Dienstag, 18. Dezember 2012

15. Will immer noch nach Hause!

Yes. Ich hatte mein unteres Bett. So musste ich nicht jede Nacht Spinnen essen.

Filipe war immer noch zickig. Er lag da auf seinem oberen Bett und starrte zur Decke. Wer war nun die Zicke ? - Er.

Heute konnten wir chillen, da wir erst angekommen waren. So erkundete ich erstmal das Dorf hier. Nach ein paar Minuten hatte ich auch keinen Bock mehr.

In unserem Appartment war es aber auch nicht grade interessant. Filipe hörte Musik und aß Chips, während Fabi und Joe sich gegenseitig Witze erzählten.

"Wusstest du das am Freitag, diese Woche die Welt untergeht?" Quatschte mich Kevin von der Seite an.

"Was du nicht sagst. Ich feier drauf." Nach dem Satz ignorierte ich den Jungen und sah zu Filipe, der mich gekonnt ignorierte.

"Wie lang willst du es durchziehen?" Wollte ich von ihm wissen.

Ich hatte das Gefühl mit einer Wand zu reden. Nice conversation.

"Filipe?" Ich ließ mich nur ungern ignorieren, vorallem von meinem sturen Kumpel.

Nach mehreren Versuchen ihn anzulabern, gab ich es endgültig auf und legte mich seufzend ins Bett. Kurz darauf vibrierte mein Handy.

Nachricht von Mama:

'Schatz, meld dich, wenn du lebend angekommen bist.'

Sie meinte es echt ernst mit mir. Kopfschüttelnd legte ich mein Handy zum Aufladen zur Seite und trat gegen das Bett über mir. Mir war langweilig und ich wollte mit Filipe reden.

"Lass mich, ich bin verzweifelt." Wow. Er konnte sprechen.

"Red doch mit mir, du Blödmann." Und wieder kam nix zurück.

Was für eine Memme. Genervt ging ich rüber zu Fabi und Joe. Die immernoch damit beschäftigt waren, lustig zu sein.

"Frage: Was ist der Unterschied zwischen einem Bein? Antwort: Beide Beine sind gleich lang, besonders das Linke! " und schon kugelten beide fast weg vor Lachen.

Warum war ich von verrückten umgeben? Hatte ich das verdient?

Es klopfte an der Tür. Filipe sprang vom Bett und riss die Tür auf, in der Hoffnung es sei der Pizzaservice.

"Hallo." Unser Lehrer stand da. Filipes Gesicht verzog sich wieder und er ging zurück ins Bett. "Ich hab eine Rallye für euch. Geht los ich und lernt die Stadt besser kennen." Er drückte uns ein Blatt in die Hand und verschwand wieder.

Auf dem Zettel waren lauter Pfeile denen wir folgen sollten. Navi für Arme.
Also machten wir uns auf den Weg. Filipe trottete hinterher lustlos und gelangweilt.

"Finde in der Nähe einen Supermarkt." Fragend sah ich mich um, doch außer Bäume und Häuser war nix da.

"Lasst uns jemanden fragen. Wer von euch kann gut englisch?" Fragte Joe.

Das war meine Chance. Meine Chance mein englisch zu beweisen. Wie durch Zufall kam ein Mann an uns vorbei, den ich sofort anhielt.

"Ehm, sorry? We are looking for the.. eh.. house where you can buy something to eat. We don't know us here out, because we are from the...ehmm..outland."

"Basti? Blamier uns mal nicht. We are looking for a supermarket near here, can you help us?" Unterbrach mich Filipe.

Der Mann verstand ihn sofort, warum auch immer und zeigte uns den Weg.

"Spasti. Ich hasse dich." Ich war sauer auf Filipe.

"Bruder, bleib bei der deutschen Sprache, die du auch nicht grad wirklich beherrschst." Filipe machte auf Boss und führte uns rum. Meine Laune war dahin.

Nach der super anstrengenden Rallye, kamen wir kaputt und müde im Appartment an und gingen erstmal nacheinander duschen.

Als ich endlich im Bett lag, schloss ich die Augen und genoss es endlich mal wieder zu entspannen.

Nach 10 Minuten war jeder am schnarchen, am liebsten hätte ich die alle rausgeschmissen. So konnte ich nicht schlafen.

Doch als ich gerade so müde war, meine Augen zufielen und ich endlich das Gefühl hatte einzuschlafen, wurde ich hellwach. Von einem Geräusch das nur eins bedeuten könnte.....

Ratten!

Schnell setzte ich mich auf und leuchtete mit meinem Handy auf den Boden.

Und da sah ich eine. Eine hässliche fette Ratte.

"AAAH !!! FILIPEE WACH AUF !!!!"

"SPINNST DU?!" Bekam ich als Antwort, von einem geschockten Filipe, der beinahe vom Bett fiel.

Die Anderen wurden auch wach und sahen mich verwirrt an.

"RATTE !!!" ich zeigte angewidert auf die Ratte die unter MEIN Bett kletterte.

"Nein nein nein nein nein. Macht die weg. Weg damit. Weg damit" ich kletterte schnell zu Filipe auf's Bett hoch.

"Alter, hau mal ab. Du wolltest nicht hier schlafen. Jetzt tschö." Er versuchte mich aus dem Bett zu treten, doch ich gab mich nicht geschlagen.

"Geh runter. Kannst das Bett haben. Lass mich hier! Bitte, geh runter" bettelte ich Filipe an.

"Leute die ist weggelaufen. Aus dem Fenster." Informierte uns Joe, der gerade das Fenster schloss.

"Filipe geh runter, das Bett ist deins." Ich zog Filipe am Arm aus dem Bett.

"Ich hasse dich so sehr. Ich hoffe die Spinnen fressen dich auf." Genervt stieg Filipe aus dem Bett und legte sich runter.

Gott sei Dank. Ich esse lieber Spinnen als von Ratten gefressen zu werden.

"Gute Nacht und Sebastian? Halt bitte die Fresse für die restliche Nacht. Ich möchte gerne schlafen." Mit diesen Worten schlief er ein.

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Vorschau für den nächsten Teil (da ich es heute einfach nicht mehr schaffe):-D

Party, Alkohol und Drogen? Niemals. Also Party und Alkohol gerne, aber Drogen - nein, Danke.
Meine Mama war auch schon immer dagegen. Ich hab es ihr versprochen.

"Filipe, was machst du da ?" Fragte ich Filipe als ich ihn dabei beobachtete, wie er sich von einem Fremden Drogen andrehen ließ.

"Man lebt nur einmal!" Bekam ich als Antwort.

"Try it! " der Fremde bat mir auch was an und forderte mich dazu auf auch was zu nehmen.

Wie die Party einfach eskaliert ist. Damit hätte ich nie im Leben gerechnet.

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