Wir chillten nun in Filipes Zimmer. Irgendwie wollte er uns beweisen das es Geister gibt, doch als er schon allein dran dachte, hatte er zu große Angst vor. Spinner.
"Was machen wir jetzt sonst so?" Fragte ich gelangweilt, während ich ein Eis am essen war, das ich einfach so bei Filipe im Gefrierfach gefunden hatte.
"Wie wärs mit fetter Party? Kommt wir laden unsere ganze Schule ein!" Joe hatte immer Partys geschmissen, wenn ihm langweilig war.
"Es ist mein Haus ! Wenn es am Ende wie ein Bombenfeld aussieht, schmeiß ich alle raus!" Meckerte Filipe.
"Jajajajajaja." Joe griff nach seinem Handy und rief seine ganzen Bekannten an. Er tätigte so um die 30 Anrufe.
Ausgerechnet heute hatten alle Zeit.
Da wir kaum noch Bier hatten, forderte er alle auf etwas mitzubringen.
Nach knapp einer Stunde kamen alle an. Yes, wir hatten nun genug Bier, Vodka und Wein für ganze drei Monate.
Eine weitere Stunde verging und ich war ziemlich angetrunken. Nach 3 Bier. Ich versuchte mich zu chillen und so zu tun als sei alles easy.
"Alter, wie viel hast du getrunken? Du siehst aus als hättest du die härtesten Drogen genommen." Lachte Joe und ich lachte auch, warum auch immer.
"So 10 Bier?" Ja, ich musste übertreiben. Immerhin wollte ich einen auf hart tun.
Als langsam alle betrunken waren, hockten sich die meisten hin und chillten. Der Rest tanzte - ohne Musik. Den war wohl nicht aufgefallen, dass die Anlage kaputt war.
"I believe I can touch the sky, I see you tonight and today and so on... and I believe I can fly to the sky." Sang ich mal wieder ohne den Songtext zu kennen.
"Lass...es. Du kannst nich einmal den Text, Digger" sagte Joe, der sich gerade noch so auf den Beinen hielt.
Mir ging es nicht besser, ich schwankte hin und her und bemerkte dabei nicht mal das neben mir ein Mädchen saß.
"Oh. Hi" grinste ich und winkte ihr zu.
"Hi" lächelte sie "ich bin Laura."
Nickend sah ich sie an und grinste wieder. Sie war echt hübsch. Die mach ich mir klar. Hatte ich nicht eine Freundin? Weiß ich doch nicht mehr.
"Gib mir deine Nummer, Lisa." Nuschelte ich während ich nach meinem Handy suchte.
"Laura!" Sagte sie und sah mich skeptisch an.
"Mein ich doch!" Behauptete ich. Mensch, ich kann mir doch nicht tausend Namen merken
Sie diktierte mir ihre Nummer, ich speicherte sie ab unter "Mädchen"
"Soll ich dich nach Hause begleiten?" Fragte ich sie, als sie so langsam nach Hause wollte.
"Nein, danke. Ruf mich einfach an" sie lächelte und ging.
"Tschö, Lena." Verabschiedete ich mich von ihr.
Ich sah auf die Uhr. 5 Uhr Morgens. Oh, ich muss auch mal langsam nach Hause.
"Tschö, Leute. Ich geh nach Hause." Winkte ich meinen Freunden zu. Die das garnicht so richtig mitbekommen haben.
So, wo muss ich überhaupt lang? Da die Straßen dunkel und unübersichtlich waren, ging ich so langsam wie möglich. Ich kam mir vor wie ein besoffener Obdachloser. Ich musste mich echt zusammenreißen. Vorallem zuhause.
Nach einer langen Wanderung durch halb Wipperfürth, kam ich am Ziel an. Doch auch vor der Haustür brauchte ich erstmal eine halbe Stunde um nach dem richtigen Schlüssel zu suchen.
Als ich schon alle durch hatte, startete ich eine weitere erfolgslose Runde.
Bis die Tür aufging und meine Mama mich empfang.
"Oh hi. Alles fit? Was machst du hier?"
Dumm, dümmer, ich.
"Ich wohne hier zufällig. Wo kommst du her?" Jetzt konnte ich mir ein stundenlangen Roman anhören.
"Mama, Mama, Mama. Halt. Ich bin vom Kino." Meine Antworten wurden immer dümmer und gedeutschter.
"Komm rein!" Sie ging vor und ich dackelte hinterher ins Wohnzimmer.
"Hast du getrunken" sie sah mich an, nachdem sie Platz auf der Couch genommen hatte.
"Wasser und Saft. Saft mit Obst." Lügner und ein schlechter dazu.
"Sebastian, guck mich an wenn du mit mir redest." Sagte sie wütend.
Erst jetzt fiel mir auf, das ich eine Wand anquatschte. Vorsichtig drehte ich mich zu meiner Mutter um und grinste sie an.
Ich sah bestimmt aus wie ein besoffener Esel. Zum Glück hatten wir keine Spiegel im Wohnzimmer.
"Geh ins Bett." Forderte sie mich auf.
Na dann. Wie in Zeitlupe entfernte ich mich aus dem Wohnzimmer und suchte nach meinem Zimmer.
Wie ich mich schon auf das Hangover von morgen freue.
Gut gelaunt fiel ich ins Bett und schlief nach einer Sekunde ein ... oder so.
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