Sonntag, 23. Dezember 2012

18. Ihr geht mir alle auf die Nerven.

Jajajajajajaja. Marco war sauer auf mich, na und ? Er kehrte mir den Rücken zu also versaute ich ihm seinen Auftritt. So waren wir quitt.

Mir wurde angeboten da aufzutreten, leider hatte ich meine Gitarre nicht dabei, also keine Chance, nach den Ferien hatten wir das vereinbart. Immerhin.


Gut gelaunt latschte ich durch die Straßen und sah einen kleinen Stand mit viel Ketten und Armbändern. Öde, ich musste meiner Freundin, die ich bereits vergessen hatte noch was holen.


So ging ich zum Stand und sah mir den Schmuck an, irgendwas billiges brauchte ich.


"Wie viel ?" Fragte ich den halbschlafenden Verkäufer und zeigte auf eine schöne Kette.

"150" kurz und knapp war seine Antwort.

"Euro?"

"Cent!" Bekam ich die freche Antwort. Oh cool.

"Sagen sie doch direkt 1 Euro 50." Verbesserte ich ihn.

"Wir sind nicht bei wünsch dir was, die Kette ist ein Erbstück, 150€!" Wie unfreundlich er doch war.

"Ja, jut. Kann ich mit ihnen verhandeln?" Darin war ich gut. Doch der Typ sah mich finster an und schüttelte den Kopf.

"Machen wir 10€, 10 Cent und eine Autogrammkarte von mir. Top Angebot. Weihnachtsschnäppchen." Schien ihn nicht zu beeindrucken.

"Sie zu das du Land gewinnst." Nö, was dachte er sich da eigentlich? Big Boss oder was?

Hartnäckig blieb ich am Stand stehen und sah mich weiter um. Bis ich zwei gleich schöne Armbänder sah. Die musste ich haben. Eins für die und eins für mich.

"Wie viel kosten die?" Fragte ich ihn.

"Die verkaufe ich nicht. Die braucht kein Mensch." Sagte er und drehte sich weg

"Kann ich die einfach so haben?" Warum würde er mir die einfach so geben?

"Nimm mit. Aber sei vorsichtig." Er lachte leise und schlief ein.


Egal, ich hatte zwei Armbänder umsonst bekommen. Zeit um sich endlich mal wieder nach Wochen bei Stasia zu melden.

Ich schickte ihr eine SMS und teilte ihr mit, das ich was für sie hatte und immer an sie dachte. Ein bisschen gelogen war es schon aber egal.

Zuhause packte ich das ganze ein und schmiss es auch zur Seite.
Am letzten Tag noch was besorgt. Klasse, Basti.

Meine Eltern waren auch dabei Geschenke einzupacken. Also ich wollte nur Geld haben, war wunschlos glücklich.


Am nächsten Morgen war es dann soweit. Weihnachten ! Ich warf einen Blick nach draußen. Herbstwetter - Weihnachtsstimmung? Nicht wirklich.

Schnell rannte ich runter zu meinen Eltern, die saßen schon am Tisch und tranken Tee.

"Fröhliche Weihnachten euch allen." Begrüßte ich meine Elteen und umarmte sie.

"Frohe Weihnachten." Sagten beide gleichzeitig.

Nun konnte alles beginnen. Meinen Freunden würde ich sofort was schenken, meinen Eltern erst am Abend. Schnell machte ich mich fertig packte die Geschenke und spielte den Weihnachtsmann. Zwar hatte ich keine Rentiere, dafür aber meinen süßen VW, der war eben cooler. Ich war ein hipster. Weihnachtsmann 2012.

Erst fuhr ich zu Filipe, der mich eigentlich nicht erwartet hatte.

"Hi Filipe, frohe Weihnachten!" Ich umarmte ihn und drückte ihm sein Geschenk in die Hand.

"Oh, danke Bruder. Ich hab auch was für dich. Warte hier." Filipe verschwand in sein Zimmer.

Währenddessen unterhielt ich mich mit seiner Mama über Weihnachten und Ferien.

"So, hier!" Er reichte mir das Geschenk rüber und ich freute mir einen Keks.

So, jetzt musste ich zu Joe. Sein Geschenk hatte ich auch da. Also fuhr ich schnell zu Joe, tauschte mit ihm die Geschenke aus und fuhr zur Stasia.


"Schön, das du dich auch mal wieder meldest." Sie war sauer, verständlich. Doch ich ließ mir nix anmerken.

"Hier ist dein Geschenk." Ich drückte es ihr in die Hand und sie gab mir mein Geschenk, was sie mir gekauft hatte.

Mit einem kleinen Kuss verabschiedete ich mich von ihr und fuhr nach Hause. So war der halbe Tag auch schon um. Unglaublich.

Als ich nach Hause kam, musste ich sofort meiner Mama beim Schmücken helfen.
Die Geschenke legte ich erst einmal ab und dekorierte das Wohnzimmer. Nachdem wir den Tisch gedeckt und alles schön geschmückt hatten, ging ich auf mein Zimmer.

Pünktlich, denn mein Handy klingelte. Es war Stasia, vielleicht hat ihr das Geschenk nicht gefallen.  Egal, ich ging noch schnell ran.

"Hey, Basti. Ich wollte mich einfach mal für das Geschenk bedanken." Sie klang glücklich und zufrieden. Schön , dass es ihr gefallen hatte.

So konnte ich meins auch anziehen, tat ich auch sofort.

"Kein Ding." Kam von mir, ich war viel zu sehr damit beschäftigt das Armbanddranzumachen.

"Das war bestimmt voll teuer." Sie schien sich Gedanken zu machen.

"Nö, war kostenlos. War nix wert." Wie dumm warst du eigentlich? "Ich meine.."

"Du schenkst mir was, was nichts wert ist? So viel bin ich dir also wert? Na danke!" Jetzt war sie angepisst. Wäre sie doch auch wenn es teuer wäre. Ich verstand die Frauen nicht.


Sauer legte sie auf. Was für eine Zicke sie war. Egal, ich ließ mir die Stimmung nicht verderben und ging ins Wohnzimmer zu den anderen.

Es waren schon viele Gäste da und saßen am Tisch. Wie ich doch alle meine Verwandten liebte. Nicht.

"Hallo Basti." Begrüßten mich alle, als hätten wir uns 30 Jahre nicht mehr gesehen.

"Hey." Grüßte ich schüchtern zurück und setzte mich hin.

"Willst du was trinken? Wein zum Beispiel? Oder Vodka?" Schlug ein Cousin von meinem Vater vor.

"Äh.." wollte grade was sagen, da funkte mein Vater dazwischen.

"Er kann nicht so gut mit Alkohol umgehen. Ein Bier reicht ihm vollkommen aus."

Na danke, Papa. Jetzt durfte ich mich hier langweilen, während die anderen vor mir Vodka wie Wasser tranken.

Nach einer Stunde war schon jeder in seiner eigenen Welt.

 Papas Cousin setzte sich neben mich, legte seinen Arm um meine Schulter und fing an zu reden. Das würde nicht gut enden... Kindheitserinnerungen in 5,4,3,2,1 ...

"SEBASTIAN, DU WEIßT DOCH BESTIMMT NOCH DAMALS ALS DU KLEIN WARST...." Er brüllte mir ins Ohr, so als würde ich ihn nicht verstehen, dabei bekamen bestimmt schon die Nachbarn was mit.

"Ja ja ja. Ich war klein und süß. Du brauchst echt nicht so rumschreien." Wies ich ihn darauf hin und sag mir mein Armband an, irgendwie leuchtete es.

"Alles okay, Schatz?" Fragte meine Mama und sah mich besorgt an.

"Jaja alles okay."

Auf einmal hatte ich gar kein so gutes Gefühl, weiß auch nicht wieso, dieses Armband störte mich. Das musste ab.

Ich versuchte die ganze Zeit es abzumachen - ohne Erfolg.

"Mama. Ich muss kurz ins Bad." Informierte ich meine Mutter und rannte ins Bad.

Dort tat ich extrem viel Seife auf meinen Arm, alles nur damit dieses Ding abgeht. Es half gar nichts. Langsam stieg Panik auf.





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