Donnerstag, 27. Dezember 2012

19. A,b,c,d,e,f,g - x,y,z . Der sinnloseste Teil hier

Vielleicht war ich so voll, meine Arme sind dadurch fett geworden und ich krieg es nicht mehr ab.

Ach was solls. Mit der Zeit kriege ich es bestimmt schon an. Da ich mir nix anmerken lassen durfte, hüpfte ich schnell runter zu den anderen, die schon gut dabei waren.

Maaaan, ich wollte auch trinken, dieses eine Bier hatte keine Wirkung. Da mein Onkel sehr nett war, setzt ich mich neben ihn und grinste dumm.

"Jung' willste was trinken?" Fragte er mich und reichte mir eine Sektflasche rüber.

Warum nicht? Ablehnen wäre unhöflich. Die Flasche riss ich natürlich an mich, wer konnte da schon nein sagen? Also ich nicht.

Nach einer Flasche kam auch die nächste und ich war voll. Jetzt durfte ich mir wieder bloß nix anmerken lassen. Das würde schwer werden, da meine Mama nix getrunken hat, die trinkt auch eher wenig.

"Schatz? Alles okay?" fragte mich meine Mama besorgt. Sie hatte immer das richtige Timing.

"Ehhh........................was?" Ich sah die leere Flasche an und wartete auf ein Wunder, keine Ahnung worauf genau.

Meine Mutter gab die Hoffnung auf und verschwand in der Küche, kam nach einer Zeit mit Tee und Kaffee wieder, dann holte sie noch den Kuchen dazu, den sie vorher zusammen mit mit ihr gebacken habe - okaaaay, hab nur den Löffel abgeleckt. Dabei sein war eben alles.


"Haa-appy Birthday to youuu-uuu-uu " sang ich, wegen dem Kuchen, alle sahen mich aber an, als wäre ich hässlich. "Wer hat Geburtstag?"


"Sebastian, der Kuchen ist nur so zum Tee. Heute hat keiner Geburtstag , wir haben Weihnachten."  Klärte mich meine Mama auf.

"Ooooh, okay okay. Ich kann auch anders. Oh Weihnachtsmann, oooh Weihnachtsmann..wie" doch bevor ich weiter singen konnte, unterbrach mich mein Bruder, angeblich wegen Verursachung von Ohrenkrebs.

Penner. Tief in meinen Gedanken war ich depressiv.

Hier bekam ich einfach mal so gar keine Aufmerksamkeit.



Mein Handy klingelte, juhuuu Unterhaltung rief.

"Ja, Hallo. Hier spricht Basti Wurth, ich bin 18 Jahre alt ..."

"Halts Maul, Bruder. Ey, warum schenkst du mir eine Handytasche mit deiner Fratze drauf ?" Hörte ich Filipe am anderen Ende der Leitung fragen. Am anderen Ende der Leitung , höhö wie lustig meine Gedanken waren.

"Hä? Andys Flasche hat mein Face drauf? Chillt. Schick mir ein Bild."
Selbst die Flaschen von Andy hatten mein Gesicht drauf? Läuft.

"Ach, vergiss es, danke. Tschö." Er legte auf , doch ich dachte er war noch dran und redete weiter mit ihm.

.....oder eher mit mir selbst.


"Geschenke verteilen!" Rief Flo und schubste mich vom Stuhl als er zum Tannenbaum lief.

"Hier ist eins für Mama und Papa von mir" gab er an und überreichte ihnen die Geschenke.

Er schenkte ihnen Dekozeugs. Konnten die eh nicht gebrauchen, meine Geschenke waren cooler. Sie freuten sich trotzdem, bestimmt nur, weil sie ihn nicht verletzen wollten.

Dann stand ich auf, versuchte mich noch grade so auf den Beinen zu halten und wanderte durch das halbe Wohnzimmer, wie bei dem Spiel blinde Kuh, und suchte den Tannenbaum.
Als ich den fand, packte ich mir meine Geschenke und legte es denen auf den Tisch.

Sie freuten sich auch, auch wenn es so aussah, als würden sie den Mund zu einem falschen Lächeln verziehen. Aber warum sollten die?


Dann war ich dran, meine Geschenke zu erhalten, ich bekam viel Schokolade und Geld und Chips. Okay, ich war zufrieden.

Mein Bruder zog eine Fresse, weil ihm mein Geschenk nicht gefallen hat. Soll er sich in Zukunkt selbst ein Geschenk holen.


"Was schenkst du mir so einen Quatsch? Ich muss dein Gesicht fast jeden Tag ertragen und du schenkst mir noch sowas." Zickte er rum, wie undankbar.

"Halt die Fresse !" Sagte ich beleidigt und boxte ihm auf den Oberarm.


Und wieder kamen diese Schmerzen vom Armband, es drückte so, wie viel hatte ich zugenommen?

Mein Handy klingelte wieder. Bestimmt Joe, er wollte mein Geschenk bestimmt auch
nicht.

"Ich bin nicht schuld." Meldete ich mich und wartete...

"Sebastian, mein Armband ist fest , ich kriege es nicht a und es drückt ! " regte sich Stasia auf.

Hä? War die jetzt auch fett geworden? Okay, kein Wunder, es war Weihnachten.

"Ja meins auch, hahahahahaha." Ich lachte so um die 4 Minuten, danach war ich still.

"Fertig? Hör zu, es muss ab, nix gegen das Armband, aber es muss ab!"
Warum erzählte sie mir sowas, ich hatte dasselbe Problem.

"Mein nicht oder was? Weißt du eigentlich das mein Bruder und Filipe meine Geschenke hassen?" Themawechsel, ganz spontan.

"Sebastian !!! Wenn es bis morgen nicht abgeht, ruf ich dich michmal an !"

Sie legte auf und ich saß da wie ein Trottel, ich hatte Hunger.

Da ich schon alles aufgegessen hatte, musste ich mir ein Brot machen, das tat ich auch.

"Lalalalalalalalalaalaalaalalaal" ja ich sang gerne beim Kochen, okay das war kein kochen , aber sowas in der Art.

Ich hatte Bock auf eine fette Pizza, okay.

Zum Glück hatten wir welche da. Ich schmiss eine in den Ofen und wartete.

... wartete, wartete, wartete und irgendwann wurde sie langsam braun.

Iiiiih, nein sie musste raus, panisch rannte ich um den Backofen herum und kam auf die Idee es auszustellen.

Nächster Schritt - Pizza rausholen, ich schaltete das Licht im Backofen an und versuchte die Pizza rauszuholen, doch als das Backpapier an das Licht kam, fing das Papier an zu brennen.

Hä? War das überhaupt möglich? Oder nicht? Das Feuer sah aus wie das Feuer beim Laternenzug damals, es war groß.

"Alter spinnst du???? Der Ofen ist am brennen und du stehst daneben und schaust es an?" Mein Bruder schubste mich aus der Küche , boaaah, nur weil ihm mein Geschenk nicht gefiel, schubste er mich hier rum !

So ein Affe.

Sonntag, 23. Dezember 2012

18. Ihr geht mir alle auf die Nerven.

Jajajajajajaja. Marco war sauer auf mich, na und ? Er kehrte mir den Rücken zu also versaute ich ihm seinen Auftritt. So waren wir quitt.

Mir wurde angeboten da aufzutreten, leider hatte ich meine Gitarre nicht dabei, also keine Chance, nach den Ferien hatten wir das vereinbart. Immerhin.


Gut gelaunt latschte ich durch die Straßen und sah einen kleinen Stand mit viel Ketten und Armbändern. Öde, ich musste meiner Freundin, die ich bereits vergessen hatte noch was holen.


So ging ich zum Stand und sah mir den Schmuck an, irgendwas billiges brauchte ich.


"Wie viel ?" Fragte ich den halbschlafenden Verkäufer und zeigte auf eine schöne Kette.

"150" kurz und knapp war seine Antwort.

"Euro?"

"Cent!" Bekam ich die freche Antwort. Oh cool.

"Sagen sie doch direkt 1 Euro 50." Verbesserte ich ihn.

"Wir sind nicht bei wünsch dir was, die Kette ist ein Erbstück, 150€!" Wie unfreundlich er doch war.

"Ja, jut. Kann ich mit ihnen verhandeln?" Darin war ich gut. Doch der Typ sah mich finster an und schüttelte den Kopf.

"Machen wir 10€, 10 Cent und eine Autogrammkarte von mir. Top Angebot. Weihnachtsschnäppchen." Schien ihn nicht zu beeindrucken.

"Sie zu das du Land gewinnst." Nö, was dachte er sich da eigentlich? Big Boss oder was?

Hartnäckig blieb ich am Stand stehen und sah mich weiter um. Bis ich zwei gleich schöne Armbänder sah. Die musste ich haben. Eins für die und eins für mich.

"Wie viel kosten die?" Fragte ich ihn.

"Die verkaufe ich nicht. Die braucht kein Mensch." Sagte er und drehte sich weg

"Kann ich die einfach so haben?" Warum würde er mir die einfach so geben?

"Nimm mit. Aber sei vorsichtig." Er lachte leise und schlief ein.


Egal, ich hatte zwei Armbänder umsonst bekommen. Zeit um sich endlich mal wieder nach Wochen bei Stasia zu melden.

Ich schickte ihr eine SMS und teilte ihr mit, das ich was für sie hatte und immer an sie dachte. Ein bisschen gelogen war es schon aber egal.

Zuhause packte ich das ganze ein und schmiss es auch zur Seite.
Am letzten Tag noch was besorgt. Klasse, Basti.

Meine Eltern waren auch dabei Geschenke einzupacken. Also ich wollte nur Geld haben, war wunschlos glücklich.


Am nächsten Morgen war es dann soweit. Weihnachten ! Ich warf einen Blick nach draußen. Herbstwetter - Weihnachtsstimmung? Nicht wirklich.

Schnell rannte ich runter zu meinen Eltern, die saßen schon am Tisch und tranken Tee.

"Fröhliche Weihnachten euch allen." Begrüßte ich meine Elteen und umarmte sie.

"Frohe Weihnachten." Sagten beide gleichzeitig.

Nun konnte alles beginnen. Meinen Freunden würde ich sofort was schenken, meinen Eltern erst am Abend. Schnell machte ich mich fertig packte die Geschenke und spielte den Weihnachtsmann. Zwar hatte ich keine Rentiere, dafür aber meinen süßen VW, der war eben cooler. Ich war ein hipster. Weihnachtsmann 2012.

Erst fuhr ich zu Filipe, der mich eigentlich nicht erwartet hatte.

"Hi Filipe, frohe Weihnachten!" Ich umarmte ihn und drückte ihm sein Geschenk in die Hand.

"Oh, danke Bruder. Ich hab auch was für dich. Warte hier." Filipe verschwand in sein Zimmer.

Währenddessen unterhielt ich mich mit seiner Mama über Weihnachten und Ferien.

"So, hier!" Er reichte mir das Geschenk rüber und ich freute mir einen Keks.

So, jetzt musste ich zu Joe. Sein Geschenk hatte ich auch da. Also fuhr ich schnell zu Joe, tauschte mit ihm die Geschenke aus und fuhr zur Stasia.


"Schön, das du dich auch mal wieder meldest." Sie war sauer, verständlich. Doch ich ließ mir nix anmerken.

"Hier ist dein Geschenk." Ich drückte es ihr in die Hand und sie gab mir mein Geschenk, was sie mir gekauft hatte.

Mit einem kleinen Kuss verabschiedete ich mich von ihr und fuhr nach Hause. So war der halbe Tag auch schon um. Unglaublich.

Als ich nach Hause kam, musste ich sofort meiner Mama beim Schmücken helfen.
Die Geschenke legte ich erst einmal ab und dekorierte das Wohnzimmer. Nachdem wir den Tisch gedeckt und alles schön geschmückt hatten, ging ich auf mein Zimmer.

Pünktlich, denn mein Handy klingelte. Es war Stasia, vielleicht hat ihr das Geschenk nicht gefallen.  Egal, ich ging noch schnell ran.

"Hey, Basti. Ich wollte mich einfach mal für das Geschenk bedanken." Sie klang glücklich und zufrieden. Schön , dass es ihr gefallen hatte.

So konnte ich meins auch anziehen, tat ich auch sofort.

"Kein Ding." Kam von mir, ich war viel zu sehr damit beschäftigt das Armbanddranzumachen.

"Das war bestimmt voll teuer." Sie schien sich Gedanken zu machen.

"Nö, war kostenlos. War nix wert." Wie dumm warst du eigentlich? "Ich meine.."

"Du schenkst mir was, was nichts wert ist? So viel bin ich dir also wert? Na danke!" Jetzt war sie angepisst. Wäre sie doch auch wenn es teuer wäre. Ich verstand die Frauen nicht.


Sauer legte sie auf. Was für eine Zicke sie war. Egal, ich ließ mir die Stimmung nicht verderben und ging ins Wohnzimmer zu den anderen.

Es waren schon viele Gäste da und saßen am Tisch. Wie ich doch alle meine Verwandten liebte. Nicht.

"Hallo Basti." Begrüßten mich alle, als hätten wir uns 30 Jahre nicht mehr gesehen.

"Hey." Grüßte ich schüchtern zurück und setzte mich hin.

"Willst du was trinken? Wein zum Beispiel? Oder Vodka?" Schlug ein Cousin von meinem Vater vor.

"Äh.." wollte grade was sagen, da funkte mein Vater dazwischen.

"Er kann nicht so gut mit Alkohol umgehen. Ein Bier reicht ihm vollkommen aus."

Na danke, Papa. Jetzt durfte ich mich hier langweilen, während die anderen vor mir Vodka wie Wasser tranken.

Nach einer Stunde war schon jeder in seiner eigenen Welt.

 Papas Cousin setzte sich neben mich, legte seinen Arm um meine Schulter und fing an zu reden. Das würde nicht gut enden... Kindheitserinnerungen in 5,4,3,2,1 ...

"SEBASTIAN, DU WEIßT DOCH BESTIMMT NOCH DAMALS ALS DU KLEIN WARST...." Er brüllte mir ins Ohr, so als würde ich ihn nicht verstehen, dabei bekamen bestimmt schon die Nachbarn was mit.

"Ja ja ja. Ich war klein und süß. Du brauchst echt nicht so rumschreien." Wies ich ihn darauf hin und sag mir mein Armband an, irgendwie leuchtete es.

"Alles okay, Schatz?" Fragte meine Mama und sah mich besorgt an.

"Jaja alles okay."

Auf einmal hatte ich gar kein so gutes Gefühl, weiß auch nicht wieso, dieses Armband störte mich. Das musste ab.

Ich versuchte die ganze Zeit es abzumachen - ohne Erfolg.

"Mama. Ich muss kurz ins Bad." Informierte ich meine Mutter und rannte ins Bad.

Dort tat ich extrem viel Seife auf meinen Arm, alles nur damit dieses Ding abgeht. Es half gar nichts. Langsam stieg Panik auf.





Samstag, 22. Dezember 2012

17. Cooles Leben

Da stand ein Elf in der Tür und winkte mir zu, ich tat es ihm gleich und grinste wie ein dummer Esel.

Natürlich war ich kein Esel, hihihihihi.

Oh Gott, selbst meine Gedanken waren high. Gut, oder auch schlecht. Ich wusste es nicht. Mir ging es einfach gut.

Der Elf packte mich an den Schultern und schüttelte mich.

"Sebastian!" Sagte er böse, ey warum so gestresst, Junge?

Als ich meinen Kopf ein paar mal schüttelte, sah ich meinen Klassenlehrer vor mir - da war gar kein Elf.

Schade.

"Was geht hier vor?" Fragte er wütend und sah in die Runde.

"Bisschen feiern" antwortete mein Kumpel ...ääähh irgendwas mit F oder so, kannte den Namen nicht mehr. Konnte es nicht im Kopf behalten.

"Das ist nicht euer ernst. Räumt alles weg und geht ins Bett! Das gibt es doch nicht. Seid froh, das ich eure Eltern nicht bereits informiert habe. Sowas will ich nie wieder sehen." Eine Standpauke die grad eh keiner checkte.

Die anderen zwei Hajos gingen in ihr Zimmer und mein Kumpel Filipe, wie ich bereits schon sagte, saß blöd da und starrte die Wand an. Die war echt interessant !!!

Dann klingelte mein Handy . Was stand da ?

"Maa-maa..ma...maaa, oh egal!" Ich nahm den Anruf an.

"Ja bidde??"

"Schatz, hi. Hier ist Mama." Scheiße. Ausgerechnet jetzt.

Aus irgendeinem, mir unbekannten, Grund fing ich an zu lachen, weil ich es lustig fand.

"Geht es dir gut ? Was ist so lustig?" Wollte sie genau wissen.

"Ach Mama. Ich hab dich vermisst. So lang isses her, meinste nicht?" Ich sollte nicht reden, wenn ich davor gekifft oder getrunken hab.

"Sebastian, bist du besoffen?" Ihre Stimme klang wütend.

"Yolo, Mama. Ich bin ein Hipster." Blablabla - was weiß ich, was ich da laberte.

"Junger Mann.." hat jemand Hunger gesagt??

"JA MAMA, ICH HAB HUNGER!" Brüllte ich.

"So jetzt reicht es mir. Geh sofort ins Bett !!! Wir sprechen morgen. Du kannst hier nicht jedes mal deine Witze liefern."

"Pizza liefern?? Ja bitte zwei, groß mit..... ohne Zwiebeln. Sprech ich mit dem Pizzaservice?" Der Pizzaservice hatte aufgelegt. Mist.

"Wer hat Pizza gesagt? Diggah, ruft der Pizzaservice bei dir an?" Filipe sah zu mir rüber.

"Eeeehhh .... keine Ahnung." Ich war mir selbst nicht mehr sicher.

"Basti sing mal, mir ist langweilig." Filipe lag auf dem Boden und rollte hin und her.

"Okay." Ich öffnete meinen Mund um anzufangen und blieb so sitzen.

Zehn Minuten später war ich mir nicht mehr sicher, was ich genau wollte.

"Bruder? Was wollte ich grade machen?" Fragte ich Filipe ahnungslos.

"Weiß ich doch nicht mehr !" Er stand auf und ging in sein Bett.

Der Rest der Klassenfahrt war recht unterhaltsam. Den Weltuntergang hatte ich leider überlebt, das hieß, ich musste doch noch für die Klausuren lernen.

Es war schön wieder zuhause zu sein. Meine Mama war immer noch komisch, wegen dem Anruf. Sie dachte ich war sturzbesoffen. War gut so.

Nun ja. Weihnachten stand vor der Tür und mein Adventskalender neigte sich auch dem Ende zu.

Die Sachen vom Fanshop waren auch endlich da. Zum Glück war das Paket noch verschlossen, weil da dick und fett mein Name drauf stand.

Mit dem Paket in der Hand, ging ich ins Zimmer und fing an die Sachen zu verpacken. Man, meine Eltern werden sich freuen.

Nachdem ich die Geschenke versteckt hatte, in einer Tüte, beschloss ich in die Stadt zu gehen, ganz spontan.

In der Stadt war nicht viel los, ein paar Menschen liefen hin und her, ein Weihnachtsmann stand da, natürlich nur ein Mann der als Weihnachtsmann verkleidet war. Sonst war alles wie sonst.

Mitten in der Stadt hing ein großes Plakat, von einer Veranstaltung. Wie uncool.

Doch da war ein Gesicht drauf, das mir total bekannt vorkam.

"Kleiner Auftritt vom blabla Dsds...blabla Marco Angelini. Den kenn ich doch." Ich war grad stolz drauf, ich kannte ihn.

Und ohne das ich hinter die Bühne musste, die da auf einmal im Weg stand, kam Marco mir entgegen.

"Hiiii." Begrüßte ich ihn cool. Dieser sah mich kurz an , lächelte und ging wieder hinter die Bühne.

Was war das denn? Denkt er jetzt auch er ist berühmter als ich? Nur weil er Vierter war?

"Guten Tag, Sebastian!" Begrüßte mich der Bühnenaufbauer.

Hm, das war eigentlich meine Chance!

"Hallo. Tritt Marco Angelini hier auf?" Fragte ich nach.

"Ja, tut er!" Lächelte er freundlich.

"Oh? Ich dachte die Stadt muss es erstmal genehmigen. Komisch." Ich konnte gut schauspielern, kein Zweifel.

"Ja, das stimmt. Aber das Management hätte es wohl abgeklärt. Wir haben auch leider keine Zeit um nachzufragen. Marco hat es bestätigt." Antwortete er weiterhin freundlich.

"Das kann aber nicht sein. Ich wollte auch noch ein paar Auftritte geben, aber dieses Jahr geht es nicht mehr. Schon komisch das er es dann darf, finden sie nicht? Sie tun mir leid. So verarscht zu werden ist schlimm!" ...und lügen genauso.

Der Typ stand sauer auf und ging zum Veranstalter, dem er erstmal alles erzählt hatte.

Dieser schien aufgebracht zu sein und verschwand hinten.

"Was? Das war doch geklärt?" Marco wurde rausgeschmissen. Yes!

"Verschwinden Sie. Lügner!" Der Veranstalter sah sehr sauer aus.

Basti du bist ein Genie... für einen Moment.

Mittwoch, 19. Dezember 2012

16. Party (Absturz) hard

Ein neuer wunderschöner Morgen. So motiviert wie ich heute war, war ich noch nie. Okay, ich schlief zwar nicht aus, hier durfte man auch nicht bis 16 Uhr schlafen, wir hatten schon feste Zeiten und "Pläne" an die wir uns zu halten hatten.

Filipe lag noch da und schlief. Gut, also wurde er schon mal nicht von den Ratten gefressen.

Die anderen waren auch schon wach. Kevin stand auf und machte Dehnübungen, er nervte mich damit. Seine Anwesenheit störte mich.

Nachdem jeder duschen war und sich umgezogen hatte, gingen wir gemeinsam frühstücken.

Jeder schnappte sich ein Tablett und legte sich was zu essen drauf. Am Tisch erst, fiel mir auf das alle nur jeweils ein Brötchen und zwei Beilagen hatten. Im Gegensatz zu mir, denn ich hatte ein Brötchen mit Wurst, eins mit Käse, ein mit Wurst und Käse und eins mit Nutella. Wenn man es nicht besser wissen würde, würde man denken ich sei der Brötchenverkäufer.

Doch da ich so einen Hunger hatte, aß ich alles auf und war kurz vor'm Platzen.

Nach dem Frühstück trafen wir uns alle in der Eingangshalle. Dort besprachen wir unseren weiteren Tagesablauf.

Heute stand Wandern auf dem Plan und anschließend Eis essen. Eis? Gerne. Wandern? Nö.

Wie sollte ich denn bitte wandern, wenn mein Bauch so voll war wie sonst was. Na, notfalls roll ich die Straßen entlang.

Wir hatten noch Zeit um uns umzuziehen. Dies taten wir auch schnell.

"Eis essen, Eis essen, Eis essen, Eis essen." Sang ich vor mich hin.

"Fettsack, Fettsack, Fettsack" affte Filipe mir nach.

"Alter, bist du lustig!!" Angenervt drehte ich mich von ihm weg und stylte meine Haare - das war ein Muss.

"Komm doch jetzt!! Beweg dich doch mal! Ich muss mal jetzt komm. Oh komm schon. Basti Wurth." Filipe ging mir heute echt auf die Nerven.

Da ich ein netter Junge war, ging ich aus dem Bad und ging schon mal vor in die Eingangshalle, wo sich die Hälfte der Klasse schon versammelt hatte.

Erstmal wurden alle durchgezählt, beim zweiten mal wieder, als endlich alle da waren.

Vollzählig machten wir uns auf den Weg.

Die Wanderung war zu nix gut. Der Reiseführer oder was er auch war, kannte sich da selbst nicht aus und wir verliefen uns.

"Abenteuer !!!" Ich war sauer und hatte Hunger auf das versprochene Eis.

"Der weiß doch selbst nicht wohin." Filipe setzte sich auf eine Bank, weil er keinen Bock mehr hatte, wie wir alle auch.

"Können wir endlich ein Eis essen gehen?" Fragte Joe.

War ganz seiner Meinung, ich hatte Lust auf ein fettes Eis mit Sahne und Karamell.

"Ah schaut mal, da ist die Eisdiele. Ich wusste doch das wir hier richtig sind." Der verpeilte Reiseführer tat so als hätte er Ahnung.

Und obwohl ich ihn erschlagen könnte, folgte ich ihm trotzdem glücklich.

Kurz davor merkten wir alle, dass es doch keine Eisdiele war, sondern ein kleiner Brot Laden.

"Ach, genau. Hierhin wollte ich. Leute, warum wollt ihr bei diesem Wetter Eis essen, lasst uns lieber ein Brot kaufen." Der verrückte Typ lachte und ging rein.

Wir blieben draußen und schauten sauer zu unserem Lehrer. Der sich für den ahnungslosen Reiseführer entschuldigte und uns entließ. Den Rest des Tages konnten wir das machen wozu wir Lust hatten.

"Ab nach Hause. Ich brauch meinen Schönheitsschlaf." Sagte ich zu meinen Freunden.

"Na, von denen brauchst du aber noch einige, Basti." Filipe zwinkerte mir zu und ging vor.

"Wir müssen heute einkaufen. Wer geht?" Fragte Joe und sah uns an.

"Ich, kommst du mit?" Filipe ging nie gerne einkaufen, deswegen wunderte mich seine Reaktion.

"Gerne." Stimmte Joe zu und die gingen zu zweit in die andere Richtung.

Fabi und ich gingen zusammen in unser Appartment. Wieder zog ich mich zurück, legte mich auf mein Bett und summte vor mich hin, während ich meiner Mama auf ihre SMS antwortete. Nach einem Tag.

"Hey Mam, mir geht es gut. Tschö :* (Kusszeichen, damit du das weißt, ist die Jugendsprache.)"

Fabi putzte solange den Raum. Er war im Gegensatz zu mir super fleißig. So musste ich wenigstens nix machen. Aber der Tag würde bestimmt noch kommen.

"Halloooo. Heute geht dicke Party." Filipe kam rein und stellte einen Kasten Bier und Sekt auf dem Tisch ab.

"Zieht doch mal eure Schuhe aus, Mensch. Ich wische den Boden." Fabi war sauer und hörte auf zu wischen.

"Lass den Quatsch. Party läuft." Filipe nahm Fabi das Putzzeug ab und stellte es weg, machte dann sein Handy an und lief Musik laufen.

"Ein paar andere hab ich aus der Klasse auch zu uns eingeladen. Toby und Farid kommen später nach." Filipe fühlte sich jetzt bestimmt voll.

Joe stellte nun auch den anderen Bierkasten ab und verschwand ins Bad.

"Basti, machst du mit denen Party? Also ich nicht. Ich hab kein gutes Gefühl bei der Sache. Vorallem wenn dieser Toby kommt." Fabi wartete gespannt auf meine Antwort. Er war immer brav und hatte eigentlich auch immer recht. Aber ich hatte Lust auf Party.

"Nein, ich bleibe hier. Wenn was ist, ich komm nach." Sagte ich Fabi bescheid und klopfte ihm lächelnd auf den Rücken. Er packte die Schlüssel und verschwand zu den Anderen.

"Los. Mach dich fertig, Wurth." Joe schmiss mir mein Hemd entgegen und ich zog es schnell um.

"Kannst du mir dein Hemd leihen?" Fragte mich Filipe, da wir uns gegenseitig oft Sachen ausgeliehen hatten, war es diesmal auch kein Problem.

Ich kramte mein weißes Hemd raus und warf es ihm zu. Er bedankte sich und zischte ins Bad ab.

Und schon klopfte es an der Tür. Es waren Farid und Toby.

"Ey Jungs, was geht?" Die beiden kamen gut gelaunt rein und hatten auch noch Bier dabei.

Als Filipe aus dem Bad kam, begrüßte er die beiden und machte das Bier auf. Ich nahm mir auch eins. Die fingen an sich zu unterhalten und ich saß da wie ein Außenseiter.

Nach dem dritten Bier war mir schwindelig und das war's. Mehr würde ich nicht mehr trinken.

Filipe hatte anscheinend auch genug Bier gehabt, denn er laberte wie ein Wasserfall.

"Also damals, vor langer Zeit, war ich mal mit Basti was trinken und er verträgt eh nicht viel, als es ihm zu viel wurde, stieg er irgendwann auf den Tisch und hat sich ausgezogen."

"Filipe ist gut!!!!" Ich war zwar so ziemlich angetrunken, aber ich bekam noch alles mit.

Während Filipe und ich am diskutieren waren, holte Toby irgendwas raus.

"Jungs? Chillt mal." Wir sahen gleichzeitig zu ihm. "Raucht ihr?" Er hielt uns einen Joint hin und grinste.

Party, Alkohol und Drogen? Niemals. Also Party und Alkohol gerne, aber Drogen - nein, Danke.
Meine Mama war auch schon immer dagegen. Ich hab es ihr versprochen.

"Filipe, was machst du da ?" Fragte ich Filipe als ich ihn dabei beobachtete, wie er sich von einem Fremden Drogen andrehen ließ.

Okay, so fremd war er nicht. Aber in dem Fall schon.

"Man lebt nur einmal!" Bekam ich als Antwort.

"Try it! " bat er mir auch was an und forderte mich dazu auf auch was zu nehmen.

"Nein, ich mag nicht." Lehnte ich ab. Fabi hatte doch sowas von Recht.

"Spaßbremse." Lachte Filipe und er kriegte sich nicht mehr ein.

Wie krass es war mit ansehen zu müssen wie der beste Freund kiffte.

"Komm schon Basti. Los, hier zieh auch mal." Er hielt mir das Ding vor's Gesicht.

Ich kam mir irgendwie dumm und verarscht vor. Ich wollte es nicht, aber ich wollte auch kein Spielverderber sein.

"Jetzt mach doch, Basti." Sagte Farid und alle sahen jetzt zu mir. "Weichei oder was?"

Weichei? Nö. War ich nie. Wollte ich auch nicht sein.

"Okay." Ich nahm es ihm aus der Hand, sah es mir noch angewidert an und zog auch dran.

Das war sowas von ekelhaft, aber ich machte weiter, um es den anderen zu beweisen.

Während ich voll dabei war, war Filipe sich am totlachen, über ein Bild auf dem er seiner Meinung nach scheiße aussah.

Nach einer Zeit fühlte ich mich voll entspannt, sah aber alles komisch und redete in slow motion.

"Ehmm... so..schlimm...war...es...nicht....?" Was ich danach gelabert habe, wusste ich nicht mehr.

"Hallo, was geht denn hier ab?"

Scheiße. Ich drehte meinen Kopf langsam zur Tür und konnte es nicht fassen wer da stand.

Wie die Party einfach eskaliert war. Damit hätte ich nie im Leben gerechnet.

Dienstag, 18. Dezember 2012

15. Will immer noch nach Hause!

Yes. Ich hatte mein unteres Bett. So musste ich nicht jede Nacht Spinnen essen.

Filipe war immer noch zickig. Er lag da auf seinem oberen Bett und starrte zur Decke. Wer war nun die Zicke ? - Er.

Heute konnten wir chillen, da wir erst angekommen waren. So erkundete ich erstmal das Dorf hier. Nach ein paar Minuten hatte ich auch keinen Bock mehr.

In unserem Appartment war es aber auch nicht grade interessant. Filipe hörte Musik und aß Chips, während Fabi und Joe sich gegenseitig Witze erzählten.

"Wusstest du das am Freitag, diese Woche die Welt untergeht?" Quatschte mich Kevin von der Seite an.

"Was du nicht sagst. Ich feier drauf." Nach dem Satz ignorierte ich den Jungen und sah zu Filipe, der mich gekonnt ignorierte.

"Wie lang willst du es durchziehen?" Wollte ich von ihm wissen.

Ich hatte das Gefühl mit einer Wand zu reden. Nice conversation.

"Filipe?" Ich ließ mich nur ungern ignorieren, vorallem von meinem sturen Kumpel.

Nach mehreren Versuchen ihn anzulabern, gab ich es endgültig auf und legte mich seufzend ins Bett. Kurz darauf vibrierte mein Handy.

Nachricht von Mama:

'Schatz, meld dich, wenn du lebend angekommen bist.'

Sie meinte es echt ernst mit mir. Kopfschüttelnd legte ich mein Handy zum Aufladen zur Seite und trat gegen das Bett über mir. Mir war langweilig und ich wollte mit Filipe reden.

"Lass mich, ich bin verzweifelt." Wow. Er konnte sprechen.

"Red doch mit mir, du Blödmann." Und wieder kam nix zurück.

Was für eine Memme. Genervt ging ich rüber zu Fabi und Joe. Die immernoch damit beschäftigt waren, lustig zu sein.

"Frage: Was ist der Unterschied zwischen einem Bein? Antwort: Beide Beine sind gleich lang, besonders das Linke! " und schon kugelten beide fast weg vor Lachen.

Warum war ich von verrückten umgeben? Hatte ich das verdient?

Es klopfte an der Tür. Filipe sprang vom Bett und riss die Tür auf, in der Hoffnung es sei der Pizzaservice.

"Hallo." Unser Lehrer stand da. Filipes Gesicht verzog sich wieder und er ging zurück ins Bett. "Ich hab eine Rallye für euch. Geht los ich und lernt die Stadt besser kennen." Er drückte uns ein Blatt in die Hand und verschwand wieder.

Auf dem Zettel waren lauter Pfeile denen wir folgen sollten. Navi für Arme.
Also machten wir uns auf den Weg. Filipe trottete hinterher lustlos und gelangweilt.

"Finde in der Nähe einen Supermarkt." Fragend sah ich mich um, doch außer Bäume und Häuser war nix da.

"Lasst uns jemanden fragen. Wer von euch kann gut englisch?" Fragte Joe.

Das war meine Chance. Meine Chance mein englisch zu beweisen. Wie durch Zufall kam ein Mann an uns vorbei, den ich sofort anhielt.

"Ehm, sorry? We are looking for the.. eh.. house where you can buy something to eat. We don't know us here out, because we are from the...ehmm..outland."

"Basti? Blamier uns mal nicht. We are looking for a supermarket near here, can you help us?" Unterbrach mich Filipe.

Der Mann verstand ihn sofort, warum auch immer und zeigte uns den Weg.

"Spasti. Ich hasse dich." Ich war sauer auf Filipe.

"Bruder, bleib bei der deutschen Sprache, die du auch nicht grad wirklich beherrschst." Filipe machte auf Boss und führte uns rum. Meine Laune war dahin.

Nach der super anstrengenden Rallye, kamen wir kaputt und müde im Appartment an und gingen erstmal nacheinander duschen.

Als ich endlich im Bett lag, schloss ich die Augen und genoss es endlich mal wieder zu entspannen.

Nach 10 Minuten war jeder am schnarchen, am liebsten hätte ich die alle rausgeschmissen. So konnte ich nicht schlafen.

Doch als ich gerade so müde war, meine Augen zufielen und ich endlich das Gefühl hatte einzuschlafen, wurde ich hellwach. Von einem Geräusch das nur eins bedeuten könnte.....

Ratten!

Schnell setzte ich mich auf und leuchtete mit meinem Handy auf den Boden.

Und da sah ich eine. Eine hässliche fette Ratte.

"AAAH !!! FILIPEE WACH AUF !!!!"

"SPINNST DU?!" Bekam ich als Antwort, von einem geschockten Filipe, der beinahe vom Bett fiel.

Die Anderen wurden auch wach und sahen mich verwirrt an.

"RATTE !!!" ich zeigte angewidert auf die Ratte die unter MEIN Bett kletterte.

"Nein nein nein nein nein. Macht die weg. Weg damit. Weg damit" ich kletterte schnell zu Filipe auf's Bett hoch.

"Alter, hau mal ab. Du wolltest nicht hier schlafen. Jetzt tschö." Er versuchte mich aus dem Bett zu treten, doch ich gab mich nicht geschlagen.

"Geh runter. Kannst das Bett haben. Lass mich hier! Bitte, geh runter" bettelte ich Filipe an.

"Leute die ist weggelaufen. Aus dem Fenster." Informierte uns Joe, der gerade das Fenster schloss.

"Filipe geh runter, das Bett ist deins." Ich zog Filipe am Arm aus dem Bett.

"Ich hasse dich so sehr. Ich hoffe die Spinnen fressen dich auf." Genervt stieg Filipe aus dem Bett und legte sich runter.

Gott sei Dank. Ich esse lieber Spinnen als von Ratten gefressen zu werden.

"Gute Nacht und Sebastian? Halt bitte die Fresse für die restliche Nacht. Ich möchte gerne schlafen." Mit diesen Worten schlief er ein.

---------------------------

Vorschau für den nächsten Teil (da ich es heute einfach nicht mehr schaffe):-D

Party, Alkohol und Drogen? Niemals. Also Party und Alkohol gerne, aber Drogen - nein, Danke.
Meine Mama war auch schon immer dagegen. Ich hab es ihr versprochen.

"Filipe, was machst du da ?" Fragte ich Filipe als ich ihn dabei beobachtete, wie er sich von einem Fremden Drogen andrehen ließ.

"Man lebt nur einmal!" Bekam ich als Antwort.

"Try it! " der Fremde bat mir auch was an und forderte mich dazu auf auch was zu nehmen.

Wie die Party einfach eskaliert ist. Damit hätte ich nie im Leben gerechnet.

Sonntag, 16. Dezember 2012

14. Abschlussfahrt - ich will nach Hause.

Ob Filipe mich wollte oder nicht, ich war auf dem Weg.

Da lief ich Trottel tatsächlich nur mit Shirt und Jogginghose durch die Gegend. Alle starrten mich an als hätte ich sie nicht mehr alle.

Die Blicke wurden mir langsam zu lästig, also tat ich so als würde ich joggen, denn Jogger sind hart und laufen ohne Jacken.

Anstatt zu Joe zu laufen, der ebenfalls in Wipperfürth wohnte, lief ich bis nach Hückeswagen.

Joggen machte fit und so konnte ich ein paar Kilos abnehmen.

Abnehmen hin oder her, ich hatte keinen Bock auf diesen Mist.
Also packte ich mir den nächsten Bus.

Die Türe schloss er zum Glück in der mitte auf, so musste ich nicht an dem Busfahrer vorbei. Was sollte ich denn da auch ohne Ticket?

Kurz darauf nahm ich Platz auf einem ...Platz. Da saß ich nun, müde und außer Atem, beobachtete die Typen im Bus, die alle dieselbe Frisur trugen wie ich. Angst.

Und es musste ja so kommen, an der nächsten Haltestelle stieg ein Fahrgastzähler ein und kontrollierte die Leute vorne.

Schnell stand ich auf und drückte die ganze Zeit auf den 'bitte halten'-Knopf.
Mir war klar das er dadurch auch nicht schneller anhält, aber ich musste hier raus.

Zum Glück hielt er schon an der Haltestelle, ich rannte aus dem Bus und fühlte mich trotzdem verfolgt.

Endlich war ich bei Filipe. Endlich, endlich, endlich.

Kaum war ich an seinem Haus, war er schon draußen mit seiner Mama.

"Bruder, was machst du hier? Hahahahahahhahahaha. Du hast deinen Schlüssel vergessen!" Er lachte mich aus, seine Mutter schüttelte nur den Kopf.

"Filipe, hol Basti bitte eine Jacke von dir." Befahl ihm seine Mama und er tat dies.

"Das kann mal passieren." Sagte sie lächelnd in der Hoffnung mich damit aufzumuntern.

Klar lächelte ich zurück, aber nur weil sie so nett zu mir war. Mein Lächeln verschwand, als mir bewusst wurde, das die grade dabei waren wegzufahren. Mist, nein.

"Hier, bittesehr. Du kleiner Obdachloser!" Filipe kam lachend zurück und legte mir seine Strickjacke um die Schultern.

"Danke, Blödmann!" Bedankte ich mich bei ihm.

"Bitte, Spasti." Ja wir hatten uns lieb, ich mochte ihn wirklich sehr...manchmal.

"Wohin fährt ihr jetzt, müsst ihr weg?" Fragte ich die beiden verwirrt.

"Wir fahren zu meiner Oma, die hat Geburtstag." Filipe lächelte. "So, tschö. Hau rein. Bye. Ciao. Bis morgen."

"Steig ein Basti, wir fahren dich noch nach Hause. Vielleicht sind deine Eltern schon da." Sagte seine Mama und stieg ein.

Filipe war bereits auch eingestiegen und ich stand da wie ein Stein.

"Eingeschlafen? Steig doch ein." Filipe hetzte, er hatte es wohl eilig.

Ich stieg ein und wir fuhren los. Hoffentlich waren meine Eltern schon da.

Da ich in meinem Gedanken versunken war, merkte ich nicht das wir schon da waren.

"So, Basti. Da sind wir." Seine Mama riss mich aus meinen Gedanken.

Aus dem Fenster sah ich das Auto von meinen Eltern. Erleichtert schnallte ich mich ab, stieg aus und verabschiedete mich noch schnell von Filipe. 

"Wo wart ihr Coolen?" Fragte ich meine Eltern, die sahen mich wenig begeistert an und gingen rein.

"Wo warst du eigentlich? Und warum sieht es hier so schlimm aus? Das Licht ist überall an..." bla bla bla. Bla bla bla bla bla bla bla bla ... "Sebastian? Ich hab dich was gefragt." Mein Vater musste sich immer wiederholen.

"Ehhhh ... ja. Tschuldigung." Für was auch immer, worum ging's?

"Du bist echt unzuverlässig." Kopfschüttelnd ging er in die Küche.

Labber nicht , dachte ich mir nur und verschwand auf's Zimmer. Dort packte ich meinen Koffer, mein ganzer Kleiderschrank war dabei und mein Koffer war kurz vorm Platzen. Er wog bestimmt mehr als ich, ich wusste jetzt aber auch nicht mehr genau wie viel ich wog.

Den restlichen Tag verbrachte ich in meinem Zimmer und zählte die Apps die ich auf dem Handy hatte.


Montag !! Es war soweit. Abschlussfahrt mit der schönsten Klasse des Universums. Ja, ich war heute sehr ironisch. Man durfte mich nicht falsch verstehen.

Ich kam mir vor wie Hulk, als ich den schwersten Koffer der Welt in den Flur transportierte.

"Schatz, iss schnell was." Jetzt ging das schon wieder los. Meine Mama war am Morgen viel zu anstrengend.

"Kein Hunger. Tschö."

Sie kam aus der Küche raus und zerquetschte mich erstmal. So als würde sie mich nie wieder sehen.

"Mama....du siehst....mich wieder......Luft....." sie ließ mich los und ich kriegte wieder Luft. Puuuh, Hi Welt.

"Also. Nicht trinken, nicht kiffen, nicht rauchen, keine Partys, ruf mich an..." die Regeln des Lebens.

"Mama? Tschö. Ich werde schon nicht sterben und wenn, dann lass ich es dich wissen." Lachte ich. Sie sah mich finster an, ein weiteret Grund um kommentarlos abzuzischen.

Weg war ich, den Koffer schleppte ich hinter mir her, als würde ich den größten Felsen hinter mir her ziehen.

Als ich in der Schule ankam, legte ich mich auf meinen Koffer und schlief ein.

"Bruder?" Ich öffnete meine Augen und sah Joes Gesicht.

"Oh, hi." Langsam stand ich auf und brachte meine Haare in Ordnung.

"Wir müssen in den Bus. Komm schon."
Der Busfahrer nahm uns die Koffer ab und ließ uns einsteigen.

Joe setzt sich neben Filipe, toll. Da wollte ich sitzen. Dann musste ich wohl auf einem leeren Platz sitzen. Besser alleine.

"IST HIER NOCH FREI?" brüllte mir Kevin ins Ohr, der nervigste Typ aus der Klasse.

"Erstens: ja. Zweitens: ich bin nicht taub." Klärte ich ihn auf und rutschte zum Fensterplatz rüber.

"Cool oder? Wir fahren nach Holland!" Warum laberte er mich nun dicht?

"Jepp." Antwortete ich und steckte mir die Kophörer in die Ohren.

Endlich entspannen und schlafen. Dafür war die Zeit da. Einfach mal abschalten und abwarten was kommt.

Bevor ich meine Augen schloss, schielte ich zu meinem Sitznachbarn rüber, der tatsächlich noch am labern war.

Aus Höflichkeit, machte ich die Musik leiser und fragte ihn was er grade wollte.

"Ich hab gefragt mit wem du auf einem Zimmer bist? Und wie lange du Musik machst und warum du mich nicht auch mal zu DSDS eingeladen hast?"

Alteeeeeeer, halts Maul.

"Ich bin mit Filipe und Joe auf einem Zimmer, Fabian kommt vielleicht auch mit." Die restlichen Fragen ignorierte ich einfach.

"Ich bin auch bei euch." Er grunzte beim Lachen wie ein Schwein. Gott, warum?

Nach vielen Stunden waren wir endlich da. Jeder von uns bekam Schlüssel für sein eigenes Appartment. Yes.

Filipe, Joe, Fabi, ich und ....Kevin. Keine Traumgruppe, aber okay. Immerhin waren meine Kumpels bei mir.

Als wir das Appartment betraten, sahen wir uns erstmal um. Okay, es war kein Traum, es war auch nicht schön, aber es könnte reichen.

Alles schien okay zu sein, bis Filipe anfing Stress zu schieben.

"Hochbetten. Ich schlaf unten." Er schmiss sich auf das untere Bett.

"Blödmann, ich will unten schlafen." Ich verschränkte meine Arme und sah meinen Kumpel sauer an.

"Schlaf doch oben, wo ist das Problem?" Fragte er mich lachend.

"Nein, da sind Spinnen! Die krabbeln nachts in meinen Mund." Bei der Vorstellung bekam ich eine Gänsehaut.

"Spasti. Als ob. Dann mach den Mund zu." Er lachte wieder.

"Will unten schlafen." Ich war sauer.

"Du bist so ein Kleinkind. Ehrlich. Werd glücklich damit." Er machte das untere Bett frei und kletterte hoch. "Ich hoffe das Bett hält mich nicht aus und ich flieg nachts auf dich drauf."

Warum hasste ich ihn grad so sehr???

Samstag, 15. Dezember 2012

13. Mehr Stress - kann ich gut gebrauchen

Nun, gut. So langsam kam Weihnachten näher. Ich hatte Angst meine Geschenke würden nicht rechtzeitig ankommen.

"Basti, Schatz" rief meine Mama durch das ganze Haus.

"Ja Mama, ich kann nicht fliegen!" Ich griff nach meiner Jacke, zog diese drüber und folgte ihr nach draußen.

Sie wollte unbedingt einkaufen fahren, extra viel Essen für Weihnachten. Diesmal würden wir mit meinem Auto fahren. Hätte ich nie im Leben gemacht, wenn ich gewusst hätte, das alles so abläuft.

"Basti, schnall dich an." Machte sie mich darauf aufmerksam.

"Mama, ich hab grad mal die Tür geöffnet. Bin nicht einmal im Auto." Seufzend setzte ich mich rein, schnallte mich an, richtete den Spiegel und den  Rest auch. Meine Mama beobachtete mich auf's Genauste.

Endlich fuhr ich los. Da ich es sehr gut konnte, hatte ich keine Angst davor schnell zu fahren.

"Basti, nicht so schnell! Es können Kinder auf die Straße laufen oder dort liegen" meine Mama hatte schon komische Gedanken.

"Mama, ich weiß schon wie ich fahren muss." So langsam kriegte ich die Krise.

"Sebastian, da ist ein Stoppschild." Ja, hunderte von Metern entfernt. Die machte sich zu viele Sorgen.

Vor dem Supermarkt, brachte sie mir auch noch bei wie man zu parken hat. Am liebsten wäre ich wieder nach Hause gefahren und hätte gesagt sie solle den Bus nehmen, aber so mies bin ich nicht.

Kaum waren wir drin wurde ich schon verführt von Schokolade und Kuchen und Süßem bis zum Ende durch.

Während meine Mama stehen blieb und sich Brot ansah, packte ich lauter Schokolade in den Einkaufswagen.

Vollmilch-, Nuss-, Nougat-, Karamell- und Joghurtschokolade, dann noch ein paar Chipstüten, Käsekuchen, Pudding und Joghurts.

"Sebastian, was machst du da, der halbe Einkaufswagen ist voll. Die Hälfte kannst du wieder zurück bringen" sie packte das meiste aus und drückte es mir in die Hände.

Nein. Damit gab ich mich nicht zufrieden. Warum darf der ganze Spinat und Brokkoli Kram drin bleiben und das Leckerste musste zurück gebracht werden. 

Mama hatte keinen guten Geschmack. Sie war ein Bio-Mensch. Das war so.

"Ich mach heute eine Suppe." sie sah mich mit einer hochgezogener Augenbraue an, als ich heimlich eine Pizzapackung in den Wagen legen wollte. Mist.

"Aber ich will keine Suppe. Mama, bitte." Mein Dackelblick verlor an Wert, ich hatte keine Chance gegen sie.

Mist. Ich konnte doch keine Suppe essen. Es war flüssig und macht nicht satt. Im Gegensatz zu einer fetten Pizza, die so lecker aussieht und so gut schmeckt....

"Junger Mann, können sie bitte die Pizza nehmen und Platz machen?" Ein großer Mann stand hinter mir und wollte an das Gefrierfach.

Trauer machte sich in mir breit, als ich die Pizza zurücklegte und wieder zu meiner Mama ging. Wie ein Hund lief ich hinter ihr her.

"Hmm, haben wir noch was vergessen?" Fragte sie mich, nachdem die sich die Einkaufsliste angesehen hatte.

"Ja, Pizza und Pommes." Antwortete ich patzig.

"Schatz, du willst doch auf deine Figur achten." Sie grinste mich an und stellte sich an die Kasse.

Ich stellte mich neben sie und sagte kein Wort mehr. War beleidigt.

Dachte sie ich bin fett? Nein, ich war es ganz und gar nicht.

Mit einem Griff in die Hosentasche, holte ich mein Handy raus und tippte Filipe schnell eine Nachricht.

"Heyo Bruder. Was geht ? Hab mega Langeweile beim Einkaufen. :/"

Sofort versendete ich die Nachricht an meinen besten Freund und wartete auf eine Antwort.

Die Antwort kam erst an, als wir schon zuhause waren. Der Junge war sehr schnell.

"Altaaah, weck mich mal noch früher. Bin am pennen -.-"

Kopfschüttelnd schrieb ich ihm zurück.

"Yo, 17:30 ist früh?? War meine Schaumparty gestern zu hart für dich oder war es eher der Boden? ;)"

Der Junge hatte sie echt nicht mehr alle. Er war ein kranker Typ. So wie ich auch, aber ich war ein Promi. Ja, das war ich.

Nein, quatsch. Ich war ein normaler Junge der grad hier saß und seine Hausaufgaben erledigte.

"Wann ist die nächste Schaumparty? :D bin voll dabei. Dabei sein ist alles. Tschö in da House. Ich schlaf weiter."

Darauf antwortete ich nicht, wollte ihn nicht wecken. Er war schon lustig. Er schlief tagelang durch.

Sonntag, der größte Feind meines Lebens. Aber nicht heute. Ich freute mich sehr auf morgen. Morgen ist die Abschlussfahrt nach Holland.

Doch dieser Tag muss noch überlebt werden. Meine Eltern waren schon seit heute Morgen weg. Wieder sturmfrei. Party hard - okay, nein. Dafür war der Basti zu müde.

Mit großer Freude erreichte ich die Küche und entdeckte da einen Brief auf dem Küchentisch.

-Schatz, wir sind mal wieder weg. Schlaf nicht so lange, packe deine Koffer und bring bitte den Müll raus. Hab dich lieb
Mama.

Jskdjmajdbsjsjjsjsbdjs. Ich kriegte mal wieder einen kleinen Ausraster. Ich wollte den Müll nicht rausbringen. Aber was solls.

Ohne Jacke aber dafür mit einer Mülltüte bewaffnet, ging ich raus und entsorgte das lästige Teil.

Der Weg zurück kam mir viel länger vor. Vor der Tür suchte ich verzweifelt nach meinem Schlüssel. Hatte ich es zuhause gelassen?
Bitte nicht.

Und es war wohl doch so. Verdammter Mist.

"Filipe ? Hi. Ich hab mich ausgesperrt. Hilfe."

Ohje ohje. Wir hatten 12:39 Uhr. Er war sicherlich noch am pennen.

"HAHAHAHAHAHA. OPFER!"

Sein ernst????? Danke Filipe. DANKE!!!

Freitag, 14. Dezember 2012

12. Weihnachtsvorbereitungen - nötig?

Aufstehen, essen, duschen, Schule, essen, nach Hause, essen, lernen, essen, duschen, essen, schlafen.
So sah ein einfacher Tag bei mir aus. Jetzt jedoch war es Freitag. Das Wochenende war da. Heißt: ausschlafen und essen bis zum Umfallen.

Während ich mich im Internet drüber schlau machte wie man richtig Rühreier macht, wartete ich schon auf meinen besten Freund Filipe. Da dieser oft mit Verspätung auftauchte, war ich mir nie sicher wann er genau da sein würde.

Also ließ ich mir Zeit. Meine Eltern sind auch zu Freunden gefahren, ich hatte das Haus für mich und konnte das tun was ich für richtig hielt.

Kurze Zeit später klingelte es an der Tür. Filipe - dachte ich mir.

Die Küche sah aus wie ein Schlachtfeld. Der Herd war an, aber ok, ich war dabei mir Rühreier zu machen. Die Mikrowelle war auch an, weil die Schokolade, die ich davor gegessen hatte, zu hart und somit unverzehrlich war.

Schulterzuckend ging ich zur Tür und ließ so alles stehen und liegen.

"Hi, Basti!" Vor meiner Tür standen drei Fans und wollten mit mir reden. War schon süß wie die immer da waren und mich sehen wollten. Ich war immernoch cool.

Da ich ein Gentleman war und die Mädels nicht so lange warten lassen wollte, zog ich mir nur schnell eine Jacke an, holte mein Handy aus dem Zimmer und ging raus.

Draußen war auch Filipe. Der unterhielt schon meine Fans.

Doch mich bemerkte keiner. Okaaaay?

Hallo, Fans. Ich bin da!

So schnell wurde ich also übersehen, nur weil mein Freund hier im Weg stand und von seiner damaligen Fahrprüfung erzählte.

"Hi, Filipe. Kannst schon mal rein. Die Fans sind wegen mir da." ich setzte ein gespieltes Lächeln auf, als ich dann die Aufmerksamkeit meiner Mitmenschen bekam.

"Hi, okay." Er setzte sich auf die Stufen im Flur und wartete.

"Na, was geht so bei euch?" Fragte ich sie aus Neugier, ich wollte immer alles wissen, hatte auch keine Eile.

"Ist es dein bester Freund?" Fragte die eine und alle sahen mich gespannt an.

"Ja ... Wollt ihr sonst noch was wissen?" Gespannt wartete ich auf Fragen.

"Der ist voll cool, sag dem das. Hübsch ist er auch noch!" Die kicherten und ich sah sie an als hätten die den flachsten Witz der Welt erzählt.

Nach einer kurzen Verabschiedung, ging ich zurück in den Flur, forderte Filipe auf aufzustehen, da er halb am schlafen war und nicht bemerkt hatte, das ich direkt vor ihm stand.

"Bruder, lass mich mal schlafen." Er lehnte seinen Kopf wieder an die Wand und schlief weiter.

"Filipe, ich will rein! Du schläfst auf den Treppen!" Keine Reaktion. "Wenn ich daran denke, das ich gleich den leckeren Kuchen esse, der im Kühlschrank ist. Mhmh, nur leider ist er viel zu groß, alleine esse ich den niemals auf.."

"Okay,okay. Bin wach!" Er stand auf und machte mir Platz.

Gerade als ich die Tür geöffnet hatte, kam mir eine Qualmwolke entgegen.
Was war denn hier passiert? Was war den hier loooos? Dann kam mir noch Schaum entgegen, hatte vergessen das Wasser auszumachen und das ganze Spülzeug war drin.

"Harte Schaumparty?" Filipe lachte und rutschte aus, da das Wasser überall auf dem Boden verteilt war, geschah ihm recht.

Die Schokolade in der Mikrowelle war hin. Die ganze Mikrowelle war voller Schokolade, meine Rühreier waren schwarz.

Schnell machte ich alles aus, riss die Fenster auf und wartete darauf das der Qualm verschwand.

"Lernst du kochen?" Filipe lag immernoch auf dem Boden und lachte mich weiter aus.

"Kannst du mir mal helfen? Hier stinkt es übertrieben." Während Filipe aufstand und irgendwohin verschwand, bestimmt auf mein Zimmer zocken, stand ich da und musste schnell alles in Ordnung bringen.

Ich fing erstmal an die Mikrowelle zu putzen. Toll, wurde nix aus dem Essen.
Ich koche nie wieder etwas.

Filipe stand jetzt auch in der Küche und sprühte mit einem Duftspray rum.

"Filipe? Nicht dein ernst. Das ist ein Duftspray. Für die Toillette !" Das alles war für mich kein Spaß mehr.

"Jetzt riecht es hier aber frisch" er musste sich das Lachen verkneifen als er mich ansah.

Nach knapp 3 Stunden hatten wir es geschafft den Chaos zu beseitigen. Filipe hatte keinen Bock mehr und ist gegangen.

Jetzt konnte ich mich schonmal um die Weihnachtsgeschenke kümmern. War noch eine Woche bis Weihnachten.

Da ich zum Glück schon wusste, was ich meinen Eltern schenken wollte, setzte ich mich an meinen Computer und sah mir eine Internetseite an. Dort ging ich auf die Sachen, die mir doch so gefallen hatten und bestellte sie sofort. Eins für meine Mama, für meinen Vater, meinen Bruder und meine Freunde Filipe und Joe. Für meine Oma hatte ich auch was.

Es war auch leicht dort was auszusuchen. Die Sachen waren zwar nicht super günstig, aber die waren von mir. Für meine Mama hatte ich ein Kissen bestellt, natürlich mit meinem Bild drauf. Meinem Vater einen Becher, für meine Omi ein Notizbuch, für meinen Bruder ein Poster und für Filipe und Joe Handytaschen.

Mein Fanshop war doch schon toll. Für jeden was dabei. Könnte ich nur jedem Fan empfehlen.

Ich freute mich schon sehr auf Weihnachten und die Gesichter von den Anderen, wenn sie meine Geschenke sehen.

Später am Abend verabredete ich mich mit Joe und wir gingen zusammen was trinken.

Er würde sich bestimmt auch sehr auf mein Geschenk freuen.

"Wusstest du das ich einen Fanshop habe?" Fragte ich ihn grinsend.

"Jep. Sau teuer!" Er schüttelte den Kopf und sah mich an.

"Was? Nein, das geht doch noch!" Verteidigte ich mein mehr oder weniger  eigenes Geschäft.

"Die Fans gehen pleite, wenn die sich von dort alles holen. Außerdem sind die Sachen eh nicht so toll. Krieg die billiger." Am liebsten hätte ich dem eine reingehauen.

"Und? Als Weihnachtsgeschenk sind die Sachen okay." Ich machte Werbung und erzählte nur positives.

"Nee, lass mal. Weihnachtsgeschenke von dort?? Geht garnicht !"

Okay. Und jetzt hatte ich dort was für ihn bestellt und mag die Sachen nicht? Wenigstens freuen sich meine Eltern drüber und meine Oma. Denen könnte ich auch was basteln und die würden sich drüber freuen.

Immerhin gibt es an Weihnachten leckeres Essen.

Filipes Sicht:

Da ich einfach mal gar keinen Bock hatte bei Basti zu bleiben und mit ihm aufzuräumen, ging ich nach Hause. Außerdem hatte ich Hunger. Den versprochenen Kuchen bekam ich nicht  - er hatte nicht einmal Kuchen im Kühlschrank.

Spät am Abend setzte ich mich in mein Zimmer und spielte eine Runde Fifa. Endlich mal nix tun und chillen.

"Hi" Joe erschreckte mich extrem, als er in meinem Zimmer stand.

"Was machst du hier?" Fragte ich ihn, nicht das ich was dagegen hätte. Obwohl doch, er würde mich gleich fragen ob er mitspielen dürfte.

Nein! Nein! Nein! Nicht weil ich geizig war, ich war ein schlechter verlierer. Er war im Gegensatz zu mir ein Profi. Ich wollte nicht abgezogen werden.

"Filipe. Ich war grad mit Basti was trinken." Erzählte er mir. "...er hat voll von seinem Fanshop geschwärmt! Wi
e toll das ist und alles. Denkst du das ist ein Zeichen dafür was er sich zu Weihnachten wünscht?"

"Könnte sein, ja." Ich bekam alles mit, auch wenn mein Blick auf den Fernseher fixiert war.

"Meinst du wir sollen dem was bestellen?" Er holte sein Handy raus und war drin vertieft - für eine Weile.

"Von mir aus." Ich war damit einverstanden, hatte eh keinen Plan was sein Geschenk anging.

"Schau mal hier." Er hielt mir das Handy vor's Gesicht und ich sah mir seinen Fanshop genauer an.

"Hmm, was denkst du könnten wir ihm schenken?" Fragte er mich, während ich alles genau durchsah.

"Ja, eine Bettwäsche von sich will er bestimmt nicht, dann erschreckt der sich jede Nacht. Wie wär's mit einer Handytasche? Sein Handy fällt doch so oft raus?' Wir beide hielten die Idee für gut und bestellten direkt eine.

Ein Geschenk weniger zu kaufen !

Mittwoch, 12. Dezember 2012

11. Ich bin nicht dumm - ich weiß nur nicht alles

"Sie sind zu spät." Blitzmerker die Lehrer.

"Ach was? Echt?" Ich verdrehte meine Augen und nahm neben Filipe platz.

"Pssst. Hast du die Flyer verteilt?" Stupste er mich an und nervte mich wieder mit der Frage.

"Nein. Nein. Nein. Noch Fragen?" Angenervt blickte ich nach vorne und hörte dem Lehrer zu. Naja, ich tat so als ob.

"Wie ihr bereits alle wisst, muss sich jetzt jeder von euch ein Praktikum suchen. Diesmal such ich was für euch aus."

Alter, der Typ hasste mich. Wenn es nach ihm ginge müsste ich wahrscheinlich als Metzger arbeiten, wenn nicht sogar bei der Müllabfuhr.

Dann war er so nett und verteilte uns die Plätze. Filipe beim Arzt, ja ich war neidisch. Joe beim Rechtsanwalt und ich?...

"Kindergarten?! Ihr ernst??" Warum hatten die anderen so einen geilen Platz und ich musste in den Kindergarten !

"Das würde zu dir passen." Nickte er und war aus der Sache raus.

Zuhause erzählte ich alles meiner Mama. Die sah die Sache aber nicht so schlimm wie ich es tat.

"Ist doch schön mit kleinen Kindern zu sein." War ja klar das sie so redet. Die ist auch eine Mutter und ich war auch ein süßes Kind.

"Jetzt geh dahin, stell dich vor und frag ob du ein Praktikum dort machen kannst." Sie schob mich zur Tür, wie schnell sie mich doch loswerden wollte.

Während meine Kumpels bereits alle ein Schönheitsschläfchen hielten, durfte ich den Kindergarten hier besuchen.

Zum Glück wat hier im der Nähe eins. Spontan und ganz ohne Vorbereitung marschierte ich rein und sprach irgendeine Frau dort an.

"Tschuldigung? Ich hab eine Frage. Kann ich hier ein Praktikum machen?"

"Du musst zu der Leiterin. Das Büro von ihr findest du rechts um die Ecke."
Navigierte sie mich, ich bedankte mich bei ihr und lief den Weg entlang.

Ohne anzuklopfen ging ich rein. Warum? Warum tat ich das?
Grade als ich mich umdrehen und wieder gehen wollte, wurde ich von ihr aufgehalten.

"Kann ich Ihnen helfen?" Fragte sie mich freundlich.

"Eh.. ja Hi. Ich wollte fragen ob ich hier ein Praktikum machen kann?" Ich bereitete mich schon auf ein Nein vor.

"Hm... ja. Du kannst erstmal einen Probetag machen. Wir gucken wie du so bist und dann schauen wir weiter." Schlug sie vor. Ich machte mir ihr den Probetag für morgen aus. Also durfte ich morgen hierhin latschen und arbeiten. Okay, kein Problem.

Wie versprochen ging ich am nächsten Tag nich in die Schule sondern in den Kindergarten. In der Schule hatte ich heute Morgen angerufen und von meinem kleinen Erfolg erzählt.

Ich wurde in die Gruppe 'Wolke' gesteckt und musste mich da erstmal mit den Kindern bekannt machen.

Zuerst sah ich mich um, als ich dann zwei spielende Kinder sah, ging ich zu ihnen rüber und quatschte sie an.

"Hi Freunde!" Lächelte ich freundlich.

"Du bist aber ein großes Baby." Zeigte eines der Kinder auf mich und lachte.

"Ich bin nicht zum Spielen hier. Ich arbeite bei euch." Erklärte ich.

"Spielst du auch zuhause Ballerspiele?" Hinter mir stand ein 5-jähriger Junge, so sah er zumindest aus, und fragte mich ob ich Ballerspiele spiele???

"Nein, ich spiele Fifa und Gitarre." Gab ich an.

"Du bist doof." Er beleidigte mich eiskalt. Was ging denn bei dem falsch?

Die drei Jungs liefen rein, weil es was zu essen gab und ich durfte mitessen. Jackpot.

Ich setzte mich an den Tisch, neben mir saßen zwei kleine Mädchen und starrten mich an.

"Können wir gleich deine Haare machen. Wir machen unserer Puppe Emily auch die Haare." Sie schien ganz nett zu sein also stimmte ich ihr zu.

Nach dem Essen ging ich mit den Mädchen mit in die Spielecke. Die zwei zeigten mir dann ihre Puppe Emily. Die sah aus als hätte man ihr die Haare rausgezupft und wieder drangeklebt.

Meine armen Haare !!!!!!!!

"Eh, können wir morgen meine Haare machen? Ich...ich.." ich sah mich um und bemerkte wie sich ein Zimmer weiter zwei Jungs streiteten.

Der Streitschlichterinstinkt machte sich bemerkbar, sofort eilte ich dem Kleinen zur Hilfe.

"Was ist hier los?" Fragte ich den kleinen Schläger.

"Er ist dumm. Er hat gesagt, das Spiderman doof ist !" Nicht sein ernst oder?

"Ist er auch, ist er auch!" Sagte der andere und streckte seinem Feind die Zunge raus.

"Ey hört doch mal auf, ne.." sagte ich in der Hoffnung die hören gleich auf.

"Du bist doof !" Der Junge streckte nun auch mir die Zunge raus und ging weg.

Tja, Streitschlichter läuft. Dafür sollte ich mal einen Preis kriegen.

Als es dann soweit war, verabschiedete ich mich von den Kleinen. Die wollten nicht das ich gehe. Die hatten sich sogar meinen Namen gemerkt.
Auch wenn es nur ein "Bassian" war, war aber nah dran. Die Kinder lernten schnell.

Nach einem anstrengenden Tag kam ich erschöpft nach Hause und wollte schlafen.

"Schatz? Du musst los. Gottfried wartet an der Bushaltestelle auf dich." Informierte mich meine Mutter.

"Ehm, was macht er an der.." fing ich an meine Frage zu stellen, doch meine Mama wollte mich mal wieder loswerden.

Keine freie Minute heute gehabt.

Von weitem erkannte ich schon, das an der Haltestelle eine gewisse Person auf mich wartete.

"Heyo" ich hob meine Hand für ein high-five unter Freunden.

"Also, ich hab heute viel vor" quatschte er drauf los und ignorierte mein high-five gekonnt, also ließ ich meine Hand durch meine Haare gleiten um nicht so ganz dumm auszusehen.

"Und was genau?" Fragte ich nach und warf ihm verwirrende Blicke zu.

"Wir werden erstmal joggen." Umd weg war er. Warum ausgerechnet ich ?

"Lauf, lauf, lauf." Rief er und rannte weiter.

Ich blieb stehen, weil ich null Bock auf sowas hatte. "Was soll das bringen?" Fragte ich ihn sauer.

"Ein bisschen Training. Du sollst doch nicht nur gut singen sondern auch gut aussehen. Und ein bisschen Training kann deinem Bauch nicht schaden."

Danke, Blödmann!

Dienstag, 11. Dezember 2012

10.Bastis Sicht - welcome to my life.

Schule aus, Micky Maus - ich geh nach Haus'. War ich ein Poet oder was ? Ja. Also wenn es mit der Gesangskarriere irgendwann mal nicht klappt, werde ich ein Poet, in der Hoffnung das meine Fans Gedichte von mir lesen.

"Bruder, Tschö. Meld dich mal, wenn du die Flyer verteilt hast." Filipe schlug mir auf den Rücken und ging zu seinem Auto.

Flyer, Flyer, Flyer. Konnten die mich damit nicht einfach in Ruhe lassen?

Nachdem ich mein Auto fand, stieg ich ein, machte meine Musik laut und fuhr durch die Straßen von Wipperfürth.

Als ich zuhause ankam, parkte ich cool mein Auto, schloß die Tür auf und begrüßte meine Mama..

"Was gibt's zu essen?"

Meine Mama schien nicht grade erfreut über meine Begrüßung zu sein. "Mach dir was."

Jetzt durfte ich mir auch noch selbst was zu essen machen. Hallooo? Ich kam von der Schule, ich war vielleicht totmüde ?

Egal, Sandwich läuft. Hungrig lief ich zum Kühlschrank, öffnete diesen, starrte 10 Minuten sinnlos rein und schloß ihn wieder.

Keine Lust, keine Kraft, keine Zeit. Ich hatte ein Date mit meinem Bett.

Jajaja, ich hatte mein Bett so ziemlich vermisst. Kaum lag ich drin, meldete sich mein Bauch. Hunger hatte ich immernoch, konnte mich aber nicht bewegen.

Wofür gab es die schlaue Erfindung namens Handy.

Dieses zog ich schnell raus und schrieb meiner Mama eine SMS.

"Mama, mach mir bitte ein Sandwich mit Käse und Gurken und Salat. Aber keine Tomaten. Die mag ich nicht so. Am besten jetzt sofort. Ok? Danke du bist die Beste ! :-*"

Nach einer dreiviertel Stunde bekam ich endlich ein Lebenszeichen von ihr.

"Florian?" Die Mitteilung musste ich mir erst drei mal durchlesen, bis ich endlich den Durchblick hatte.

"Basti, aber nicht schlimm. Speicher endlich meine Nummer!"

Nach einer Weile stand meine Mama im Zimmer und sah mich mit dem berühmten 'nicht dein ernst'-Blick an... oder vielleicht auch der 'du bist gleich tot'-Blick.

"Hi"

"Sebastian? Werd erwachsen und mach dir dein Brot selbst." Weg war sie. Ich hatte nicht eimal Zeit mich zu verabschieden.

Also manchmal bin ich schon ein lustiger Mensch. Und ein süßer !

Im Schneckentempo bewegte ich mich in die fucking Küche. Oh sorry für den Ausdruck. Naja, war so....

Mein Bruder stand auch in der Küche. Hatte der Alte kein Zuhause? Wir haben schon extra ein Abstellraum aus seinem Zimmer gemacht damit er sich hier nie wieder blicken lässt.

"Mach mir ein Sandwich." andererseits war ich froh das er da war.

"Für 'nen Zehner mach ich dir zwei!" Erpressung!!! Ich fasset nicht !!!

"Drei Euro und ..." ich kramte in meiner Hosentasche "und 'nen Cent" mehr hatte ich leider nicht, ich bin ein armer Schüler.

"Dafür kriegste' 'ne halbe Gurke."

"Und du nix ! "

"Ich will auch nix ."

Mein Bruder war ein .... irgendwas was ziemlich doof ist. So.

Ich musste der Welt beweisen, dass ich es drauf hatte. Also packte ich mir einen Messer, Brot, Käse, Butter und noch ein Brot und gestaltete einen Sandwich. Die Zubereitung dauerte 10 Minuten und auf einmal.... hatte ich keinen Hunger mehr. Was stimmte bloß nicht mit mir?

"Flo? Gibst du mir einen Zehner für das Brot?" Ich hielt ihm mein Sandwich vor die Nase.

"Nicht mal 50 Cent kriegst du von mir. So dahingeklatscht wie das ausschaut." Er dreht sich weg und mampfte seine Chips.

Jetzt hatte ich Hunger auf Chips.

"Gib mir drei Chips!" Mit einer ausgestreckten Hand verlangte ich nach der Chipstüte.

"Träum weiter" er gab mir die leere Tüte in dir Hand und zwang mich dazu sie wegzuwerfen.

Warum musste ich so einen Bruder haben? Es gab so viele tolle Brüder auf der Welt und ich bekam den hier.

Mies gelaunt lief ich in mein Zimmer und setzte mich an meine Hausaufgaben. Schaltete dabei das Radio an. Ein bisschen Unterhaltung durfte sein.

'So, ihr da draußen in 10 Tagen ist es endlich soweit. Der Weltuntergang. Habt ihr euch schon drauf vorbereitet? Alles gepackt und euch einen sicheren Ort gesucht? Denn lange ist es nicht mehr....'

Der Typ im Radio redete weiter aber ich war in meinen Gedanken ganz weit weg.

Weltuntergang?

Am nächsten Morgen schlief ich aus bis ich von meiner Mutter geweckt wurde.

"Sebastian!!! Wir haben acht Uhr. Was machst du im Bett, du hast Schule, Kind!"

"Frohe Weihnachten. Nö, Mama. Ich geh nicht mehr in die Schule." Antwortete ich selbstbewusst.

"Wie du gehst nicht mehr zur Schule? Basti heute ist der zwölfte Dezember." Fragte sie mich fassungslos und erinnerte mich an das Datum, als sei icb doof. Dat wusste ich auch, ich hatte einen Adventskalender. Diese Fragerei am frühen Morgen...grrrrr.

"Mama? Die Welt geht in neun Tagen unter. Wofür lerne ich dann noch? Außerdem feiern wir jetzt Weihnachten. Ich steh gleich auf und geh zum Bungee jumping. Und am 21. fackel ich meine Schule ab." Lachte ich. Das Lachen verging mir aber, als meine Mama mich ernst ansah.

"Und am 22. Dezember hast du keine Zukunft mehr und kriegst eine Anzeige. Jetzt steh auf und mach dich für die Schule fertig !!" Meine Mama konnte einem alles verderben.

Mies gelaunt bewegte ich mich ins Bad. Der Tag war schon so richtig im Arsch.

Montag, 10. Dezember 2012

9. Bastis Sicht - Schule ist toll.

Heute ging es wieder los. Schule. Wie immer spät dran und totmüde, fuhr ich zur Schule. Auf dem Pausenhof war wieder der Krieg ausgebrochen. Die kleinen Fünftklässler liefen durch die Gegend.

Schnell versuchte ich an denen vorbeizurennen, ohne Erfolg. Als ich kurz stehen blieb, wurde ich von einem aus der Fünften und seiner tollen 4YOU umgeworfen.

"ALTER! Kauf dir mal einen Rucksack der nicht so groß ist wie du!" Schnauzte ich ihn an.

Der Angesprochene verzog beleidigt das Gesicht und zeigte mir den Finger, den keiner so gerne sehen würde.

Wie frech die Kleinen heutzutage waren. Ich war nie so! Ein liebes Musterkind.

"Ohhhhhhh was ein schöner Moooorgeen! " begrüßte ich gesanglich meine Freunde.

"Basti, lass et. Wir haben Kopfschmerzen!" Meine Freunde sahen aus wie Zombies.

Lag wohl daran das heute Montag war. Der schlimmste Tag in der Woche neben Dienstag, Mittwoch und Donnerstag.

"Herr Wurth, nehmen sie bitte Platz." Bat mich mein Mathelehrer.

"Okay, okay." Ich setzte mich hin und starrte zur Tafel, mit dem aufgesetzten ich-weiß-alles-Blick

"Ich hoffe doch sehr, das die Hausaufgaben gemacht wurden. Diese brauchen wir auch nicht zu kontrollieren." Der Lehrer drehte sich zur Tafel und ich feierte mich ab.

Joo, weder ich noch meine Jungs hatten die gemacht. Alle waren erleichtert.

Doch um nicht aufzufallen, seufzte ich kurz "Och wie schade."

Mein Mathelehrer drehte sich zu mir und sah mich schief an.

"Gut dann kontrollier ich sie doch." Er fing an eine Runde zu drehen.

Scheiße, scheiße, scheiße. Meine Freunde sahen mich an, als würden die mich gleich aus dem Fenster schmeißen.

"Herr Wurth, Ihre Hausaufgaben, bitte!" Ich erschrack, als ich ihn vor mir stehen sah.

"Eh..eh...eh... eh..." Große Fresse davor gehabt und jetzt fällt dir nix ein? Sebastian du schaffst es immer wieder.

"Nicht gemacht? Schlecht !" Er notierte sich alles und ging weiter. Joe und Filipe rannten zum Mülleimer um "ihre Bleistifte zu spitzen".

"Könntet ihr beiden zurückkommen, ich glaub nicht das eure Kugelschreiber angespitzt werden müssen." Mein Lehrer hatte einfach alle im Blick.

Die beiden gingen langsam an ihren Platz zurück und zeigten ihm ihre ungemachten Hausaufgaben.

Nach diesen zwei Horrorstunden, begaben wir uns runter in die Pausenhalle.

"Danke Basti Wurth." Sagten die Zwei gleichzeitig.

"Danke schöner Basti Wurth hätte gereicht!" Grinste ich die an.

"Ich mach gleich Wurst aus dir!" Sagte Joe sauer und verzog sich aufs Klo.

"Leute, Leute!!" Ein Junge kam angerannt und sprang vor unseren Augen auf und ab.

"Chill. Was gibbet?" Filipe sah ihn wenig begeistert an.

"Was ist mit dem Abi Battle? Habt ihr schon was? Unsere Schule muss gewinnen. Verteilt Flyer, Briefe, Fotos. Alles was geht. 10.000€ ist eine Menge Geld. " er war ganz aus dem Häuschen.
Das war nur ein Wettbewerb. Auf der Schule sind nur Geldgeile.

"50 Liter Freibier. Leute kommt. Wird zu schaffen sein!"

Freibier? Bin dabei.

"Ich hab schon angefangen. Aber ich weiß nicht mehr was ich tun soll." Filipe zuckte mich den Schultern.

"Leute das ist unsere Chance. Wir müssen unsere Schule bekannt machen." Der Junge war sehr von uns überzeugt.

"Soll ich singen? Ich kann meine Fans dazu bringen abzustimmen" schlug ich vor.

"Fans benachrichtigen - gut. Singen? Bitte nicht. Ihr wisst was zu tun ist. Bis dann" Und weg war der unfreundliche Typ.

Filipe verließ die Pausenhalle und ich verlor ihn aus den Augen. Joe kam vom Klo wieder und forderte alle dazu auf für die Schule abzustimmen. Auf dem Klo wurde also schon auch davon berichtet. Die Schule ist schnell.

Es klingelte und alle liefen hoch. Wir hatten jetzt eine Freistunde. Freistunde nutzen die Streber um zu lernen und Hausaufgaben zu erledigen. Ich sah die Stunden eher als gechillt um zu essen oder ein Nickerchen zu machen.

Kaum war ich in der Klasse, wurde das Thema Abi Battle angesprochen.

"Wie wärs mit einem Maskottchen?" Schlug eine schlaue Schülerin vor. "So ein Bär oder etwas."

"Ich wäre für einen Löwen." Sagte einer der selbst einem Löwen ähnelte.

"Ja und woher kriegen wir das Kostüm?" Fragte Filipe, bekam jedoch keine Antwort. "Flyer verteilen, ist das einzige was wir machen können. Jeder macht davon ein Foto und wir erstellen eine Collage. Das müssen wir doch eh bei Facebook posten. Dann wird abgestimmt."

Klang alles schön und gut. Aber ich war jetzt schon angenervt von dieser ganzen Aktion. Wettbewerb ist Wettbewerb, man muss es nicht so übertreiben.

"Hier Homeboy" Joe drückte mir Flyer in die Hand. "Bring das an die Leute, die Woche mal."

"Keine Lust." Kaum hatte ich das gesagt, wurde ich von jedem angestarrt als hätte ich eine ansteckende Krankheit.

Ich fand immer die passendsten Worte....

8. Bastis Sicht - dicke Party...

Wir chillten nun in Filipes Zimmer. Irgendwie wollte er uns beweisen das es Geister gibt, doch als er schon allein dran dachte, hatte er zu große Angst vor. Spinner.

"Was machen wir jetzt sonst so?" Fragte ich gelangweilt, während ich ein Eis am essen war, das ich einfach so bei Filipe im Gefrierfach gefunden hatte.

"Wie wärs mit fetter Party? Kommt wir laden unsere ganze Schule ein!" Joe hatte immer Partys geschmissen, wenn ihm langweilig war.

"Es ist mein Haus ! Wenn es am Ende wie ein Bombenfeld aussieht, schmeiß ich alle raus!" Meckerte Filipe.

"Jajajajajaja." Joe griff nach seinem Handy und rief seine ganzen Bekannten an. Er tätigte so um die 30 Anrufe.

Ausgerechnet heute hatten alle Zeit.
Da wir kaum noch Bier hatten, forderte er alle auf etwas mitzubringen.

Nach knapp einer Stunde kamen alle an. Yes, wir hatten nun genug Bier, Vodka und Wein für ganze drei Monate.

Eine weitere Stunde verging und ich war ziemlich angetrunken. Nach 3 Bier. Ich versuchte mich zu chillen und so zu tun als sei alles easy.

"Alter, wie viel hast du getrunken? Du siehst aus als hättest du die härtesten Drogen genommen." Lachte Joe und ich lachte auch, warum auch immer.

"So 10 Bier?" Ja, ich musste übertreiben. Immerhin wollte ich einen auf hart tun.

Als langsam alle betrunken waren, hockten sich die meisten hin und chillten. Der Rest tanzte - ohne Musik. Den war wohl nicht aufgefallen, dass die Anlage kaputt war.

"I believe I can touch the sky, I see you tonight and today and so on... and I believe I can fly to the sky." Sang ich mal wieder ohne den Songtext zu kennen.

"Lass...es. Du kannst nich einmal den Text, Digger" sagte Joe, der sich gerade noch so auf den Beinen hielt.

Mir ging es nicht besser, ich schwankte hin und her und bemerkte dabei nicht mal das neben mir ein Mädchen saß.

"Oh. Hi" grinste ich und winkte ihr zu.

"Hi" lächelte sie "ich bin Laura."

Nickend sah ich sie an und grinste wieder. Sie war echt hübsch. Die mach ich mir klar. Hatte ich nicht eine Freundin? Weiß ich doch nicht mehr.

"Gib mir deine Nummer, Lisa." Nuschelte ich während ich nach meinem Handy suchte.

"Laura!" Sagte sie und sah mich skeptisch an.

"Mein ich doch!" Behauptete ich. Mensch, ich kann mir doch nicht tausend Namen merken

Sie diktierte mir ihre Nummer, ich speicherte sie ab unter "Mädchen"

"Soll ich dich nach Hause begleiten?" Fragte ich sie, als sie so langsam nach Hause wollte.

"Nein, danke. Ruf mich einfach an" sie lächelte und ging.

"Tschö, Lena." Verabschiedete ich mich von ihr.

Ich sah auf die Uhr. 5 Uhr Morgens. Oh, ich muss auch mal langsam nach Hause.

"Tschö, Leute. Ich geh nach Hause." Winkte ich meinen Freunden zu. Die das garnicht so richtig mitbekommen haben.

So, wo muss ich überhaupt lang? Da die Straßen dunkel und unübersichtlich waren, ging ich so langsam wie möglich. Ich kam mir vor wie ein besoffener Obdachloser. Ich musste mich echt zusammenreißen. Vorallem zuhause.

Nach einer langen Wanderung durch halb Wipperfürth, kam ich am Ziel an. Doch auch vor der Haustür brauchte ich erstmal eine halbe Stunde um nach dem richtigen Schlüssel zu suchen.

Als ich schon alle durch hatte, startete ich eine weitere erfolgslose Runde.

Bis die Tür aufging und meine Mama mich empfang.

"Oh hi. Alles fit? Was machst du hier?"
Dumm, dümmer, ich.

"Ich wohne hier zufällig. Wo kommst du her?" Jetzt konnte ich mir ein stundenlangen Roman anhören.

"Mama, Mama, Mama. Halt. Ich bin vom Kino." Meine Antworten wurden immer dümmer und gedeutschter.

"Komm rein!" Sie ging vor und ich dackelte hinterher ins Wohnzimmer.

"Hast du getrunken" sie sah mich an, nachdem sie Platz auf der Couch genommen hatte.

"Wasser und Saft. Saft mit Obst." Lügner und ein schlechter dazu.

"Sebastian, guck mich an wenn du mit mir redest." Sagte sie wütend.

Erst jetzt fiel mir auf, das ich eine Wand anquatschte. Vorsichtig drehte ich mich zu meiner Mutter um und grinste sie an.

Ich sah bestimmt aus wie ein besoffener Esel. Zum Glück hatten wir keine Spiegel im Wohnzimmer.

"Geh ins Bett." Forderte sie mich auf.

Na dann. Wie in Zeitlupe entfernte ich mich aus dem Wohnzimmer und suchte nach meinem Zimmer.

Wie ich mich schon auf das Hangover von morgen freue.

Gut gelaunt fiel ich ins Bett und schlief nach einer Sekunde ein ... oder so.

Sonntag, 9. Dezember 2012

7. Bastis Sicht (Teil 2)

.... okay, okay. So wie es aussah war ich immer noch mitgenommen von der ganzen Sache. Mein Kuchen lag unberührt auf dem Teller und lächelte mich an. Aber ich wollte nicht zurück lächeln. Mir war nicht danach.

"Schatz, iss den Kuchen." meine Mutter wollte immer das ich alles aufesse. Nö, diesmal nicht.

"Danke, hab keinen Hunger." ich brachte den Teller mit dem Kuchen in die Küche. Packte mir den Kuchen aber  in eine Dose. Für den Fall der Fälle.

Like a Elefant ging ich den Weg zurück, oder besser gesagt stampfte.

Mein Handy vibrierte mal wieder. Genervt holte ich es raus.

Eine Mitteilung "Hi Basti, du bist heiss, jajaja :o"

Booaah, isset denn wahr? "JA, ich weiß das ich heiß bin!" Super Applaus. Laut gedacht, Sebastian.

"Was? Du bist heiß? Der Junge hat Fieber, holt dem doch etwas." Meine Oma geriet in Panik. Toll.

"Oma, vergiss es. Mir geht es gut." Ich verdrehte die Augen und verliess die Wohnung. Ich musste kurz allein  sein.

Und wieder klingelte mein Handy. Stirb doch einfach.

"Ey lasst mich in Ruhe!  Es nervt einfach nur noch !" ich war fertig mit den Nerven. Es mochte lustig sein. Aber es reichte nun.

"Jo, Bruder. Weiß ich bescheid" sagte Filipe, mein bester Freund. Oh jetzt machte ich ihn schon dumm an.

"Sorry Bruder. Hab echt Stress grade." entschuldigte ich mich bei ihm und ging eine Runde ums Haus.

"Ich fahr grad Bier holen, wir spielen nachher Fifa. Kommste vorbei?" Bier, Freunde & Fifa zocken, was gibt es besseres ? - Bei der Omi sein.

"Geht leider nicht. Bin unterwegs... Auftritte und so..." musste ja nicht wissen wo ich bin.

Kaum hatte ich die Runde gemacht, kam ein Mädchen zu mir an.. sie lächelte. Ich lächelte zurück.

"Hi." Begrüßte ich sie.

Sie schaute mich nur an und gab mir einen Brief. Ich sah sie nochmal verwirrt an, sie zuckte mit den Schultern und hüpfte davon.

Was sollte der Brief jetzt? Sollte ich den öffnen ? Ja.

Ich machte ihn auf und las das Wort. Auf dem Blatt stand : Hi .

Okaaaaaaaay. "Hi zurück." Murmelte ich.

"Basti, verabschiede dich von Oma, wir fahren." Rief meine Mama. Yes, yes, yes. Gleich schnell nach Hause und ab zu Filipe.

"Tschö, Oma. Wir sehen uns !" Sie umarmte/zerquetschte mich und drückte mir einen Kuss auf die Wange.

Nach der Verabschiedung stieg ich ins Auto und wir machten uns auf den Weg nach Hause.

Diesmal machte ich keine Spielchen. Ich wollte ja noch weg. Aber ich war so gut gelaunt, sodass ich laut summen musste. Blieb nicht unbemerkt.

"Geht's wieder los?" Ich kam mir vor wie bei Günther Jauch bei Wer wird Millionär, die 1.000.000€ Frage.
Antwort
a) sag einfach nix und hör auf zu summen
b) entschuldige dich
c) steig einfach aus
d) lächel freundlich und sag : nö.

Eindeutig d).

"Was heißt hier nö? Provozierst du mich grade, Sebastian? Darüber reden wir in zuhause in Ruhe."

Dumdumduuuum, verkackt. Ups. Egal. Man trifft nicht immer die richtigen Entscheidungen.

Wir kamen zuhause an und ich raste schnell nach oben, zog mich um und flitzte zu Filipe.

So schnell bin ich noch nie in meinem Leben gerannt. Kurz vor seiner Haustür latzte ich hin und lag da. Aufstehen? Niemals.

"Bruder? Hast du kein Bett?" Lachte Filipe als er die Tür öffnete.

Schnell rappelte ich mich auf und trat ein. In seinem Zimmer saßen meine anderen zwei Kumpels.

"Alles fit?" Fragte ich die und verteilte mentale high-fives. Natürlich waren meine Freunde einmalige Spätchecker und verstanden den Sinn nicht.

"Leute. Ich hab Bock auf Kino." Schlug Filipe vor.

"Klingt gut." Stimmte Joe zu .

Ja dann halt doch kein Fifa Abend. Da das Kino nicht weit Weg war, latschten wir zusammen hin.

"Welchen Film sehen wir uns an?" fragte Joe, als wir uns die Auswahl ansahen.

"Ich wäre für den hier" Filipe zeigte auf einen Horrorfilm, es ging hauptsächlich um Teufel und Exorzismus.

"Nicht dein Ernst?" Lachte ich. "Du willst sowas sehen? Du glaubst doch daran?"

"Ja, ich glaub auch dran." Bestätigte Filipe.

"Pass auf, nach dem Film verfolgen dich böse Geister." sagte Mike

"Hör auf, der macht sich gleich in die Hosen und das bevor er den Film gesehen hat." Lachte Joe.

Filipe verdrehte die Augen und ging an die Kasse um die Karten zu kaufen.
Nachdem das alles erledigt war, gingen wir in den Kinosaal und nahmen Platz.

Ich konnte Filipe die Anspannung schon ansehen. Das fand ich immer so lustig, er glaubte auch an alles.

Nach dem Film gingen wir zusammen nach Hause. Joe und Mike unterhielten sich die ganze Zeit über den Film und machten Witze. Filipe konnte da nicht mitreden, weil er die meiste Zeit nicht hingesehen hat.

"Ihr wisst schon das alles wahr ist. Es gibt wohl Geister." sagte Filipe dazu.

"Das ich nicht lache. Es gibt keine Geister! Wach mal auf." Lachte Joe und Mike lachte auch mit.

"Gut. Ihr übernachtet eh bei mir. Dann werde ich es euch beweisen." Grinste Filipe

Ich hatte Angst. Okay, Basti. Sag du hast keine Zeit.

"Ich übernachte auch bei dir, hab doch keine Angst!" Idiot. Ich bin ein Trottel.

Hätte ich mich bloß nie drauf eingelassen........

Montag, 3. Dezember 2012

6. Bastis Sicht

Ja ja ja ja. Ich hatte nun eine Freundin, ich hatte es geschafft. Ging diesmal aber schnell bei mir. Das musste ich natürlich erst einmal meinen Freunden berichten.

"Hey, alles klar?" Meldete sich die Stimme meines besten Freundes.

"Ey, Bruder hör zu..." fing ich an, doch ich kam nicht weiter...

"Verarscht. Hinterlass eine Nachricht nach dem Signal, das ist nur die Mailbox."

Oh, toll. Da will ich grad was erzählen und sein Handy ist aus. Egal, dann unternehm ich mal was mit anderen.

"Schatz, zieh dich an, wir fahren zu Oma." informierte mich meine Mama und verschwand wieder.

"Die wohnt doch eine Tür weiter ?" Bestimmt war die andere Oma gemeint. Und die war wirklich nicht gerade sehr einfach. Ich freute mich schon tierisch drauf sie wieder zu sehen - nicht.

"Wirds bald, wir haben keine Zeit !" Hetzte mein Vater und ging ebenfalls aus dem Haus.

Man hat hier nicht einmal seine Ruhe. Immer kommt etwas. Wie immer zog ich mich zum 10ten mal am Tag um und latschte runter zum Auto. Heute kann mein Baby Pause machen, da wir mit Papas Auto fahren.

Keine 20 Minuten später, gerieten wir in ein Stau. Jackpot.

"Hättest du dich beeilt wär das nicht passiert." Meckerte mein Vater, dessen Blick auf die Straße gerichtet war. Da er keinen ansah fühlte ich mich nicht angesprochen.

"Mit wem redest ..." in meinem Leben ließ mich keiner aussprechen, also auch diesmal nicht...

"Sebastian, du warst gemeint!" mein Vater unterbrach gerne, ich weiß nicht, vielleicht machte es ihm sogar Spaß...

Meine Mama schaltete das Radio an, anscheinend war ihr langweilig. Mir allerdings auch.

Es lief grade stand by me, von John Lennon. Wie gut ich doch war und so gut bescheid wusste.

"And darlin' darlin' staaand byyy meee, oh-oh-oh staand by mee. Uhhh staaand byyy mee..."

"Basti Schatz, bitte tu mir den Gefallen und lass es sein. Danke." meine Mutter schüttelte den Kopf und nahm ihre Hände runter, mit denen sie zuvor ihre Ohren zuhielt.

Ich war beleidigt. Meine Stimme war doch toll. Die sollen sich nicht anstellen. Ich bin doch besser als jedes Radio.

Wir standen mittlerweile eine Stunde im Stau. Da ich nie lange ruhig sitzen kann, wollte ich was machen.

"Mama, sollen wir ein Spiel spielen. Das ist ganz simple. Ich sage zum Beispiel Mama, so jetzt musst du einen Namen mit A nennen. Leg los." Ich wartete gespannt drauf, bis meine Mama was sagt.

"Sebastian, bitte." sagte sie genervt.

Egal.  "Mama, du scheinst es nicht verstanden zu haben. Egal, ich mach's vor. Hmm, N... Niklas. Du bist dran mit S "

"Sebastian!!" Sie schaute jetzt auch auf die Straße und zwar noch genervter als mein Vater.

"Richtig!!!! ...Okay, ich hör auf." Ich war still, nachdem ich einen wütenden Blick von meiner Mutter zugeworfen bekommen hatte.

"Wieso hast du mich eigentlich Sebastian genannt? Gab es einen Grund? Oder findest du den Namen schön? Oder einfach nur weil..."

"So wenn du noch einmal was sagst, dann kannst du den Rest laufen." Mischte sich jetzt mein Vater sauer ein.

Wie konnte man nur so ungechillt sein. Also ich hatte Spaß.

Nach drei Stunden waren wir endlich da. Meine Oma begrüßte uns herzlich, ich umarmte sie kurz und zog mir dann meine Jacke aus.

"Oh du bist so groß geworden." Sie tätschelte meinen Kopf.. Ohhh....Haare, Oma...

"Einen centimeter vielleicht, Oma. Vorgestern war ich aber noch genauso groß. " ich richtete meine Haare und folgte ihr ins Wohnzimmer.

Sie hatte dort schon den Tisch gedeckt. Wie immer gab's bei ihr Kaffee und Kuchen. Mein Bruder war auch schon da.

"Kann es sein das du abgenommen hast? Du siehst so dünn aus." Sprach meine Oma mich an und da ich grade in Gedanken versunken war, wusste ich nicht was die von mir wollte, also nickte ich und hoffte das es eine 'ja' -'nein' Frage war.

"Ach Oma, wenn du sehen würdest wie er den Kühlschrank immer attackiert, dann würdest du es nicht fragen." lachte Florian.

Idiot. Aber er hatte schon recht, ich aß zu viel in letzter Zeit. Egal, ist gesund.

"Ja ich hab immer Hunger. Kann ich jetzt ein Stück haben?" Fragte ich sie und zeigte auf den Kuchen.

Sie nickte und ging in die Küche um ein Messer zu holen. Und da klingelte mein Handy. Endlich Freunde !... Die Nummer war mir zwar nicht bekannt, aber egal.

"Ja bitte?" Meldete ich mich...

"OH MEIN GOTT, SEBASTIAN WURTH. AAAAHHHHH!" Kreischten paar Weiber. Mist was ging den jetzt? Die Nummer hatte ich neu, also konnte sie jetzt keiner haben.... oder....

"Bastiiii, du bist voll heiß." Kicherte eine.

Hm, jetzt war mir klar, es hatte auch bisher nur ein Mädchen meine Nummer bekommen. Das Mädchen, dem ich gesagt hab, es soll die Nummer nicht weitergeben.

Enttäuscht legte ich auf und war einfach nur eins : Sauer !

Sonntag, 2. Dezember 2012

5. Kapitel (Stasia's Sicht)

"Ich melde mich bei dir, wenn ich zuhause bin. Versprochen. Bleib aber auch bitte wach, vielleicht ruf ich dich nachher auch an." 

Das waren alles leere Versprechungen. Ich war so enttäuscht von ihm. Hmm, vielleicht musste er aber auch noch was erledigen? Naja, um diese Uhrzeit wohl kaum.

Ich sendete ihm einfach eine SMS, vielleicht hatte er mich bereits schon vergessen. Warum hatte ich mir denn auch Hoffnungen gemacht ?

Den restlichen Sonntag verbrachte ich im Bett, meine Laune war unerträglich, ich wollte einfach nur schlafen und keinem mehr begegnen.

"Stasia? Besuch für dich." Meine Mama störte mich immer in den unpassendsten Momenten.

"Moah, okai. Ich bin gleich da." Quälend langsam stand ich auf und machte mich auf den Weg in den Flur um meinen Besuch zu empfangen.

"Hey." Basti stand da und lächelte mich an. Ich war froh ihn zu sehen. Auch wenn ich es nicht zugeben wollte.

"Was machst du hier?" Fragte ich ihn und verschränkte meine Arme.

"Es tut mir leid, ich wollte mich gestern bei dir melden, aber es kam so viel dazwischen und ich habe es völlig vergessen. Ehrlich." Entschuldigte er sich.

Okai, okai. Ich nahm seine Entschuldigung gerne an. Er schlug auch sofort vor was essen zu gehen. Da konnte ich natürlich nicht nein sagen.

Wir verbrachten einen schönen Abend zusammen im Restaurant und anschließend brachte er mich nach Hause, er begleitete mich sogar bis zu meiner Haustür.

"Danke für den Abend, Basti." sagte ich und lächelte ihn kurz an, wand mich daraufhin von ihm ab um nach meinen Schlüssel zu suchen.

"Gerne, ich hoffe es hat dir gefallen." Er sah mich zögernd an und platzierte mir einen Kuss auf die Wange.

Kurz darauf waren meine Wangen so rot wie die Nase vom Rudolph dem Rentier. Ob es mir nun peinlich war oder ich es einfach nur schön fand - das wusste ich nicht. Ich mochte ihn wirklich sehr. Auch wenn ich ihn kaum kenne. Geht wohl doch schneller als gedacht.

"Nun, meine Nummer hast du noch?" Hackte er grinsend nach. Natürlich hatte ich sie. Die Frage beantwortete ich mit einem leichten Nicken.

"Gut. Behalt die auch bitte für dich, ja?" Was dachte er denn von mir ? Als ob ich die Nummer mal einfach so weitergeben würde.

Wir verabschiedeten uns endlich und ich ging rein. Der Abend war der schönste Abend den ich bis jetzt hatte.

Die Woche verging wie im Flug, Basti habe ich am Freitag nochmal gesehen, er ist mal wieder extra wegen mir gekommen, wir haben uns unterhalten und es kam an dem Abend auch zu einem Kuss den ich so wunderschön fand. Besser hätte er einfach nicht sein können. So wie ich es jetzt aufgenommen habe, waren wir jetzt zusammen. Nur leider konnten wir uns nur am Wochenende sehen, da ich nicht viel Zeit hatte hatte. Er ebenso.

Seit Tagen rannte ich schon mit einem zufriedenen Lächeln auf den Lippen. Meiner 15-jährigen Schwester passte es mal wieder nicht, da sie oft neidisch auf mich war.

"Meine Freundinnen kommen gleich, kannst du mir den Gefallen tun und nicht nerven?" Zickte sie rum. Die hielt sich auch oft für was besseres.

Da ich es nicht für nötig hielt mir ihr Gerede anzuhören, traf ich mich mit Vanessa um ihr alles zu berichten.

Sie hatte aber eigene Probleme somit ließ ich es sein und beschloss ihr von Basti und mir erst selbst zu erzählen.

Da ich für sie da sein und sie aufheitern wollte, fuhr ich mit zu ihr. Wollte auch noch vorher meine Schwester Lena anrufen um ihr die Lage zu schildern.

Super, ich hatte mein Handy leider nicht dabei. Ich musste es auf dem Bett liegen gelassen haben.

Egal, was soll schon großartig passieren, gibt ja nix zu verheimlichen...

(Lena's Sicht):

Ohja, endlich wieder was mit meinen Ladys unternehmen. Nur leider war meine Schwester noch da. Die musste ich unbedingt loswerden. Seitdem die mit Sebastian Wurst zusammen ist, ist die komplett abgehoben.

Nachdem sie endlich das Haus verlassen hatte, konnte die Party nun kommen.

So gegen 20 Uhr kamen auch alle zu mir und wir hatten es uns in meinem Zimmer bequem gemacht.

Laura, die Schwester meiner besten Freundin war auch so ein riesen Fan von diesem DSDS- Kind ... wieso eigentlich nur ? Was war so besonders an ihm?

"Ach hört auf mit dem. Ich kann den Namen nicht mehr hören. Meine Schwester heult mir genugdie Ohren voll, dass er sich nie bei ihr meldet."
Erzählte ich von meinen Erfahrungen.

"Nicht dein Ernst? Die hat Kontakt zu ihm? Die hat seine Nummer?" Fragte Laura mich und sah mich an wie ein Auto.

Kommentarlos stand ich auf und marschierte in das Zimmer von Stasia, nahm ihr Handy und suchte Bastis Nummer raus, die war auch nicht schwer zu finden und unter Basti gespeichert.

"Hier bitte, das ist sie!" Sagte ich, als ich mein Zimmer betrat, hielt das Handy dabei an Lauras Gesicht und zeigte ihr die Nummer.

Die und der Rest von meinen Freundinnen notierten sich aufmerksam die Nummer und grinsten breit.

"Jetzt machen wir Party mit Basti" lachte Laura und wählte seine Nummer.

Oh man, das wird ein Spaß - nicht!