Nun, gut. So langsam kam Weihnachten näher. Ich hatte Angst meine Geschenke würden nicht rechtzeitig ankommen.
"Basti, Schatz" rief meine Mama durch das ganze Haus.
"Ja Mama, ich kann nicht fliegen!" Ich griff nach meiner Jacke, zog diese drüber und folgte ihr nach draußen.
Sie wollte unbedingt einkaufen fahren, extra viel Essen für Weihnachten. Diesmal würden wir mit meinem Auto fahren. Hätte ich nie im Leben gemacht, wenn ich gewusst hätte, das alles so abläuft.
"Basti, schnall dich an." Machte sie mich darauf aufmerksam.
"Mama, ich hab grad mal die Tür geöffnet. Bin nicht einmal im Auto." Seufzend setzte ich mich rein, schnallte mich an, richtete den Spiegel und den Rest auch. Meine Mama beobachtete mich auf's Genauste.
Endlich fuhr ich los. Da ich es sehr gut konnte, hatte ich keine Angst davor schnell zu fahren.
"Basti, nicht so schnell! Es können Kinder auf die Straße laufen oder dort liegen" meine Mama hatte schon komische Gedanken.
"Mama, ich weiß schon wie ich fahren muss." So langsam kriegte ich die Krise.
"Sebastian, da ist ein Stoppschild." Ja, hunderte von Metern entfernt. Die machte sich zu viele Sorgen.
Vor dem Supermarkt, brachte sie mir auch noch bei wie man zu parken hat. Am liebsten wäre ich wieder nach Hause gefahren und hätte gesagt sie solle den Bus nehmen, aber so mies bin ich nicht.
Kaum waren wir drin wurde ich schon verführt von Schokolade und Kuchen und Süßem bis zum Ende durch.
Während meine Mama stehen blieb und sich Brot ansah, packte ich lauter Schokolade in den Einkaufswagen.
Vollmilch-, Nuss-, Nougat-, Karamell- und Joghurtschokolade, dann noch ein paar Chipstüten, Käsekuchen, Pudding und Joghurts.
"Sebastian, was machst du da, der halbe Einkaufswagen ist voll. Die Hälfte kannst du wieder zurück bringen" sie packte das meiste aus und drückte es mir in die Hände.
Nein. Damit gab ich mich nicht zufrieden. Warum darf der ganze Spinat und Brokkoli Kram drin bleiben und das Leckerste musste zurück gebracht werden.
Mama hatte keinen guten Geschmack. Sie war ein Bio-Mensch. Das war so.
"Ich mach heute eine Suppe." sie sah mich mit einer hochgezogener Augenbraue an, als ich heimlich eine Pizzapackung in den Wagen legen wollte. Mist.
"Aber ich will keine Suppe. Mama, bitte." Mein Dackelblick verlor an Wert, ich hatte keine Chance gegen sie.
Mist. Ich konnte doch keine Suppe essen. Es war flüssig und macht nicht satt. Im Gegensatz zu einer fetten Pizza, die so lecker aussieht und so gut schmeckt....
"Junger Mann, können sie bitte die Pizza nehmen und Platz machen?" Ein großer Mann stand hinter mir und wollte an das Gefrierfach.
Trauer machte sich in mir breit, als ich die Pizza zurücklegte und wieder zu meiner Mama ging. Wie ein Hund lief ich hinter ihr her.
"Hmm, haben wir noch was vergessen?" Fragte sie mich, nachdem die sich die Einkaufsliste angesehen hatte.
"Ja, Pizza und Pommes." Antwortete ich patzig.
"Schatz, du willst doch auf deine Figur achten." Sie grinste mich an und stellte sich an die Kasse.
Ich stellte mich neben sie und sagte kein Wort mehr. War beleidigt.
Dachte sie ich bin fett? Nein, ich war es ganz und gar nicht.
Mit einem Griff in die Hosentasche, holte ich mein Handy raus und tippte Filipe schnell eine Nachricht.
"Heyo Bruder. Was geht ? Hab mega Langeweile beim Einkaufen. :/"
Sofort versendete ich die Nachricht an meinen besten Freund und wartete auf eine Antwort.
Die Antwort kam erst an, als wir schon zuhause waren. Der Junge war sehr schnell.
"Altaaah, weck mich mal noch früher. Bin am pennen -.-"
Kopfschüttelnd schrieb ich ihm zurück.
"Yo, 17:30 ist früh?? War meine Schaumparty gestern zu hart für dich oder war es eher der Boden? ;)"
Der Junge hatte sie echt nicht mehr alle. Er war ein kranker Typ. So wie ich auch, aber ich war ein Promi. Ja, das war ich.
Nein, quatsch. Ich war ein normaler Junge der grad hier saß und seine Hausaufgaben erledigte.
"Wann ist die nächste Schaumparty? :D bin voll dabei. Dabei sein ist alles. Tschö in da House. Ich schlaf weiter."
Darauf antwortete ich nicht, wollte ihn nicht wecken. Er war schon lustig. Er schlief tagelang durch.
Sonntag, der größte Feind meines Lebens. Aber nicht heute. Ich freute mich sehr auf morgen. Morgen ist die Abschlussfahrt nach Holland.
Doch dieser Tag muss noch überlebt werden. Meine Eltern waren schon seit heute Morgen weg. Wieder sturmfrei. Party hard - okay, nein. Dafür war der Basti zu müde.
Mit großer Freude erreichte ich die Küche und entdeckte da einen Brief auf dem Küchentisch.
-Schatz, wir sind mal wieder weg. Schlaf nicht so lange, packe deine Koffer und bring bitte den Müll raus. Hab dich lieb
Mama.
Jskdjmajdbsjsjjsjsbdjs. Ich kriegte mal wieder einen kleinen Ausraster. Ich wollte den Müll nicht rausbringen. Aber was solls.
Ohne Jacke aber dafür mit einer Mülltüte bewaffnet, ging ich raus und entsorgte das lästige Teil.
Der Weg zurück kam mir viel länger vor. Vor der Tür suchte ich verzweifelt nach meinem Schlüssel. Hatte ich es zuhause gelassen?
Bitte nicht.
Und es war wohl doch so. Verdammter Mist.
"Filipe ? Hi. Ich hab mich ausgesperrt. Hilfe."
Ohje ohje. Wir hatten 12:39 Uhr. Er war sicherlich noch am pennen.
"HAHAHAHAHAHA. OPFER!"
Sein ernst????? Danke Filipe. DANKE!!!
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