie wärs mit fetter Party? Kommt wir laden unsere ganze Schule ein!" Joe hatte immer Partys geschmissen, wenn ihm langweilig war.

"Es ist mein Haus ! Wenn es am Ende wie ein Bombenfeld aussieht, schmeiß ich alle raus!" Meckerte Filipe.

"Jajajajajaja." Joe griff nach seinem Handy und rief seine ganzen Bekannten an. Er tätigte so um die 30 Anrufe.

Ausgerechnet heute hatten alle Zeit.
Da wir kaum noch Bier hatten, forderte er alle auf etwas mitzubringen.

Nach knapp einer Stunde kamen alle an. Yes, wir hatten nun genug Bier, Vodka und Wein für ganze drei Monate.

Eine weitere Stunde verging und ich war ziemlich angetrunken. Nach 3 Bier. Ich versuchte mich zu chillen und so zu tun als sei alles easy.

"Alter, wie viel hast du getrunken? Du siehst aus als hättest du die härtesten Drogen genommen." Lachte Joe und ich lachte auch, warum auch immer.

"So 10 Bier?" Ja, ich musste übertreiben. Immerhin wollte ich einen auf hart tun.

Als langsam alle betrunken waren, hockten sich die meisten hin und chillten. Der Rest tanzte - ohne Musik. Den war wohl nicht aufgefallen, dass die Anlage kaputt war.

"I believe I can touch the sky, I see you tonight and today and so on... and I believe I can fly to the sky." Sang ich mal wieder ohne den Songtext zu kennen.

"Lass...es. Du kannst nich einmal den Text, Digger" sagte Joe, der sich gerade noch so auf den Beinen hielt.

Mir ging es nicht besser, ich schwankte hin und her und bemerkte dabei nicht mal das neben mir ein Mädchen saß.

"Oh. Hi" grinste ich und winkte ihr zu.

"Hi" lächelte sie "ich bin Laura."

Nickend sah ich sie an und grinste wieder. Sie war echt hübsch. Die mach ich mir klar. Hatte ich nicht eine Freundin? Weiß ich doch nicht mehr.

"Gib mir deine Nummer, Lisa." Nuschelte ich während ich nach meinem Handy suchte.

"Laura!" Sagte sie und sah mich skeptisch an.

"Mein ich doch!" Behauptete ich. Mensch, ich kann mir doch nicht tausend Namen merken

Sie diktierte mir ihre Nummer, ich speicherte sie ab unter "Mädchen"

"Soll ich dich nach Hause begleiten?" Fragte ich sie, als sie so langsam nach Hause wollte.

"Nein, danke. Ruf mich einfach an" sie lächelte und ging.

"Tschö, Lena." Verabschiedete ich mich von ihr.

Ich sah auf die Uhr. 5 Uhr Morgens. Oh, ich muss auch mal langsam nach Hause.

"Tschö, Leute. Ich geh nach Hause." Winkte ich meinen Freunden zu. Die das garnicht so richtig mitbekommen haben.

So, wo muss ich überhaupt lang? Da die Straßen dunkel und unübersichtlich waren, ging ich so langsam wie möglich. Ich kam mir vor wie ein besoffener Obdachloser. Ich musste mich echt zusammenreißen. Vorallem zuhause.

Nach einer langen Wanderung durch halb Wipperfürth, kam ich am Ziel an. Doch auch vor der Haustür brauchte ich erstmal eine halbe Stunde um nach dem richtigen Schlüssel zu suchen.

Als ich schon alle durch hatte, startete ich eine weitere erfolgslose Runde.

Bis die Tür aufging und meine Mama mich empfang.

"Oh hi. Alles fit? Was machst du hier?"
Dumm, dümmer, ich.

"Ich wohne hier zufällig. Wo kommst du her?" Jetzt konnte ich mir ein stundenlangen Roman anhören.

"Mama, Mama, Mama. Halt. Ich bin vom Kino." Meine Antworten wurden immer dümmer und gedeutschter.

"Komm rein!" Sie ging vor und ich dackelte hinterher ins Wohnzimmer.

"Hast du getrunken" sie sah mich an, nachdem sie Platz auf der Couch genommen hatte.

"Wasser und Saft. Saft mit Obst." Lügner und ein schlechter dazu.

"Sebastian, guck mich an wenn du mit mir redest." Sagte sie wütend.

Erst jetzt fiel mir auf, das ich eine Wand anquatschte. Vorsichtig drehte ich mich zu meiner Mutter um und grinste sie an.

Ich sah bestimmt aus wie ein besoffener Esel. Zum Glück hatten wir keine Spiegel im Wohnzimmer.

"Geh ins Bett." Forderte sie mich auf.

Na dann. Wie in Zeitlupe entfernte ich mich aus dem Wohnzimmer und suchte nach meinem Zimmer.

Wie ich mich schon auf das Hangover von morgen freue.

Gut gelaunt fiel ich ins Bett und schlief nach einer Sekunde ein ... oder so.

Sonntag, 9. Dezember 2012

7. Bastis Sicht (Teil 2)

.... okay, okay. So wie es aussah war ich immer noch mitgenommen von der ganzen Sache. Mein Kuchen lag unberührt auf dem Teller und lächelte mich an. Aber ich wollte nicht zurück lächeln. Mir war nicht danach.

"Schatz, iss den Kuchen." meine Mutter wollte immer das ich alles aufesse. Nö, diesmal nicht.

"Danke, hab keinen Hunger." ich brachte den Teller mit dem Kuchen in die Küche. Packte mir den Kuchen aber  in eine Dose. Für den Fall der Fälle.

Like a Elefant ging ich den Weg zurück, oder besser gesagt stampfte.

Mein Handy vibrierte mal wieder. Genervt holte ich es raus.

Eine Mitteilung "Hi Basti, du bist heiss, jajaja :o"

Booaah, isset denn wahr? "JA, ich weiß das ich heiß bin!" Super Applaus. Laut gedacht, Sebastian.

"Was? Du bist heiß? Der Junge hat Fieber, holt dem doch etwas." Meine Oma geriet in Panik. Toll.

"Oma, vergiss es. Mir geht es gut." Ich verdrehte die Augen und verliess die Wohnung. Ich musste kurz allein  sein.

Und wieder klingelte mein Handy. Stirb doch einfach.

"Ey lasst mich in Ruhe!  Es nervt einfach nur noch !" ich war fertig mit den Nerven. Es mochte lustig sein. Aber es reichte nun.

"Jo, Bruder. Weiß ich bescheid" sagte Filipe, mein bester Freund. Oh jetzt machte ich ihn schon dumm an.

"Sorry Bruder. Hab echt Stress grade." entschuldigte ich mich bei ihm und ging eine Runde ums Haus.

"Ich fahr grad Bier holen, wir spielen nachher Fifa. Kommste vorbei?" Bier, Freunde & Fifa zocken, was gibt es besseres ? - Bei der Omi sein.

"Geht leider nicht. Bin unterwegs... Auftritte und so..." musste ja nicht wissen wo ich bin.

Kaum hatte ich die Runde gemacht, kam ein Mädchen zu mir an.. sie lächelte. Ich lächelte zurück.

"Hi." Begrüßte ich sie.

Sie schaute mich nur an und gab mir einen Brief. Ich sah sie nochmal verwirrt an, sie zuckte mit den Schultern und hüpfte davon.

Was sollte der Brief jetzt? Sollte ich den öffnen ? Ja.

Ich machte ihn auf und las das Wort. Auf dem Blatt stand : Hi .

Okaaaaaaaay. "Hi zurück." Murmelte ich.

"Basti, verabschiede dich von Oma, wir fahren." Rief meine Mama. Yes, yes, yes. Gleich schnell nach Hause und ab zu Filipe.

"Tschö, Oma. Wir sehen uns !" Sie umarmte/zerquetschte mich und drückte mir einen Kuss auf die Wange.

Nach der Verabschiedung stieg ich ins Auto und wir machten uns auf den Weg nach Hause.

Diesmal machte ich keine Spielchen. Ich wollte ja noch weg. Aber ich war so gut gelaunt, sodass ich laut summen musste. Blieb nicht unbemerkt.

"Geht's wieder los?" Ich kam mir vor wie bei Günther Jauch bei Wer wird Millionär, die 1.000.000€ Frage.
Antwort
a) sag einfach nix und hör auf zu summen
b) entschuldige dich
c) steig einfach aus
d) lächel freundlich und sag : nö.

Eindeutig d).

"Was heißt hier nö? Provozierst du mich grade, Sebastian? Darüber reden wir in zuhause in Ruhe."

Dumdumduuuum, verkackt. Ups. Egal. Man trifft nicht immer die richtigen Entscheidungen.

Wir kamen zuhause an und ich raste schnell nach oben, zog mich um und flitzte zu Filipe.

So schnell bin ich noch nie in meinem Leben gerannt. Kurz vor seiner Haustür latzte ich hin und lag da. Aufstehen? Niemals.

"Bruder? Hast du kein Bett?" Lachte Filipe als er die Tür öffnete.

Schnell rappelte ich mich auf und trat ein. In seinem Zimmer saßen meine anderen zwei Kumpels.

"Alles fit?" Fragte ich die und verteilte mentale high-fives. Natürlich waren meine Freunde einmalige Spätchecker und verstanden den Sinn nicht.

"Leute. Ich hab Bock auf Kino." Schlug Filipe vor.

"Klingt gut." Stimmte Joe zu .

Ja dann halt doch kein Fifa Abend. Da das Kino nicht weit Weg war, latschten wir zusammen hin.

"Welchen Film sehen wir uns an?" fragte Joe, als wir uns die Auswahl ansahen.

"Ich wäre für den hier" Filipe zeigte auf einen Horrorfilm, es ging hauptsächlich um Teufel und Exorzismus.

"Nicht dein Ernst?" Lachte ich. "Du willst sowas sehen? Du glaubst doch daran?"

"Ja, ich glaub auch dran." Bestätigte Filipe.

"Pass auf, nach dem Film verfolgen dich böse Geister." sagte Mike

"Hör auf, der macht sich gleich in die Hosen und das bevor er den Film gesehen hat." Lachte Joe.

Filipe verdrehte die Augen und ging an die Kasse um die Karten zu kaufen.
Nachdem das alles erledigt war, gingen wir in den Kinosaal und nahmen Platz.

Ich konnte Filipe die Anspannung schon ansehen. Das fand ich immer so lustig, er glaubte auch an alles.

Nach dem Film gingen wir zusammen nach Hause. Joe und Mike unterhielten sich die ganze Zeit über den Film und machten Witze. Filipe konnte da nicht mitreden, weil er die meiste Zeit nicht hingesehen hat.

"Ihr wisst schon das alles wahr ist. Es gibt wohl Geister." sagte Filipe dazu.

"Das ich nicht lache. Es gibt keine Geister! Wach mal auf." Lachte Joe und Mike lachte auch mit.

"Gut. Ihr übernachtet eh bei mir. Dann werde ich es euch beweisen." Grinste Filipe

Ich hatte Angst. Okay, Basti. Sag du hast keine Zeit.

"Ich übernachte auch bei dir, hab doch keine Angst!" Idiot. Ich bin ein Trottel.

Hätte ich mich bloß nie drauf eingelassen........

Montag, 3. Dezember 2012

6. Bastis Sicht

Ja ja ja ja. Ich hatte nun eine Freundin, ich hatte es geschafft. Ging diesmal aber schnell bei mir. Das musste ich natürlich erst einmal meinen Freunden berichten.

"Hey, alles klar?" Meldete sich die Stimme meines besten Freundes.

"Ey, Bruder hör zu..." fing ich an, doch ich kam nicht weiter...

"Verarscht. Hinterlass eine Nachricht nach dem Signal, das ist nur die Mailbox."

Oh, toll. Da will ich grad was erzählen und sein Handy ist aus. Egal, dann unternehm ich mal was mit anderen.

"Schatz, zieh dich an, wir fahren zu Oma." informierte mich meine Mama und verschwand wieder.

"Die wohnt doch eine Tür weiter ?" Bestimmt war die andere Oma gemeint. Und die war wirklich nicht gerade sehr einfach. Ich freute mich schon tierisch drauf sie wieder zu sehen - nicht.

"Wirds bald, wir haben keine Zeit !" Hetzte mein Vater und ging ebenfalls aus dem Haus.

Man hat hier nicht einmal seine Ruhe. Immer kommt etwas. Wie immer zog ich mich zum 10ten mal am Tag um und latschte runter zum Auto. Heute kann mein Baby Pause machen, da wir mit Papas Auto fahren.

Keine 20 Minuten später, gerieten wir in ein Stau. Jackpot.

"Hättest du dich beeilt wär das nicht passiert." Meckerte mein Vater, dessen Blick auf die Straße gerichtet war. Da er keinen ansah fühlte ich mich nicht angesprochen.

"Mit wem redest ..." in meinem Leben ließ mich keiner aussprechen, also auch diesmal nicht...

"Sebastian, du warst gemeint!" mein Vater unterbrach gerne, ich weiß nicht, vielleicht machte es ihm sogar Spaß...

Meine Mama schaltete das Radio an, anscheinend war ihr langweilig. Mir allerdings auch.

Es lief grade stand by me, von John Lennon. Wie gut ich doch war und so gut bescheid wusste.

"And darlin' darlin' staaand byyy meee, oh-oh-oh staand by mee. Uhhh staaand byyy mee..."

"Basti Schatz, bitte tu mir den Gefallen und lass es sein. Danke." meine Mutter schüttelte den Kopf und nahm ihre Hände runter, mit denen sie zuvor ihre Ohren zuhielt.

Ich war beleidigt. Meine Stimme war doch toll. Die sollen sich nicht anstellen. Ich bin doch besser als jedes Radio.

Wir standen mittlerweile eine Stunde im Stau. Da ich nie lange ruhig sitzen kann, wollte ich was machen.

"Mama, sollen wir ein Spiel spielen. Das ist ganz simple. Ich sage zum Beispiel Mama, so jetzt musst du einen Namen mit A nennen. Leg los." Ich wartete gespannt drauf, bis meine Mama was sagt.

"Sebastian, bitte." sagte sie genervt.

Egal.  "Mama, du scheinst es nicht verstanden zu haben. Egal, ich mach's vor. Hmm, N... Niklas. Du bist dran mit S "

"Sebastian!!" Sie schaute jetzt auch auf die Straße und zwar noch genervter als mein Vater.

"Richtig!!!! ...Okay, ich hör auf." Ich war still, nachdem ich einen wütenden Blick von meiner Mutter zugeworfen bekommen hatte.

"Wieso hast du mich eigentlich Sebastian genannt? Gab es einen Grund? Oder findest du den Namen schön? Oder einfach nur weil..."

"So wenn du noch einmal was sagst, dann kannst du den Rest laufen." Mischte sich jetzt mein Vater sauer ein.

Wie konnte man nur so ungechillt sein. Also ich hatte Spaß.

Nach drei Stunden waren wir endlich da. Meine Oma begrüßte uns herzlich, ich umarmte sie kurz und zog mir dann meine Jacke aus.

"Oh du bist so groß geworden." Sie tätschelte meinen Kopf.. Ohhh....Haare, Oma...

"Einen centimeter vielleicht, Oma. Vorgestern war ich aber noch genauso groß. " ich richtete meine Haare und folgte ihr ins Wohnzimmer.

Sie hatte dort schon den Tisch gedeckt. Wie immer gab's bei ihr Kaffee und Kuchen. Mein Bruder war auch schon da.

"Kann es sein das du abgenommen hast? Du siehst so dünn aus." Sprach meine Oma mich an und da ich grade in Gedanken versunken war, wusste ich nicht was die von mir wollte, also nickte ich und hoffte das es eine 'ja' -'nein' Frage war.

"Ach Oma, wenn du sehen würdest wie er den Kühlschrank immer attackiert, dann würdest du es nicht fragen." lachte Florian.

Idiot. Aber er hatte schon recht, ich aß zu viel in letzter Zeit. Egal, ist gesund.

"Ja ich hab immer Hunger. Kann ich jetzt ein Stück haben?" Fragte ich sie und zeigte auf den Kuchen.

Sie nickte und ging in die Küche um ein Messer zu holen. Und da klingelte mein Handy. Endlich Freunde !... Die Nummer war mir zwar nicht bekannt, aber egal.

"Ja bitte?" Meldete ich mich...

"OH MEIN GOTT, SEBASTIAN WURTH. AAAAHHHHH!" Kreischten paar Weiber. Mist was ging den jetzt? Die Nummer hatte ich neu, also konnte sie jetzt keiner haben.... oder....

"Bastiiii, du bist voll heiß." Kicherte eine.

Hm, jetzt war mir klar, es hatte auch bisher nur ein Mädchen meine Nummer bekommen. Das Mädchen, dem ich gesagt hab, es soll die Nummer nicht weitergeben.

Enttäuscht legte ich auf und war einfach nur eins : Sauer !

Sonntag, 2. Dezember 2012

5. Kapitel (Stasia's Sicht)

"Ich melde mich bei dir, wenn ich zuhause bin. Versprochen. Bleib aber auch bitte wach, vielleicht ruf ich dich nachher auch an." 

Das waren alles leere Versprechungen. Ich war so enttäuscht von ihm. Hmm, vielleicht musste er aber auch noch was erledigen? Naja, um diese Uhrzeit wohl kaum.

Ich sendete ihm einfach eine SMS, vielleicht hatte er mich bereits schon vergessen. Warum hatte ich mir denn auch Hoffnungen gemacht ?

Den restlichen Sonntag verbrachte ich im Bett, meine Laune war unerträglich, ich wollte einfach nur schlafen und keinem mehr begegnen.

"Stasia? Besuch für dich." Meine Mama störte mich immer in den unpassendsten Momenten.

"Moah, okai. Ich bin gleich da." Quälend langsam stand ich auf und machte mich auf den Weg in den Flur um meinen Besuch zu empfangen.

"Hey." Basti stand da und lächelte mich an. Ich war froh ihn zu sehen. Auch wenn ich es nicht zugeben wollte.

"Was machst du hier?" Fragte ich ihn und verschränkte meine Arme.

"Es tut mir leid, ich wollte mich gestern bei dir melden, aber es kam so viel dazwischen und ich habe es völlig vergessen. Ehrlich." Entschuldigte er sich.

Okai, okai. Ich nahm seine Entschuldigung gerne an. Er schlug auch sofort vor was essen zu gehen. Da konnte ich natürlich nicht nein sagen.

Wir verbrachten einen schönen Abend zusammen im Restaurant und anschließend brachte er mich nach Hause, er begleitete mich sogar bis zu meiner Haustür.

"Danke für den Abend, Basti." sagte ich und lächelte ihn kurz an, wand mich daraufhin von ihm ab um nach meinen Schlüssel zu suchen.

"Gerne, ich hoffe es hat dir gefallen." Er sah mich zögernd an und platzierte mir einen Kuss auf die Wange.

Kurz darauf waren meine Wangen so rot wie die Nase vom Rudolph dem Rentier. Ob es mir nun peinlich war oder ich es einfach nur schön fand - das wusste ich nicht. Ich mochte ihn wirklich sehr. Auch wenn ich ihn kaum kenne. Geht wohl doch schneller als gedacht.

"Nun, meine Nummer hast du noch?" Hackte er grinsend nach. Natürlich hatte ich sie. Die Frage beantwortete ich mit einem leichten Nicken.

"Gut. Behalt die auch bitte für dich, ja?" Was dachte er denn von mir ? Als ob ich die Nummer mal einfach so weitergeben würde.

Wir verabschiedeten uns endlich und ich ging rein. Der Abend war der schönste Abend den ich bis jetzt hatte.

Die Woche verging wie im Flug, Basti habe ich am Freitag nochmal gesehen, er ist mal wieder extra wegen mir gekommen, wir haben uns unterhalten und es kam an dem Abend auch zu einem Kuss den ich so wunderschön fand. Besser hätte er einfach nicht sein können. So wie ich es jetzt aufgenommen habe, waren wir jetzt zusammen. Nur leider konnten wir uns nur am Wochenende sehen, da ich nicht viel Zeit hatte hatte. Er ebenso.

Seit Tagen rannte ich schon mit einem zufriedenen Lächeln auf den Lippen. Meiner 15-jährigen Schwester passte es mal wieder nicht, da sie oft neidisch auf mich war.

"Meine Freundinnen kommen gleich, kannst du mir den Gefallen tun und nicht nerven?" Zickte sie rum. Die hielt sich auch oft für was besseres.

Da ich es nicht für nötig hielt mir ihr Gerede anzuhören, traf ich mich mit Vanessa um ihr alles zu berichten.

Sie hatte aber eigene Probleme somit ließ ich es sein und beschloss ihr von Basti und mir erst selbst zu erzählen.

Da ich für sie da sein und sie aufheitern wollte, fuhr ich mit zu ihr. Wollte auch noch vorher meine Schwester Lena anrufen um ihr die Lage zu schildern.

Super, ich hatte mein Handy leider nicht dabei. Ich musste es auf dem Bett liegen gelassen haben.

Egal, was soll schon großartig passieren, gibt ja nix zu verheimlichen...

(Lena's Sicht):

Ohja, endlich wieder was mit meinen Ladys unternehmen. Nur leider war meine Schwester noch da. Die musste ich unbedingt loswerden. Seitdem die mit Sebastian Wurst zusammen ist, ist die komplett abgehoben.

Nachdem sie endlich das Haus verlassen hatte, konnte die Party nun kommen.

So gegen 20 Uhr kamen auch alle zu mir und wir hatten es uns in meinem Zimmer bequem gemacht.

Laura, die Schwester meiner besten Freundin war auch so ein riesen Fan von diesem DSDS- Kind ... wieso eigentlich nur ? Was war so besonders an ihm?

"Ach hört auf mit dem. Ich kann den Namen nicht mehr hören. Meine Schwester heult mir genugdie Ohren voll, dass er sich nie bei ihr meldet."
Erzählte ich von meinen Erfahrungen.

"Nicht dein Ernst? Die hat Kontakt zu ihm? Die hat seine Nummer?" Fragte Laura mich und sah mich an wie ein Auto.

Kommentarlos stand ich auf und marschierte in das Zimmer von Stasia, nahm ihr Handy und suchte Bastis Nummer raus, die war auch nicht schwer zu finden und unter Basti gespeichert.

"Hier bitte, das ist sie!" Sagte ich, als ich mein Zimmer betrat, hielt das Handy dabei an Lauras Gesicht und zeigte ihr die Nummer.

Die und der Rest von meinen Freundinnen notierten sich aufmerksam die Nummer und grinsten breit.

"Jetzt machen wir Party mit Basti" lachte Laura und wählte seine Nummer.

Oh man, das wird ein Spaß - nicht!