Donnerstag, 27. Dezember 2012

19. A,b,c,d,e,f,g - x,y,z . Der sinnloseste Teil hier

Vielleicht war ich so voll, meine Arme sind dadurch fett geworden und ich krieg es nicht mehr ab.

Ach was solls. Mit der Zeit kriege ich es bestimmt schon an. Da ich mir nix anmerken lassen durfte, hüpfte ich schnell runter zu den anderen, die schon gut dabei waren.

Maaaan, ich wollte auch trinken, dieses eine Bier hatte keine Wirkung. Da mein Onkel sehr nett war, setzt ich mich neben ihn und grinste dumm.

"Jung' willste was trinken?" Fragte er mich und reichte mir eine Sektflasche rüber.

Warum nicht? Ablehnen wäre unhöflich. Die Flasche riss ich natürlich an mich, wer konnte da schon nein sagen? Also ich nicht.

Nach einer Flasche kam auch die nächste und ich war voll. Jetzt durfte ich mir wieder bloß nix anmerken lassen. Das würde schwer werden, da meine Mama nix getrunken hat, die trinkt auch eher wenig.

"Schatz? Alles okay?" fragte mich meine Mama besorgt. Sie hatte immer das richtige Timing.

"Ehhh........................was?" Ich sah die leere Flasche an und wartete auf ein Wunder, keine Ahnung worauf genau.

Meine Mutter gab die Hoffnung auf und verschwand in der Küche, kam nach einer Zeit mit Tee und Kaffee wieder, dann holte sie noch den Kuchen dazu, den sie vorher zusammen mit mit ihr gebacken habe - okaaaay, hab nur den Löffel abgeleckt. Dabei sein war eben alles.


"Haa-appy Birthday to youuu-uuu-uu " sang ich, wegen dem Kuchen, alle sahen mich aber an, als wäre ich hässlich. "Wer hat Geburtstag?"


"Sebastian, der Kuchen ist nur so zum Tee. Heute hat keiner Geburtstag , wir haben Weihnachten."  Klärte mich meine Mama auf.

"Ooooh, okay okay. Ich kann auch anders. Oh Weihnachtsmann, oooh Weihnachtsmann..wie" doch bevor ich weiter singen konnte, unterbrach mich mein Bruder, angeblich wegen Verursachung von Ohrenkrebs.

Penner. Tief in meinen Gedanken war ich depressiv.

Hier bekam ich einfach mal so gar keine Aufmerksamkeit.



Mein Handy klingelte, juhuuu Unterhaltung rief.

"Ja, Hallo. Hier spricht Basti Wurth, ich bin 18 Jahre alt ..."

"Halts Maul, Bruder. Ey, warum schenkst du mir eine Handytasche mit deiner Fratze drauf ?" Hörte ich Filipe am anderen Ende der Leitung fragen. Am anderen Ende der Leitung , höhö wie lustig meine Gedanken waren.

"Hä? Andys Flasche hat mein Face drauf? Chillt. Schick mir ein Bild."
Selbst die Flaschen von Andy hatten mein Gesicht drauf? Läuft.

"Ach, vergiss es, danke. Tschö." Er legte auf , doch ich dachte er war noch dran und redete weiter mit ihm.

.....oder eher mit mir selbst.


"Geschenke verteilen!" Rief Flo und schubste mich vom Stuhl als er zum Tannenbaum lief.

"Hier ist eins für Mama und Papa von mir" gab er an und überreichte ihnen die Geschenke.

Er schenkte ihnen Dekozeugs. Konnten die eh nicht gebrauchen, meine Geschenke waren cooler. Sie freuten sich trotzdem, bestimmt nur, weil sie ihn nicht verletzen wollten.

Dann stand ich auf, versuchte mich noch grade so auf den Beinen zu halten und wanderte durch das halbe Wohnzimmer, wie bei dem Spiel blinde Kuh, und suchte den Tannenbaum.
Als ich den fand, packte ich mir meine Geschenke und legte es denen auf den Tisch.

Sie freuten sich auch, auch wenn es so aussah, als würden sie den Mund zu einem falschen Lächeln verziehen. Aber warum sollten die?


Dann war ich dran, meine Geschenke zu erhalten, ich bekam viel Schokolade und Geld und Chips. Okay, ich war zufrieden.

Mein Bruder zog eine Fresse, weil ihm mein Geschenk nicht gefallen hat. Soll er sich in Zukunkt selbst ein Geschenk holen.


"Was schenkst du mir so einen Quatsch? Ich muss dein Gesicht fast jeden Tag ertragen und du schenkst mir noch sowas." Zickte er rum, wie undankbar.

"Halt die Fresse !" Sagte ich beleidigt und boxte ihm auf den Oberarm.


Und wieder kamen diese Schmerzen vom Armband, es drückte so, wie viel hatte ich zugenommen?

Mein Handy klingelte wieder. Bestimmt Joe, er wollte mein Geschenk bestimmt auch
nicht.

"Ich bin nicht schuld." Meldete ich mich und wartete...

"Sebastian, mein Armband ist fest , ich kriege es nicht a und es drückt ! " regte sich Stasia auf.

Hä? War die jetzt auch fett geworden? Okay, kein Wunder, es war Weihnachten.

"Ja meins auch, hahahahahaha." Ich lachte so um die 4 Minuten, danach war ich still.

"Fertig? Hör zu, es muss ab, nix gegen das Armband, aber es muss ab!"
Warum erzählte sie mir sowas, ich hatte dasselbe Problem.

"Mein nicht oder was? Weißt du eigentlich das mein Bruder und Filipe meine Geschenke hassen?" Themawechsel, ganz spontan.

"Sebastian !!! Wenn es bis morgen nicht abgeht, ruf ich dich michmal an !"

Sie legte auf und ich saß da wie ein Trottel, ich hatte Hunger.

Da ich schon alles aufgegessen hatte, musste ich mir ein Brot machen, das tat ich auch.

"Lalalalalalalalalaalaalaalalaal" ja ich sang gerne beim Kochen, okay das war kein kochen , aber sowas in der Art.

Ich hatte Bock auf eine fette Pizza, okay.

Zum Glück hatten wir welche da. Ich schmiss eine in den Ofen und wartete.

... wartete, wartete, wartete und irgendwann wurde sie langsam braun.

Iiiiih, nein sie musste raus, panisch rannte ich um den Backofen herum und kam auf die Idee es auszustellen.

Nächster Schritt - Pizza rausholen, ich schaltete das Licht im Backofen an und versuchte die Pizza rauszuholen, doch als das Backpapier an das Licht kam, fing das Papier an zu brennen.

Hä? War das überhaupt möglich? Oder nicht? Das Feuer sah aus wie das Feuer beim Laternenzug damals, es war groß.

"Alter spinnst du???? Der Ofen ist am brennen und du stehst daneben und schaust es an?" Mein Bruder schubste mich aus der Küche , boaaah, nur weil ihm mein Geschenk nicht gefiel, schubste er mich hier rum !

So ein Affe.

Sonntag, 23. Dezember 2012

18. Ihr geht mir alle auf die Nerven.

Jajajajajajaja. Marco war sauer auf mich, na und ? Er kehrte mir den Rücken zu also versaute ich ihm seinen Auftritt. So waren wir quitt.

Mir wurde angeboten da aufzutreten, leider hatte ich meine Gitarre nicht dabei, also keine Chance, nach den Ferien hatten wir das vereinbart. Immerhin.


Gut gelaunt latschte ich durch die Straßen und sah einen kleinen Stand mit viel Ketten und Armbändern. Öde, ich musste meiner Freundin, die ich bereits vergessen hatte noch was holen.


So ging ich zum Stand und sah mir den Schmuck an, irgendwas billiges brauchte ich.


"Wie viel ?" Fragte ich den halbschlafenden Verkäufer und zeigte auf eine schöne Kette.

"150" kurz und knapp war seine Antwort.

"Euro?"

"Cent!" Bekam ich die freche Antwort. Oh cool.

"Sagen sie doch direkt 1 Euro 50." Verbesserte ich ihn.

"Wir sind nicht bei wünsch dir was, die Kette ist ein Erbstück, 150€!" Wie unfreundlich er doch war.

"Ja, jut. Kann ich mit ihnen verhandeln?" Darin war ich gut. Doch der Typ sah mich finster an und schüttelte den Kopf.

"Machen wir 10€, 10 Cent und eine Autogrammkarte von mir. Top Angebot. Weihnachtsschnäppchen." Schien ihn nicht zu beeindrucken.

"Sie zu das du Land gewinnst." Nö, was dachte er sich da eigentlich? Big Boss oder was?

Hartnäckig blieb ich am Stand stehen und sah mich weiter um. Bis ich zwei gleich schöne Armbänder sah. Die musste ich haben. Eins für die und eins für mich.

"Wie viel kosten die?" Fragte ich ihn.

"Die verkaufe ich nicht. Die braucht kein Mensch." Sagte er und drehte sich weg

"Kann ich die einfach so haben?" Warum würde er mir die einfach so geben?

"Nimm mit. Aber sei vorsichtig." Er lachte leise und schlief ein.


Egal, ich hatte zwei Armbänder umsonst bekommen. Zeit um sich endlich mal wieder nach Wochen bei Stasia zu melden.

Ich schickte ihr eine SMS und teilte ihr mit, das ich was für sie hatte und immer an sie dachte. Ein bisschen gelogen war es schon aber egal.

Zuhause packte ich das ganze ein und schmiss es auch zur Seite.
Am letzten Tag noch was besorgt. Klasse, Basti.

Meine Eltern waren auch dabei Geschenke einzupacken. Also ich wollte nur Geld haben, war wunschlos glücklich.


Am nächsten Morgen war es dann soweit. Weihnachten ! Ich warf einen Blick nach draußen. Herbstwetter - Weihnachtsstimmung? Nicht wirklich.

Schnell rannte ich runter zu meinen Eltern, die saßen schon am Tisch und tranken Tee.

"Fröhliche Weihnachten euch allen." Begrüßte ich meine Elteen und umarmte sie.

"Frohe Weihnachten." Sagten beide gleichzeitig.

Nun konnte alles beginnen. Meinen Freunden würde ich sofort was schenken, meinen Eltern erst am Abend. Schnell machte ich mich fertig packte die Geschenke und spielte den Weihnachtsmann. Zwar hatte ich keine Rentiere, dafür aber meinen süßen VW, der war eben cooler. Ich war ein hipster. Weihnachtsmann 2012.

Erst fuhr ich zu Filipe, der mich eigentlich nicht erwartet hatte.

"Hi Filipe, frohe Weihnachten!" Ich umarmte ihn und drückte ihm sein Geschenk in die Hand.

"Oh, danke Bruder. Ich hab auch was für dich. Warte hier." Filipe verschwand in sein Zimmer.

Währenddessen unterhielt ich mich mit seiner Mama über Weihnachten und Ferien.

"So, hier!" Er reichte mir das Geschenk rüber und ich freute mir einen Keks.

So, jetzt musste ich zu Joe. Sein Geschenk hatte ich auch da. Also fuhr ich schnell zu Joe, tauschte mit ihm die Geschenke aus und fuhr zur Stasia.


"Schön, das du dich auch mal wieder meldest." Sie war sauer, verständlich. Doch ich ließ mir nix anmerken.

"Hier ist dein Geschenk." Ich drückte es ihr in die Hand und sie gab mir mein Geschenk, was sie mir gekauft hatte.

Mit einem kleinen Kuss verabschiedete ich mich von ihr und fuhr nach Hause. So war der halbe Tag auch schon um. Unglaublich.

Als ich nach Hause kam, musste ich sofort meiner Mama beim Schmücken helfen.
Die Geschenke legte ich erst einmal ab und dekorierte das Wohnzimmer. Nachdem wir den Tisch gedeckt und alles schön geschmückt hatten, ging ich auf mein Zimmer.

Pünktlich, denn mein Handy klingelte. Es war Stasia, vielleicht hat ihr das Geschenk nicht gefallen.  Egal, ich ging noch schnell ran.

"Hey, Basti. Ich wollte mich einfach mal für das Geschenk bedanken." Sie klang glücklich und zufrieden. Schön , dass es ihr gefallen hatte.

So konnte ich meins auch anziehen, tat ich auch sofort.

"Kein Ding." Kam von mir, ich war viel zu sehr damit beschäftigt das Armbanddranzumachen.

"Das war bestimmt voll teuer." Sie schien sich Gedanken zu machen.

"Nö, war kostenlos. War nix wert." Wie dumm warst du eigentlich? "Ich meine.."

"Du schenkst mir was, was nichts wert ist? So viel bin ich dir also wert? Na danke!" Jetzt war sie angepisst. Wäre sie doch auch wenn es teuer wäre. Ich verstand die Frauen nicht.


Sauer legte sie auf. Was für eine Zicke sie war. Egal, ich ließ mir die Stimmung nicht verderben und ging ins Wohnzimmer zu den anderen.

Es waren schon viele Gäste da und saßen am Tisch. Wie ich doch alle meine Verwandten liebte. Nicht.

"Hallo Basti." Begrüßten mich alle, als hätten wir uns 30 Jahre nicht mehr gesehen.

"Hey." Grüßte ich schüchtern zurück und setzte mich hin.

"Willst du was trinken? Wein zum Beispiel? Oder Vodka?" Schlug ein Cousin von meinem Vater vor.

"Äh.." wollte grade was sagen, da funkte mein Vater dazwischen.

"Er kann nicht so gut mit Alkohol umgehen. Ein Bier reicht ihm vollkommen aus."

Na danke, Papa. Jetzt durfte ich mich hier langweilen, während die anderen vor mir Vodka wie Wasser tranken.

Nach einer Stunde war schon jeder in seiner eigenen Welt.

 Papas Cousin setzte sich neben mich, legte seinen Arm um meine Schulter und fing an zu reden. Das würde nicht gut enden... Kindheitserinnerungen in 5,4,3,2,1 ...

"SEBASTIAN, DU WEIßT DOCH BESTIMMT NOCH DAMALS ALS DU KLEIN WARST...." Er brüllte mir ins Ohr, so als würde ich ihn nicht verstehen, dabei bekamen bestimmt schon die Nachbarn was mit.

"Ja ja ja. Ich war klein und süß. Du brauchst echt nicht so rumschreien." Wies ich ihn darauf hin und sag mir mein Armband an, irgendwie leuchtete es.

"Alles okay, Schatz?" Fragte meine Mama und sah mich besorgt an.

"Jaja alles okay."

Auf einmal hatte ich gar kein so gutes Gefühl, weiß auch nicht wieso, dieses Armband störte mich. Das musste ab.

Ich versuchte die ganze Zeit es abzumachen - ohne Erfolg.

"Mama. Ich muss kurz ins Bad." Informierte ich meine Mutter und rannte ins Bad.

Dort tat ich extrem viel Seife auf meinen Arm, alles nur damit dieses Ding abgeht. Es half gar nichts. Langsam stieg Panik auf.





Samstag, 22. Dezember 2012

17. Cooles Leben

Da stand ein Elf in der Tür und winkte mir zu, ich tat es ihm gleich und grinste wie ein dummer Esel.

Natürlich war ich kein Esel, hihihihihi.

Oh Gott, selbst meine Gedanken waren high. Gut, oder auch schlecht. Ich wusste es nicht. Mir ging es einfach gut.

Der Elf packte mich an den Schultern und schüttelte mich.

"Sebastian!" Sagte er böse, ey warum so gestresst, Junge?

Als ich meinen Kopf ein paar mal schüttelte, sah ich meinen Klassenlehrer vor mir - da war gar kein Elf.

Schade.

"Was geht hier vor?" Fragte er wütend und sah in die Runde.

"Bisschen feiern" antwortete mein Kumpel ...ääähh irgendwas mit F oder so, kannte den Namen nicht mehr. Konnte es nicht im Kopf behalten.

"Das ist nicht euer ernst. Räumt alles weg und geht ins Bett! Das gibt es doch nicht. Seid froh, das ich eure Eltern nicht bereits informiert habe. Sowas will ich nie wieder sehen." Eine Standpauke die grad eh keiner checkte.

Die anderen zwei Hajos gingen in ihr Zimmer und mein Kumpel Filipe, wie ich bereits schon sagte, saß blöd da und starrte die Wand an. Die war echt interessant !!!

Dann klingelte mein Handy . Was stand da ?

"Maa-maa..ma...maaa, oh egal!" Ich nahm den Anruf an.

"Ja bidde??"

"Schatz, hi. Hier ist Mama." Scheiße. Ausgerechnet jetzt.

Aus irgendeinem, mir unbekannten, Grund fing ich an zu lachen, weil ich es lustig fand.

"Geht es dir gut ? Was ist so lustig?" Wollte sie genau wissen.

"Ach Mama. Ich hab dich vermisst. So lang isses her, meinste nicht?" Ich sollte nicht reden, wenn ich davor gekifft oder getrunken hab.

"Sebastian, bist du besoffen?" Ihre Stimme klang wütend.

"Yolo, Mama. Ich bin ein Hipster." Blablabla - was weiß ich, was ich da laberte.

"Junger Mann.." hat jemand Hunger gesagt??

"JA MAMA, ICH HAB HUNGER!" Brüllte ich.

"So jetzt reicht es mir. Geh sofort ins Bett !!! Wir sprechen morgen. Du kannst hier nicht jedes mal deine Witze liefern."

"Pizza liefern?? Ja bitte zwei, groß mit..... ohne Zwiebeln. Sprech ich mit dem Pizzaservice?" Der Pizzaservice hatte aufgelegt. Mist.

"Wer hat Pizza gesagt? Diggah, ruft der Pizzaservice bei dir an?" Filipe sah zu mir rüber.

"Eeeehhh .... keine Ahnung." Ich war mir selbst nicht mehr sicher.

"Basti sing mal, mir ist langweilig." Filipe lag auf dem Boden und rollte hin und her.

"Okay." Ich öffnete meinen Mund um anzufangen und blieb so sitzen.

Zehn Minuten später war ich mir nicht mehr sicher, was ich genau wollte.

"Bruder? Was wollte ich grade machen?" Fragte ich Filipe ahnungslos.

"Weiß ich doch nicht mehr !" Er stand auf und ging in sein Bett.

Der Rest der Klassenfahrt war recht unterhaltsam. Den Weltuntergang hatte ich leider überlebt, das hieß, ich musste doch noch für die Klausuren lernen.

Es war schön wieder zuhause zu sein. Meine Mama war immer noch komisch, wegen dem Anruf. Sie dachte ich war sturzbesoffen. War gut so.

Nun ja. Weihnachten stand vor der Tür und mein Adventskalender neigte sich auch dem Ende zu.

Die Sachen vom Fanshop waren auch endlich da. Zum Glück war das Paket noch verschlossen, weil da dick und fett mein Name drauf stand.

Mit dem Paket in der Hand, ging ich ins Zimmer und fing an die Sachen zu verpacken. Man, meine Eltern werden sich freuen.

Nachdem ich die Geschenke versteckt hatte, in einer Tüte, beschloss ich in die Stadt zu gehen, ganz spontan.

In der Stadt war nicht viel los, ein paar Menschen liefen hin und her, ein Weihnachtsmann stand da, natürlich nur ein Mann der als Weihnachtsmann verkleidet war. Sonst war alles wie sonst.

Mitten in der Stadt hing ein großes Plakat, von einer Veranstaltung. Wie uncool.

Doch da war ein Gesicht drauf, das mir total bekannt vorkam.

"Kleiner Auftritt vom blabla Dsds...blabla Marco Angelini. Den kenn ich doch." Ich war grad stolz drauf, ich kannte ihn.

Und ohne das ich hinter die Bühne musste, die da auf einmal im Weg stand, kam Marco mir entgegen.

"Hiiii." Begrüßte ich ihn cool. Dieser sah mich kurz an , lächelte und ging wieder hinter die Bühne.

Was war das denn? Denkt er jetzt auch er ist berühmter als ich? Nur weil er Vierter war?

"Guten Tag, Sebastian!" Begrüßte mich der Bühnenaufbauer.

Hm, das war eigentlich meine Chance!

"Hallo. Tritt Marco Angelini hier auf?" Fragte ich nach.

"Ja, tut er!" Lächelte er freundlich.

"Oh? Ich dachte die Stadt muss es erstmal genehmigen. Komisch." Ich konnte gut schauspielern, kein Zweifel.

"Ja, das stimmt. Aber das Management hätte es wohl abgeklärt. Wir haben auch leider keine Zeit um nachzufragen. Marco hat es bestätigt." Antwortete er weiterhin freundlich.

"Das kann aber nicht sein. Ich wollte auch noch ein paar Auftritte geben, aber dieses Jahr geht es nicht mehr. Schon komisch das er es dann darf, finden sie nicht? Sie tun mir leid. So verarscht zu werden ist schlimm!" ...und lügen genauso.

Der Typ stand sauer auf und ging zum Veranstalter, dem er erstmal alles erzählt hatte.

Dieser schien aufgebracht zu sein und verschwand hinten.

"Was? Das war doch geklärt?" Marco wurde rausgeschmissen. Yes!

"Verschwinden Sie. Lügner!" Der Veranstalter sah sehr sauer aus.

Basti du bist ein Genie... für einen Moment.

Mittwoch, 19. Dezember 2012

16. Party (Absturz) hard

Ein neuer wunderschöner Morgen. So motiviert wie ich heute war, war ich noch nie. Okay, ich schlief zwar nicht aus, hier durfte man auch nicht bis 16 Uhr schlafen, wir hatten schon feste Zeiten und "Pläne" an die wir uns zu halten hatten.

Filipe lag noch da und schlief. Gut, also wurde er schon mal nicht von den Ratten gefressen.

Die anderen waren auch schon wach. Kevin stand auf und machte Dehnübungen, er nervte mich damit. Seine Anwesenheit störte mich.

Nachdem jeder duschen war und sich umgezogen hatte, gingen wir gemeinsam frühstücken.

Jeder schnappte sich ein Tablett und legte sich was zu essen drauf. Am Tisch erst, fiel mir auf das alle nur jeweils ein Brötchen und zwei Beilagen hatten. Im Gegensatz zu mir, denn ich hatte ein Brötchen mit Wurst, eins mit Käse, ein mit Wurst und Käse und eins mit Nutella. Wenn man es nicht besser wissen würde, würde man denken ich sei der Brötchenverkäufer.

Doch da ich so einen Hunger hatte, aß ich alles auf und war kurz vor'm Platzen.

Nach dem Frühstück trafen wir uns alle in der Eingangshalle. Dort besprachen wir unseren weiteren Tagesablauf.

Heute stand Wandern auf dem Plan und anschließend Eis essen. Eis? Gerne. Wandern? Nö.

Wie sollte ich denn bitte wandern, wenn mein Bauch so voll war wie sonst was. Na, notfalls roll ich die Straßen entlang.

Wir hatten noch Zeit um uns umzuziehen. Dies taten wir auch schnell.

"Eis essen, Eis essen, Eis essen, Eis essen." Sang ich vor mich hin.

"Fettsack, Fettsack, Fettsack" affte Filipe mir nach.

"Alter, bist du lustig!!" Angenervt drehte ich mich von ihm weg und stylte meine Haare - das war ein Muss.

"Komm doch jetzt!! Beweg dich doch mal! Ich muss mal jetzt komm. Oh komm schon. Basti Wurth." Filipe ging mir heute echt auf die Nerven.

Da ich ein netter Junge war, ging ich aus dem Bad und ging schon mal vor in die Eingangshalle, wo sich die Hälfte der Klasse schon versammelt hatte.

Erstmal wurden alle durchgezählt, beim zweiten mal wieder, als endlich alle da waren.

Vollzählig machten wir uns auf den Weg.

Die Wanderung war zu nix gut. Der Reiseführer oder was er auch war, kannte sich da selbst nicht aus und wir verliefen uns.

"Abenteuer !!!" Ich war sauer und hatte Hunger auf das versprochene Eis.

"Der weiß doch selbst nicht wohin." Filipe setzte sich auf eine Bank, weil er keinen Bock mehr hatte, wie wir alle auch.

"Können wir endlich ein Eis essen gehen?" Fragte Joe.

War ganz seiner Meinung, ich hatte Lust auf ein fettes Eis mit Sahne und Karamell.

"Ah schaut mal, da ist die Eisdiele. Ich wusste doch das wir hier richtig sind." Der verpeilte Reiseführer tat so als hätte er Ahnung.

Und obwohl ich ihn erschlagen könnte, folgte ich ihm trotzdem glücklich.

Kurz davor merkten wir alle, dass es doch keine Eisdiele war, sondern ein kleiner Brot Laden.

"Ach, genau. Hierhin wollte ich. Leute, warum wollt ihr bei diesem Wetter Eis essen, lasst uns lieber ein Brot kaufen." Der verrückte Typ lachte und ging rein.

Wir blieben draußen und schauten sauer zu unserem Lehrer. Der sich für den ahnungslosen Reiseführer entschuldigte und uns entließ. Den Rest des Tages konnten wir das machen wozu wir Lust hatten.

"Ab nach Hause. Ich brauch meinen Schönheitsschlaf." Sagte ich zu meinen Freunden.

"Na, von denen brauchst du aber noch einige, Basti." Filipe zwinkerte mir zu und ging vor.

"Wir müssen heute einkaufen. Wer geht?" Fragte Joe und sah uns an.

"Ich, kommst du mit?" Filipe ging nie gerne einkaufen, deswegen wunderte mich seine Reaktion.

"Gerne." Stimmte Joe zu und die gingen zu zweit in die andere Richtung.

Fabi und ich gingen zusammen in unser Appartment. Wieder zog ich mich zurück, legte mich auf mein Bett und summte vor mich hin, während ich meiner Mama auf ihre SMS antwortete. Nach einem Tag.

"Hey Mam, mir geht es gut. Tschö :* (Kusszeichen, damit du das weißt, ist die Jugendsprache.)"

Fabi putzte solange den Raum. Er war im Gegensatz zu mir super fleißig. So musste ich wenigstens nix machen. Aber der Tag würde bestimmt noch kommen.

"Halloooo. Heute geht dicke Party." Filipe kam rein und stellte einen Kasten Bier und Sekt auf dem Tisch ab.

"Zieht doch mal eure Schuhe aus, Mensch. Ich wische den Boden." Fabi war sauer und hörte auf zu wischen.

"Lass den Quatsch. Party läuft." Filipe nahm Fabi das Putzzeug ab und stellte es weg, machte dann sein Handy an und lief Musik laufen.

"Ein paar andere hab ich aus der Klasse auch zu uns eingeladen. Toby und Farid kommen später nach." Filipe fühlte sich jetzt bestimmt voll.

Joe stellte nun auch den anderen Bierkasten ab und verschwand ins Bad.

"Basti, machst du mit denen Party? Also ich nicht. Ich hab kein gutes Gefühl bei der Sache. Vorallem wenn dieser Toby kommt." Fabi wartete gespannt auf meine Antwort. Er war immer brav und hatte eigentlich auch immer recht. Aber ich hatte Lust auf Party.

"Nein, ich bleibe hier. Wenn was ist, ich komm nach." Sagte ich Fabi bescheid und klopfte ihm lächelnd auf den Rücken. Er packte die Schlüssel und verschwand zu den Anderen.

"Los. Mach dich fertig, Wurth." Joe schmiss mir mein Hemd entgegen und ich zog es schnell um.

"Kannst du mir dein Hemd leihen?" Fragte mich Filipe, da wir uns gegenseitig oft Sachen ausgeliehen hatten, war es diesmal auch kein Problem.

Ich kramte mein weißes Hemd raus und warf es ihm zu. Er bedankte sich und zischte ins Bad ab.

Und schon klopfte es an der Tür. Es waren Farid und Toby.

"Ey Jungs, was geht?" Die beiden kamen gut gelaunt rein und hatten auch noch Bier dabei.

Als Filipe aus dem Bad kam, begrüßte er die beiden und machte das Bier auf. Ich nahm mir auch eins. Die fingen an sich zu unterhalten und ich saß da wie ein Außenseiter.

Nach dem dritten Bier war mir schwindelig und das war's. Mehr würde ich nicht mehr trinken.

Filipe hatte anscheinend auch genug Bier gehabt, denn er laberte wie ein Wasserfall.

"Also damals, vor langer Zeit, war ich mal mit Basti was trinken und er verträgt eh nicht viel, als es ihm zu viel wurde, stieg er irgendwann auf den Tisch und hat sich ausgezogen."

"Filipe ist gut!!!!" Ich war zwar so ziemlich angetrunken, aber ich bekam noch alles mit.

Während Filipe und ich am diskutieren waren, holte Toby irgendwas raus.

"Jungs? Chillt mal." Wir sahen gleichzeitig zu ihm. "Raucht ihr?" Er hielt uns einen Joint hin und grinste.

Party, Alkohol und Drogen? Niemals. Also Party und Alkohol gerne, aber Drogen - nein, Danke.
Meine Mama war auch schon immer dagegen. Ich hab es ihr versprochen.

"Filipe, was machst du da ?" Fragte ich Filipe als ich ihn dabei beobachtete, wie er sich von einem Fremden Drogen andrehen ließ.

Okay, so fremd war er nicht. Aber in dem Fall schon.

"Man lebt nur einmal!" Bekam ich als Antwort.

"Try it! " bat er mir auch was an und forderte mich dazu auf auch was zu nehmen.

"Nein, ich mag nicht." Lehnte ich ab. Fabi hatte doch sowas von Recht.

"Spaßbremse." Lachte Filipe und er kriegte sich nicht mehr ein.

Wie krass es war mit ansehen zu müssen wie der beste Freund kiffte.

"Komm schon Basti. Los, hier zieh auch mal." Er hielt mir das Ding vor's Gesicht.

Ich kam mir irgendwie dumm und verarscht vor. Ich wollte es nicht, aber ich wollte auch kein Spielverderber sein.

"Jetzt mach doch, Basti." Sagte Farid und alle sahen jetzt zu mir. "Weichei oder was?"

Weichei? Nö. War ich nie. Wollte ich auch nicht sein.

"Okay." Ich nahm es ihm aus der Hand, sah es mir noch angewidert an und zog auch dran.

Das war sowas von ekelhaft, aber ich machte weiter, um es den anderen zu beweisen.

Während ich voll dabei war, war Filipe sich am totlachen, über ein Bild auf dem er seiner Meinung nach scheiße aussah.

Nach einer Zeit fühlte ich mich voll entspannt, sah aber alles komisch und redete in slow motion.

"Ehmm... so..schlimm...war...es...nicht....?" Was ich danach gelabert habe, wusste ich nicht mehr.

"Hallo, was geht denn hier ab?"

Scheiße. Ich drehte meinen Kopf langsam zur Tür und konnte es nicht fassen wer da stand.

Wie die Party einfach eskaliert war. Damit hätte ich nie im Leben gerechnet.

Dienstag, 18. Dezember 2012

15. Will immer noch nach Hause!

Yes. Ich hatte mein unteres Bett. So musste ich nicht jede Nacht Spinnen essen.

Filipe war immer noch zickig. Er lag da auf seinem oberen Bett und starrte zur Decke. Wer war nun die Zicke ? - Er.

Heute konnten wir chillen, da wir erst angekommen waren. So erkundete ich erstmal das Dorf hier. Nach ein paar Minuten hatte ich auch keinen Bock mehr.

In unserem Appartment war es aber auch nicht grade interessant. Filipe hörte Musik und aß Chips, während Fabi und Joe sich gegenseitig Witze erzählten.

"Wusstest du das am Freitag, diese Woche die Welt untergeht?" Quatschte mich Kevin von der Seite an.

"Was du nicht sagst. Ich feier drauf." Nach dem Satz ignorierte ich den Jungen und sah zu Filipe, der mich gekonnt ignorierte.

"Wie lang willst du es durchziehen?" Wollte ich von ihm wissen.

Ich hatte das Gefühl mit einer Wand zu reden. Nice conversation.

"Filipe?" Ich ließ mich nur ungern ignorieren, vorallem von meinem sturen Kumpel.

Nach mehreren Versuchen ihn anzulabern, gab ich es endgültig auf und legte mich seufzend ins Bett. Kurz darauf vibrierte mein Handy.

Nachricht von Mama:

'Schatz, meld dich, wenn du lebend angekommen bist.'

Sie meinte es echt ernst mit mir. Kopfschüttelnd legte ich mein Handy zum Aufladen zur Seite und trat gegen das Bett über mir. Mir war langweilig und ich wollte mit Filipe reden.

"Lass mich, ich bin verzweifelt." Wow. Er konnte sprechen.

"Red doch mit mir, du Blödmann." Und wieder kam nix zurück.

Was für eine Memme. Genervt ging ich rüber zu Fabi und Joe. Die immernoch damit beschäftigt waren, lustig zu sein.

"Frage: Was ist der Unterschied zwischen einem Bein? Antwort: Beide Beine sind gleich lang, besonders das Linke! " und schon kugelten beide fast weg vor Lachen.

Warum war ich von verrückten umgeben? Hatte ich das verdient?

Es klopfte an der Tür. Filipe sprang vom Bett und riss die Tür auf, in der Hoffnung es sei der Pizzaservice.

"Hallo." Unser Lehrer stand da. Filipes Gesicht verzog sich wieder und er ging zurück ins Bett. "Ich hab eine Rallye für euch. Geht los ich und lernt die Stadt besser kennen." Er drückte uns ein Blatt in die Hand und verschwand wieder.

Auf dem Zettel waren lauter Pfeile denen wir folgen sollten. Navi für Arme.
Also machten wir uns auf den Weg. Filipe trottete hinterher lustlos und gelangweilt.

"Finde in der Nähe einen Supermarkt." Fragend sah ich mich um, doch außer Bäume und Häuser war nix da.

"Lasst uns jemanden fragen. Wer von euch kann gut englisch?" Fragte Joe.

Das war meine Chance. Meine Chance mein englisch zu beweisen. Wie durch Zufall kam ein Mann an uns vorbei, den ich sofort anhielt.

"Ehm, sorry? We are looking for the.. eh.. house where you can buy something to eat. We don't know us here out, because we are from the...ehmm..outland."

"Basti? Blamier uns mal nicht. We are looking for a supermarket near here, can you help us?" Unterbrach mich Filipe.

Der Mann verstand ihn sofort, warum auch immer und zeigte uns den Weg.

"Spasti. Ich hasse dich." Ich war sauer auf Filipe.

"Bruder, bleib bei der deutschen Sprache, die du auch nicht grad wirklich beherrschst." Filipe machte auf Boss und führte uns rum. Meine Laune war dahin.

Nach der super anstrengenden Rallye, kamen wir kaputt und müde im Appartment an und gingen erstmal nacheinander duschen.

Als ich endlich im Bett lag, schloss ich die Augen und genoss es endlich mal wieder zu entspannen.

Nach 10 Minuten war jeder am schnarchen, am liebsten hätte ich die alle rausgeschmissen. So konnte ich nicht schlafen.

Doch als ich gerade so müde war, meine Augen zufielen und ich endlich das Gefühl hatte einzuschlafen, wurde ich hellwach. Von einem Geräusch das nur eins bedeuten könnte.....

Ratten!

Schnell setzte ich mich auf und leuchtete mit meinem Handy auf den Boden.

Und da sah ich eine. Eine hässliche fette Ratte.

"AAAH !!! FILIPEE WACH AUF !!!!"

"SPINNST DU?!" Bekam ich als Antwort, von einem geschockten Filipe, der beinahe vom Bett fiel.

Die Anderen wurden auch wach und sahen mich verwirrt an.

"RATTE !!!" ich zeigte angewidert auf die Ratte die unter MEIN Bett kletterte.

"Nein nein nein nein nein. Macht die weg. Weg damit. Weg damit" ich kletterte schnell zu Filipe auf's Bett hoch.

"Alter, hau mal ab. Du wolltest nicht hier schlafen. Jetzt tschö." Er versuchte mich aus dem Bett zu treten, doch ich gab mich nicht geschlagen.

"Geh runter. Kannst das Bett haben. Lass mich hier! Bitte, geh runter" bettelte ich Filipe an.

"Leute die ist weggelaufen. Aus dem Fenster." Informierte uns Joe, der gerade das Fenster schloss.

"Filipe geh runter, das Bett ist deins." Ich zog Filipe am Arm aus dem Bett.

"Ich hasse dich so sehr. Ich hoffe die Spinnen fressen dich auf." Genervt stieg Filipe aus dem Bett und legte sich runter.

Gott sei Dank. Ich esse lieber Spinnen als von Ratten gefressen zu werden.

"Gute Nacht und Sebastian? Halt bitte die Fresse für die restliche Nacht. Ich möchte gerne schlafen." Mit diesen Worten schlief er ein.

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Vorschau für den nächsten Teil (da ich es heute einfach nicht mehr schaffe):-D

Party, Alkohol und Drogen? Niemals. Also Party und Alkohol gerne, aber Drogen - nein, Danke.
Meine Mama war auch schon immer dagegen. Ich hab es ihr versprochen.

"Filipe, was machst du da ?" Fragte ich Filipe als ich ihn dabei beobachtete, wie er sich von einem Fremden Drogen andrehen ließ.

"Man lebt nur einmal!" Bekam ich als Antwort.

"Try it! " der Fremde bat mir auch was an und forderte mich dazu auf auch was zu nehmen.

Wie die Party einfach eskaliert ist. Damit hätte ich nie im Leben gerechnet.

Sonntag, 16. Dezember 2012

14. Abschlussfahrt - ich will nach Hause.

Ob Filipe mich wollte oder nicht, ich war auf dem Weg.

Da lief ich Trottel tatsächlich nur mit Shirt und Jogginghose durch die Gegend. Alle starrten mich an als hätte ich sie nicht mehr alle.

Die Blicke wurden mir langsam zu lästig, also tat ich so als würde ich joggen, denn Jogger sind hart und laufen ohne Jacken.

Anstatt zu Joe zu laufen, der ebenfalls in Wipperfürth wohnte, lief ich bis nach Hückeswagen.

Joggen machte fit und so konnte ich ein paar Kilos abnehmen.

Abnehmen hin oder her, ich hatte keinen Bock auf diesen Mist.
Also packte ich mir den nächsten Bus.

Die Türe schloss er zum Glück in der mitte auf, so musste ich nicht an dem Busfahrer vorbei. Was sollte ich denn da auch ohne Ticket?

Kurz darauf nahm ich Platz auf einem ...Platz. Da saß ich nun, müde und außer Atem, beobachtete die Typen im Bus, die alle dieselbe Frisur trugen wie ich. Angst.

Und es musste ja so kommen, an der nächsten Haltestelle stieg ein Fahrgastzähler ein und kontrollierte die Leute vorne.

Schnell stand ich auf und drückte die ganze Zeit auf den 'bitte halten'-Knopf.
Mir war klar das er dadurch auch nicht schneller anhält, aber ich musste hier raus.

Zum Glück hielt er schon an der Haltestelle, ich rannte aus dem Bus und fühlte mich trotzdem verfolgt.

Endlich war ich bei Filipe. Endlich, endlich, endlich.

Kaum war ich an seinem Haus, war er schon draußen mit seiner Mama.

"Bruder, was machst du hier? Hahahahahahhahahaha. Du hast deinen Schlüssel vergessen!" Er lachte mich aus, seine Mutter schüttelte nur den Kopf.

"Filipe, hol Basti bitte eine Jacke von dir." Befahl ihm seine Mama und er tat dies.

"Das kann mal passieren." Sagte sie lächelnd in der Hoffnung mich damit aufzumuntern.

Klar lächelte ich zurück, aber nur weil sie so nett zu mir war. Mein Lächeln verschwand, als mir bewusst wurde, das die grade dabei waren wegzufahren. Mist, nein.

"Hier, bittesehr. Du kleiner Obdachloser!" Filipe kam lachend zurück und legte mir seine Strickjacke um die Schultern.

"Danke, Blödmann!" Bedankte ich mich bei ihm.

"Bitte, Spasti." Ja wir hatten uns lieb, ich mochte ihn wirklich sehr...manchmal.

"Wohin fährt ihr jetzt, müsst ihr weg?" Fragte ich die beiden verwirrt.

"Wir fahren zu meiner Oma, die hat Geburtstag." Filipe lächelte. "So, tschö. Hau rein. Bye. Ciao. Bis morgen."

"Steig ein Basti, wir fahren dich noch nach Hause. Vielleicht sind deine Eltern schon da." Sagte seine Mama und stieg ein.

Filipe war bereits auch eingestiegen und ich stand da wie ein Stein.

"Eingeschlafen? Steig doch ein." Filipe hetzte, er hatte es wohl eilig.

Ich stieg ein und wir fuhren los. Hoffentlich waren meine Eltern schon da.

Da ich in meinem Gedanken versunken war, merkte ich nicht das wir schon da waren.

"So, Basti. Da sind wir." Seine Mama riss mich aus meinen Gedanken.

Aus dem Fenster sah ich das Auto von meinen Eltern. Erleichtert schnallte ich mich ab, stieg aus und verabschiedete mich noch schnell von Filipe. 

"Wo wart ihr Coolen?" Fragte ich meine Eltern, die sahen mich wenig begeistert an und gingen rein.

"Wo warst du eigentlich? Und warum sieht es hier so schlimm aus? Das Licht ist überall an..." bla bla bla. Bla bla bla bla bla bla bla bla ... "Sebastian? Ich hab dich was gefragt." Mein Vater musste sich immer wiederholen.

"Ehhhh ... ja. Tschuldigung." Für was auch immer, worum ging's?

"Du bist echt unzuverlässig." Kopfschüttelnd ging er in die Küche.

Labber nicht , dachte ich mir nur und verschwand auf's Zimmer. Dort packte ich meinen Koffer, mein ganzer Kleiderschrank war dabei und mein Koffer war kurz vorm Platzen. Er wog bestimmt mehr als ich, ich wusste jetzt aber auch nicht mehr genau wie viel ich wog.

Den restlichen Tag verbrachte ich in meinem Zimmer und zählte die Apps die ich auf dem Handy hatte.


Montag !! Es war soweit. Abschlussfahrt mit der schönsten Klasse des Universums. Ja, ich war heute sehr ironisch. Man durfte mich nicht falsch verstehen.

Ich kam mir vor wie Hulk, als ich den schwersten Koffer der Welt in den Flur transportierte.

"Schatz, iss schnell was." Jetzt ging das schon wieder los. Meine Mama war am Morgen viel zu anstrengend.

"Kein Hunger. Tschö."

Sie kam aus der Küche raus und zerquetschte mich erstmal. So als würde sie mich nie wieder sehen.

"Mama....du siehst....mich wieder......Luft....." sie ließ mich los und ich kriegte wieder Luft. Puuuh, Hi Welt.

"Also. Nicht trinken, nicht kiffen, nicht rauchen, keine Partys, ruf mich an..." die Regeln des Lebens.

"Mama? Tschö. Ich werde schon nicht sterben und wenn, dann lass ich es dich wissen." Lachte ich. Sie sah mich finster an, ein weiteret Grund um kommentarlos abzuzischen.

Weg war ich, den Koffer schleppte ich hinter mir her, als würde ich den größten Felsen hinter mir her ziehen.

Als ich in der Schule ankam, legte ich mich auf meinen Koffer und schlief ein.

"Bruder?" Ich öffnete meine Augen und sah Joes Gesicht.

"Oh, hi." Langsam stand ich auf und brachte meine Haare in Ordnung.

"Wir müssen in den Bus. Komm schon."
Der Busfahrer nahm uns die Koffer ab und ließ uns einsteigen.

Joe setzt sich neben Filipe, toll. Da wollte ich sitzen. Dann musste ich wohl auf einem leeren Platz sitzen. Besser alleine.

"IST HIER NOCH FREI?" brüllte mir Kevin ins Ohr, der nervigste Typ aus der Klasse.

"Erstens: ja. Zweitens: ich bin nicht taub." Klärte ich ihn auf und rutschte zum Fensterplatz rüber.

"Cool oder? Wir fahren nach Holland!" Warum laberte er mich nun dicht?

"Jepp." Antwortete ich und steckte mir die Kophörer in die Ohren.

Endlich entspannen und schlafen. Dafür war die Zeit da. Einfach mal abschalten und abwarten was kommt.

Bevor ich meine Augen schloss, schielte ich zu meinem Sitznachbarn rüber, der tatsächlich noch am labern war.

Aus Höflichkeit, machte ich die Musik leiser und fragte ihn was er grade wollte.

"Ich hab gefragt mit wem du auf einem Zimmer bist? Und wie lange du Musik machst und warum du mich nicht auch mal zu DSDS eingeladen hast?"

Alteeeeeeer, halts Maul.

"Ich bin mit Filipe und Joe auf einem Zimmer, Fabian kommt vielleicht auch mit." Die restlichen Fragen ignorierte ich einfach.

"Ich bin auch bei euch." Er grunzte beim Lachen wie ein Schwein. Gott, warum?

Nach vielen Stunden waren wir endlich da. Jeder von uns bekam Schlüssel für sein eigenes Appartment. Yes.

Filipe, Joe, Fabi, ich und ....Kevin. Keine Traumgruppe, aber okay. Immerhin waren meine Kumpels bei mir.

Als wir das Appartment betraten, sahen wir uns erstmal um. Okay, es war kein Traum, es war auch nicht schön, aber es könnte reichen.

Alles schien okay zu sein, bis Filipe anfing Stress zu schieben.

"Hochbetten. Ich schlaf unten." Er schmiss sich auf das untere Bett.

"Blödmann, ich will unten schlafen." Ich verschränkte meine Arme und sah meinen Kumpel sauer an.

"Schlaf doch oben, wo ist das Problem?" Fragte er mich lachend.

"Nein, da sind Spinnen! Die krabbeln nachts in meinen Mund." Bei der Vorstellung bekam ich eine Gänsehaut.

"Spasti. Als ob. Dann mach den Mund zu." Er lachte wieder.

"Will unten schlafen." Ich war sauer.

"Du bist so ein Kleinkind. Ehrlich. Werd glücklich damit." Er machte das untere Bett frei und kletterte hoch. "Ich hoffe das Bett hält mich nicht aus und ich flieg nachts auf dich drauf."

Warum hasste ich ihn grad so sehr???

Samstag, 15. Dezember 2012

13. Mehr Stress - kann ich gut gebrauchen

Nun, gut. So langsam kam Weihnachten näher. Ich hatte Angst meine Geschenke würden nicht rechtzeitig ankommen.

"Basti, Schatz" rief meine Mama durch das ganze Haus.

"Ja Mama, ich kann nicht fliegen!" Ich griff nach meiner Jacke, zog diese drüber und folgte ihr nach draußen.

Sie wollte unbedingt einkaufen fahren, extra viel Essen für Weihnachten. Diesmal würden wir mit meinem Auto fahren. Hätte ich nie im Leben gemacht, wenn ich gewusst hätte, das alles so abläuft.

"Basti, schnall dich an." Machte sie mich darauf aufmerksam.

"Mama, ich hab grad mal die Tür geöffnet. Bin nicht einmal im Auto." Seufzend setzte ich mich rein, schnallte mich an, richtete den Spiegel und den  Rest auch. Meine Mama beobachtete mich auf's Genauste.

Endlich fuhr ich los. Da ich es sehr gut konnte, hatte ich keine Angst davor schnell zu fahren.

"Basti, nicht so schnell! Es können Kinder auf die Straße laufen oder dort liegen" meine Mama hatte schon komische Gedanken.

"Mama, ich weiß schon wie ich fahren muss." So langsam kriegte ich die Krise.

"Sebastian, da ist ein Stoppschild." Ja, hunderte von Metern entfernt. Die machte sich zu viele Sorgen.

Vor dem Supermarkt, brachte sie mir auch noch bei wie man zu parken hat. Am liebsten wäre ich wieder nach Hause gefahren und hätte gesagt sie solle den Bus nehmen, aber so mies bin ich nicht.

Kaum waren wir drin wurde ich schon verführt von Schokolade und Kuchen und Süßem bis zum Ende durch.

Während meine Mama stehen blieb und sich Brot ansah, packte ich lauter Schokolade in den Einkaufswagen.

Vollmilch-, Nuss-, Nougat-, Karamell- und Joghurtschokolade, dann noch ein paar Chipstüten, Käsekuchen, Pudding und Joghurts.

"Sebastian, was machst du da, der halbe Einkaufswagen ist voll. Die Hälfte kannst du wieder zurück bringen" sie packte das meiste aus und drückte es mir in die Hände.

Nein. Damit gab ich mich nicht zufrieden. Warum darf der ganze Spinat und Brokkoli Kram drin bleiben und das Leckerste musste zurück gebracht werden. 

Mama hatte keinen guten Geschmack. Sie war ein Bio-Mensch. Das war so.

"Ich mach heute eine Suppe." sie sah mich mit einer hochgezogener Augenbraue an, als ich heimlich eine Pizzapackung in den Wagen legen wollte. Mist.

"Aber ich will keine Suppe. Mama, bitte." Mein Dackelblick verlor an Wert, ich hatte keine Chance gegen sie.

Mist. Ich konnte doch keine Suppe essen. Es war flüssig und macht nicht satt. Im Gegensatz zu einer fetten Pizza, die so lecker aussieht und so gut schmeckt....

"Junger Mann, können sie bitte die Pizza nehmen und Platz machen?" Ein großer Mann stand hinter mir und wollte an das Gefrierfach.

Trauer machte sich in mir breit, als ich die Pizza zurücklegte und wieder zu meiner Mama ging. Wie ein Hund lief ich hinter ihr her.

"Hmm, haben wir noch was vergessen?" Fragte sie mich, nachdem die sich die Einkaufsliste angesehen hatte.

"Ja, Pizza und Pommes." Antwortete ich patzig.

"Schatz, du willst doch auf deine Figur achten." Sie grinste mich an und stellte sich an die Kasse.

Ich stellte mich neben sie und sagte kein Wort mehr. War beleidigt.

Dachte sie ich bin fett? Nein, ich war es ganz und gar nicht.

Mit einem Griff in die Hosentasche, holte ich mein Handy raus und tippte Filipe schnell eine Nachricht.

"Heyo Bruder. Was geht ? Hab mega Langeweile beim Einkaufen. :/"

Sofort versendete ich die Nachricht an meinen besten Freund und wartete auf eine Antwort.

Die Antwort kam erst an, als wir schon zuhause waren. Der Junge war sehr schnell.

"Altaaah, weck mich mal noch früher. Bin am pennen -.-"

Kopfschüttelnd schrieb ich ihm zurück.

"Yo, 17:30 ist früh?? War meine Schaumparty gestern zu hart für dich oder war es eher der Boden? ;)"

Der Junge hatte sie echt nicht mehr alle. Er war ein kranker Typ. So wie ich auch, aber ich war ein Promi. Ja, das war ich.

Nein, quatsch. Ich war ein normaler Junge der grad hier saß und seine Hausaufgaben erledigte.

"Wann ist die nächste Schaumparty? :D bin voll dabei. Dabei sein ist alles. Tschö in da House. Ich schlaf weiter."

Darauf antwortete ich nicht, wollte ihn nicht wecken. Er war schon lustig. Er schlief tagelang durch.

Sonntag, der größte Feind meines Lebens. Aber nicht heute. Ich freute mich sehr auf morgen. Morgen ist die Abschlussfahrt nach Holland.

Doch dieser Tag muss noch überlebt werden. Meine Eltern waren schon seit heute Morgen weg. Wieder sturmfrei. Party hard - okay, nein. Dafür war der Basti zu müde.

Mit großer Freude erreichte ich die Küche und entdeckte da einen Brief auf dem Küchentisch.

-Schatz, wir sind mal wieder weg. Schlaf nicht so lange, packe deine Koffer und bring bitte den Müll raus. Hab dich lieb
Mama.

Jskdjmajdbsjsjjsjsbdjs. Ich kriegte mal wieder einen kleinen Ausraster. Ich wollte den Müll nicht rausbringen. Aber was solls.

Ohne Jacke aber dafür mit einer Mülltüte bewaffnet, ging ich raus und entsorgte das lästige Teil.

Der Weg zurück kam mir viel länger vor. Vor der Tür suchte ich verzweifelt nach meinem Schlüssel. Hatte ich es zuhause gelassen?
Bitte nicht.

Und es war wohl doch so. Verdammter Mist.

"Filipe ? Hi. Ich hab mich ausgesperrt. Hilfe."

Ohje ohje. Wir hatten 12:39 Uhr. Er war sicherlich noch am pennen.

"HAHAHAHAHAHA. OPFER!"

Sein ernst????? Danke Filipe. DANKE!!!